Zitat von Jetti: Ich denke auch nicht, dass ein AF es böse meint. Und ich spreche auch niemandem ab, dass man sich verlieben kann.
Dennoch, er/sie sollte sich wirklich Gedanken machen, was es mit dem Partner macht. Und nicht erst dann, wenn die Affäre ans Licht kommt. Es wird gesagt, man wolle niemanden verletzen. Das glaube ich sogar.
Aber irgendwann ist es eben nicht mehr möglich die Situation aufzulösen, ohne das einer der Beteiligten verletzt wird.
Das muss doch dem AF klar sein. Und nicht, dass sich wundersamerweise alles in Wohlgefallen auflöst und alle happy sind.
Ein Wunschgedanke vielleicht.
Danke für Eure ganzen Antworten und fürs Lesen!

Ich komme nicht jeden Tag dazu zu schreiben....aber gerade mal wieder Zeit.

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Das Problem ist, so glaube ich und habe es teilweise auch mitbekommen, dass die Leute erstmal denken "ach das ist gar nicht so schwer mit der Trennung". Sie haben es auch vor, wollen reden....aber dann kommt halt die Feigheit, das Nachdenken, das Abwägen. Dann erst überlegen die meisten erst wirklich, was eine Trennung bedeutet. Ich selber finde es auch nicht richtig so, aber anscheinend zum Großteil "menschlich", dass man erst über etwas nachdenkt, wenn es konkret wird. Dann kommen die Zweifel, dann erst wird über Geld nachgedacht etc. Denn vorher scheint ja alles so easy.
Zitat von Jetti: Aber eine Affäre hat nun einmal Konseqenzen, und denen sollte sich ein AF stellen, anstatt einfach weiter zu machen.
Dabei gebe ich dir vollkommen Recht. Mein Text sollte auch Affären an sich nicht schönreden,
aber halt mal die andere Seite beleuchten. Es wird nämlich schon sehr auf AF und AM eingedroschen,
obwohl nicht wenige selbst leiden. Ich spreche hier von Emotionen nicht von irgendwelchen Bettgeschichten.
Sich nach 20-30Jahren neu zu verlieben ist vielleicht im ersten Moment ein schönes Kribbeln im Bauch,
aber ansonsten zerreißt es einen schon (also meistens....ich schreibe hier ja wirklich nur von emotionalen Geschichten).
Zitat von Trust_him: Und wenn das Feuer verflogen ist, öffnet der ein oder andere vielleicht auch wieder die Augen für das Naheliegende.
Das kann natürlich auch sein, absolut. Also ich denke niemand ist davor geschützt, dass die Liebe oder was auch immer verfliegt oder verfliegen kann.
Zitat von Trust_him: Und eben das meine ich nicht. Denn da hast du sicher recht, dass das so ist. Ich meine aber, wenn es nicht auffliegt, sondern der gebundene Betrüger es beendet, weil es eben doch nicht die große Liebe ist, für die es zuerst gehalten wurde. Eben wie bei einer normalen Beziehung, in der einer sich trennt, weil es eben doch nichts für immer ist. Also ganz ohne äußeren Druck. Schlichtes Entlieben. Das gibt es in Affären sicherlich genauso wie in Hauptbeziehungen.
Ja so denke ich auch.
Zitat von Elfie1: Aber wenn diese emotionale Affäre körperlich wird, dann trägt man schon dafür die Verantwortung.
Klar. Es geht hier auch gar nicht darum, dass ich Affären aus der Verantwortung ziehen will oder Verständnis erwecken. Schon das Fremdtexten ist im Grunde doch schon nicht gut. Muss also nicht mal körperlich werden.
Zitat von Elfie1: Und ich finde es auch nicht okay, dass du Paare, die aufgrund von Gewohnheit oder Verbindlichkeit zusammen bleiben, verurteilst.
Wieso verurteilen? Wenn die Menschen mit ihrem Lebensmodell so zufrieden sind, dann ist es doch super.
Und Liebe ist ja letztendlich auch Gewohnheit.
Es geht aber um die unzufriedenen Menschen, die eigentlich nicht mehr glücklich sind, die dann teilweise halt auch Affären suchen, die aber aus bloßer Gewohnheit zusammen bleiben.
Und die verurteile ich nicht, sondern ich finde es traurig, weil sich diese Menschen kostbare Lebenszeit nehmen. Wie ich.
Zitat von Elfie1: Besonders im Alter spielt Sex ja kaum noch eine Rolle. Auch nicht mit irgendeinem AM. Wenn man dafür dann sein Zuhause und seine Familie aufgegeben hat, wird es im Alter ziemlich ungemütlich.
Ich weiß nicht wieso man das immer auf den Sex reduzieren muss bei Affären.
Also Affären entstehen sicher nicht alle wegen dem S6.
Manchmal finden sich da wirklich zwei Menschen die halt besser zusammen passen und bei denen es im Alter dann bestimmt auch gemütlich wird, gemütlicher als mit dem Partner vielleicht mit dem man nur aus Gewohnheit zusammengeblieben ist.
Es gibt doch nicht immer top Ehen die super funktionieren bis eine böse Geliebte alles zerstört.
Auch das muss man nicht schönreden. Es gibt genug unzufriedene Paare die sich trennen würden, wenn nicht das Geld wäre, die Kinder etc. Bei denen der Mann extra lange arbeitet um bloß nicht früh zu Hause zu sein und die EF froh ist, wenn er nicht da ist. Oder bei denen die EF dann nebenbei Männer hat weil der Ehemann so wenig Zeit hat. Etc. Das gibt es auch alles.
Und bei solchen Paaren wird das Alter nicht gemütlich glaube ich. Nicht in dem Sinne.
Wie gesagt, es gibt Menschen die sind damit zufrieden. Und das ist absolut ok. Sie heiraten und sichern sich damit auch gegenseitig ab. Erlischt bei denen die partnerschaftliche Liebe haben sie ja noch weiterhin die gegenseitige Absicherung. Man weiß auch, dass man später im Alter nicht alleine sein wird. Jetzt mal blöd formuliert ist das also sehr "praktisch".
Wenn zwei Menschen so wie sie zusammenleben glücklich sind, egal in welcher Form das ist, dann ist das perfekt.