Ex-Mitglied
Gast
Zitat von Trust_him:Wie oben geschrieben, kann der Blick auf andere auch helfen, sich bewusst zu machen, dass eine Affäre eigentlich nie gut ist. Beteiligter am Betrug eines anderen zu sein, kann zumindest meinem Wertesystem nie das sein, was man eigentlich will.
Lassen wir doch einmal diese ganzen Wertesysteme, Moral etc. bei Seite. Wenn ich von einer dritten Person erwarte, dass sie doch bitte das Wertesystem aktiviert, damit mein Mann nicht fremd geht, gebe ich die Verantwortung in der Beziehung aus der Hand. Für eure Beziehung habt nur ihr zwei Verantwortung, sonst niemand.
Sobald ich als AF mit meinen Gefühlen drin bin, und erfahre - wie ich z. B. - dass die Trennung am Laufen ist, es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann darf ich das ja erst einmal glauben, sozusagen der Glaube an die Liebe. Das ist nichts Verwerfliches.
Wenn der AM jedoch weiß, das ist gelogen, die AF dient doch nur meinem besseren Gefühl und damit ich die Ehe überhaupt noch führen kann, was hilft da ein angebliches Wertesystem adressiert an die AF? Eure Beziehung wird das nicht verbessern, wenn ich die Affäre beende, sondern erst die Auseinandersetzung mit den Gründen.
Denn damit gibst du ja auch die Verantwortung an die AF ab. Das heißt, du erwartest Aktionen von deinem EM und der AF. Meinst du, das Problem, dass ein EM fremd geht, wäre damit aus der Welt geschaffen? Die Ursache, warum er dies tut, warum er sich fremdverliebt? Die Ursache liegt in den meisten Fällen in der Beziehung zwischen EF und EM.
Da das schmerzt, wollen das viele EF nicht wahrhaben und stülpen ihren ganzen Ärger über die AF.
Natürlich sind die Gründe für eine Affäre verschieden, es gibt EM die brauchen Affären für ihr Ego, etc. pp. Aber die möchte ich mal außen vor lassen.
Fazit: die Verantwortung liegt bei jeder einzelnen Person und zwar für sich selbst.
. Aber vom Verstand her war ich mir immer bewusst, dass nicht sie, sondern mein EM verantwortlich ist. Später hatte ich dann Mitleid. Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass sie auch ordentlich Liebeskummer hatte, weil es anders, als für sie gewollt ausging
. Heute kann ich ihr sogar ein kleines Plätzchen im Herzen meines Mannes gestatten, habe auch keine Angst davor, wenn sie sich nochmal über den Weg laufen sollten (das ist aber auch eher unwahrscheinlich). Wenn sie sich wirklich mal eine zeitlang geliebt haben sollten, dann gehört es eben zu unserem Leben
. Meine Ansichten diesbezüglich haben sich im Zuge der Aufarbeitung deutlich verändert.