Oh, vielleicht wird das hier alles jetzt zu OT, aber hierzu würde ich noch gern antworten, bevor ich wieder eher stiller Leser werde...
Zitat von Sunnysideoflife: Deine Situation und Gefühlswelt stelle ich mir auch nicht einfach vor. Liebt man in so einer Situation beide gleich? Was unterscheidet deine Gefühle für diese zwei Männer? Wie lange gibt es deine Zweitbeziehung schon? Ist dein Mann eifersüchtig auf deinen Freund ?
Es ist nicht immer leicht. Ich habe auch schwache Momente, wo ich mich frage, ob das alles richtig ist. Bei mir piekst es auch manchmal, wenn ich höre, was mein Freund mit seiner Frau unternimmt oder wenn mein Mann loszieht. Bin ich eifersüchtig? Nein, nicht wirklich. Eifersucht ist mE Verlustangst. Die habe ich nicht. Meinem Mann geht es ähnlich, er braucht sich keine Sorgen darüber machen, dass ich ihm abhanden komme. Soweit ich weiß piekst es auch bei ihm manchmal, aber wir reden darüber. Und es gehört eben auch dazu, dass man sich seinen eigenen Ängsten stellt und auf den anderen vertraut.
Die Zweitbeziehung existiert jetzt gut zwei Jahre. Ich liebe beide, aber unterschiedlich. Bei meinem Mann ist es eine tiefe gewachsene Liebe nochmal verstärkt dadurch, dass wir unsere Krise zusammen geschafft haben. Bei meinem Freund ist es eine leichte andere Liebe, nichtsdestotrotz ernst. Aber er hat auch eine Ehefrau und eine gefestigte Beziehung. Da mische ich nicht rein und respektiere das. Sollte er mich brauchen, bin ich da. Loyalität! Andersherum genauso.
Zitat von Ema: Ich glaube, was ich nicht verstehe, ist Folgendes:
Wenn ihr euch geeinigt habt und alles in Ordnung ist, wieso bist du dann hier in einem Strang, in dem es um den Kummer derer geht, die in Affären verstrickt sind?
Klingt doch, als wäre alles gut bei dir
Ja, aktuell ist tatsächlich alles in Ordnung. Aber ich bin interessiert an menschlichen Beziehungen, mich interessieren die Dynamiken. Ich verstehe viele (nicht alle) Gefühle und bin auch öfter daran erinnert, wie es mir zu den besch... Zeiten ging, sei es in der Nachaffärenzeit meines Mannes oder meiner anfänglichen Verwirrtheit bei der Öffnung. Vielleicht kann ich mit dem einen oder anderen Gedankengang auch jemandem helfen und ich fühle mich hier im Affärenstrang näher, als im Betrogenstrang. Gelandet war ich hier, weil es auch in meiner Zweitbeziehung manchmal hakelt. Ich gehe ja nicht kalt und abgeklärt durch die Gegend, das Affäregedöns hat auch die eine oder andere Spur in meiner Seele hinterlassen. Ich bin eben auch nur die Summe meiner bisherigen Erfahrungen.