Zitat von MissLilly:Ok, dann sei doch mal so gut und beschreibe doch mal eine solche Schieflage in der Ehe, bei der ein EP soviel Schuld mitträgt, dass es gerechtfertigt wäre ihn mit einer heimlich geführten Affäre zu betrügen und zu belügen.
Mache ich gerne. Aber bitte sei so gut und arbeite an mir nicht deine Wut gegen AMs oder AFs ab. Wie es bei dir war, kann ich nicht beurteilen.
Also:
Sexuelle Wünsche werden nicht ernst genommen. Kommunikationsprobleme werden nicht ernst genommen. Arbeitsteilungen werden nicht ernst genommen. Wenn dann das Thema Trennung im Raum steht, wird die ganze Beziehung von Anfang an in Frage gestellt. Die eigenen Anteile werden negiert und das Wichtigste ist, dass die Ehe im Innen- und Außenverhältnis bestehen bleibt und sich für den einen nichts ändert. Die Affäre steht dann wie ein Elefant im Raum, über den keiner spricht, aber jeder von der Existenz weiß. Die Affäre würde zwar, wenn sie angesprochen werden sollte, nicht tolleriert, aber was nicht angesprochen wird, existiert auch nicht. Versuche, dass beide Partner doch zum Gelingen einer funktionierenden Ehe Sorge zu tragen haben, werden im Streit niedergewalzt.
Wie gesagt, gibt es. Heißt aber nicht, dass es grundsätzlich so ist.
Es würde hier schon genügen, wenn man Erfahrungen einfach mal akzeptiert und nicht diesen EF-Heiligenschein durch den Thread führt.
Allerdings würde ich selbst, und das habe ich ja mit dem Vater meiner Kinder nach 24 Jahren getan, nach obiger Konstellation die Beziehung beenden.
Ich vermute, wenn AMs die Ehe mit einer Frau eingehen, und das darf durchaus als starkes Argument gesehen werden, ist diese Verbindung in den Augen der AMs wohl doch gewichtig im Leben eines AMs, egal wie unglücklich diese Beziehung ist. Ohne dieses "Gewicht" gäbe es die vielen Leidensgeschichten hier nicht.