Zitat von MissLilly:Lieber XY, ich möchte mich bei dir für die wunderschöne Zeit und die vielen aufregenden Momente die du mir gegeben hast bedanken. Ich habe die Zeit mit dir sehr genossen, obwohl du bereits gebunden warst. Einfach weil ich damals selbst noch nicht wirklich wusste wie ich mein Leben leben will. Inzwischen weiß ich allerdings, wie mein Leben fortan aussehen soll und dabei erkannt, dass ich mit dir meine Wünsche, Träume und Ziele niemals werde verwirklichen können.
So sehr ich dich auch mag und dir (zugegeben) lange Zeit regelecht verfallen war, muss ich dir und mir eingestehen, dass ich mich selbst am Ende doch mehr mag und deshalb auch weiß, dass mein Herz mit dir niemals wirklich zur Ruhe gekommen und wahrhaftig glücklich geworden wäre.
Bitte verstehe diesen Text nicht als Aufforderung dich endgültig für mich zu entscheiden, sondern als wohlwollenden Abschied. Wir hatten unsere beste Zeit zusammen und auch wenn ich diese sicher immer in guter Erinnerung behalten werde, so ist sie nun einfach vorbei.
So wie ich dich kennengelernt habe, bin ich mir sicher, dass du meine Entscheidung akzeptieren wirst und es dabei auch belässt. Alles liebe für dich und deine Familie"
Oh Gott, nein: Nicht so!
Mit so einem Text
katapultierst du dich in die komplette Unterlegenheit! Er zementiert im Nachhinein alles, was die TE
nicht will! Ich gehe mal etwas härter darauf ein, um deinem Ansatz ein Gegenmodell entgegen zu stellen, okay?
1. Ein ernst gemeinter Abschied ist kurz und bündig. Das hier ist ein Roman. Klingt wie ein Schlager von Andrea Berg.
2. Wieso ihm auch noch in den A...sch kriechen? "Wunderschöne Zeit"? "Aufregende Momente?" Wieso sein unentschlossenes Affärenverhalten auch noch belobigen? Das klingt doch nur wieder nach Abhängigkeit: Wozu?
3. Die Zeit mit ihm "genossen"? Das ist eine Lüge! Die TE hat unter seiner Unentschlossenheit letztlich doch gelitten! Und er hat das schamlos ausgenutzt, dass sie sich verliebt hat!
4. Der Text soll KEINE Aufforderung, sich endgültig für sie zu entscheiden sein?! Wie sehr kann sein eigenes Setting noch herabwürdigen? Damit entspannt er sich ja noch mehr!
Mein Gegenvorschlag:
1. Schluss machen tut man face to face. Nur schriftlich ist feige! Das Gehirn braucht auch einen möglichst intensiven Schlussmach-Moment in live.
2. Ich würde warten, bis er ein Treffen vorschlägt und mich dann mit ihm VOR einem Cafe/Restaurant treffen (nicht bei mir zuhause! In der Öffentlichkeit!)
3. OHNE ihn vorzubereiten auf das Schlussmach-Gespräch: Es muss ihn eiskalt erwischen! (Damit er sich nicht vorher überlegen kann, wie er sie wieder manipulativ rumdreht!)
4. Vor dem Cafe würde ich dann sagen mit Blick in seine Augen:
"Das mit uns passt für mich nicht mehr. Ich hab keine Lust mehr, nur deine Sxaffäre zu sein. Ich wünsche mir eine feste Beziehung mit einem treuen Mann, mit dem ich exklusiv leben kann. Mit dir klappt das nicht. Daher halte ich es für sinnvoll, wenn wir diese Lügensch...ße ab jetzt lassen. Es ist auch K...cke für deine Frau."Wenn er dann: Beschwichtigt, wütend wird, whatever - kühl, respektvoll und klar bleiben. Härter sein. Nicht versöhnlich. Die Tür
wirklich schließen.
"Du kannst nichts mehr tun, um mich jetzt noch zu halten, Christian (beispielhaft, seinen Namen nennen). Deine Zeit ist abgelaufen. Meine Geduld mit dir am Ende."Keine Umarmungen mehr, kein Geschwafel, kein dämlich romantisches Blabla: "Oh, es war ja SO schön mit dir!" Es war eine Sxaffäre, er hat sie ausgenutzt, jetzt ist sie aufgewacht - Ende der Story.
Je kühler sie rüber kommt, je knapper das Gespräch läuft, je günstiger. Maximal 10 Minuten - sie sollte auf die Uhr schauen.
5. Ab diesem Schlussmach-Moment darf sie auf nichts mehr, was er tut, schreibt, sagt, schwafelt, reagieren.
Packt sie das zu diesem Zeitpunkt?
Ich fürchte, sie braucht noch Zeit.