wolke99
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Zitat von Ema:Was ist das, dass man nicht selbst die Beziehung beenden möchte, sondern stattdessen hofft, dass der andere es irgendwann tut? Will man dadurch dem schlechten Gewissen entgehen? Den Schuldgefühlen? Will man nach außen hin (Freunde, Bekannte, Verwandte) nicht der Böse sein, der die Familie verlässt?
Das sind vor allem konfliktscheue Menschen. Wodurch auch immer sie so geworden sind. Meistens kommt es aus der Kindheit und weiteren Lebenserfahrungen. Das ist aber keine Seltenheit. Viele Menschen gehen so durchs Leben. Nicht mal immer böswillig gemeint. Sicherlich liegt es auch daran nicht der Buhmann sein zu wollen. Wenn man anderen die Entscheidung überlässt, und diese entpuppt sich als Fehler, dann kann man die Schuld von sich schieben. Ist immer fein raus. Ich kenn auch so jemanden der wirklich für rein gar nichts Verantwortung übernimmt. Er kommt damit ganz gut durchs Leben, aber ob das gut ist ist die andere Sache.
Zitat von Missu:Was seine EF betrifft, hat er erzählt von Ekelgefühlen ihr gegenüber, dass sie sich gehen hat lassen, nicht mehr hübsch sei und ihre Art wie ein Oberfeldwebel bei der Bundeswehr, sie hat auf jeden Fall die Hosen an. Er hatte sich immer beschwert über ihre gemeine Art und dass sie ihn fertig macht. Dass er am liebsten hätte, sie würde jemand anderes finden und ihn rausschmeißen. Schon krass, dass sie ihn behalten will, obwohl sie weiß, dass er ne andere liebt oder es zumindest so schreibt. Er muss doch ne Menge Überzeugungsarbeit geleistet haben, dass er in seinem Haus bleiben darf. Das ist alles so krank und enttäuschend.
Auch das kenne ich. Also sogar von beiden Seiten aus gesehen. Ich weiß selbst, wie es ist sehr lange mit jemandem zusammen sein, obwohl schon gar keine Anziehung und nichts Partnerschaftliches mehr da ist.
Nicht mal mehr viel Harmonie. Es ist in diesem Fall vor allem die lange Zeit, das Erlebte, das Aufgebaute und die Verantwortung die einen noch zusammen halten. So etwas gibt es also wirklich.
Aber ich kenne es auch anders, also dass extra solche Schauergeschichten erfunden werden, damit die AF bleibt und wartet. Frauen lügen was das angeht übrigens weniger als Männer habe ich festgestellt.
Wenn Frauen sagen, dass zu Hause keine Harmonie mehr ist, keine Liebe, dann ist es meistens auch wirklich so. Bei Männern sieht es doch schon öfters anders aus.
Wie es bei deinem AM wirklich aussieht weiß nur er.
Wer weiß ob er seiner EF wirklich die Wahrheit gesagt hat. Sogar wenn, es ist so dass Affäre sehr oft von Ehepartnern verziehen werden. Aus Liebe oder u.a. auch aus Abhängigkeit (finanziell, matieriell, emotional).
Es gibt Ehefrauen die genau wissen, dass ihr man ständig fremd geht, aber sie halten an dem aufgebauten Leben, der finanziellen Absicherung etc. fest. Oft haben sie auch keine andere Wahl. Manche schauen deshalb auch einfach weg und tun so als wüssten sie nichts von den Affären.
Die EF deines AM wird erstmal froh sein, dass er geblieben ist. Und er, dass er bleiben durfte.
Mit der Zeit wird sich zeigen, ob das für beide auch wirklich ein Gewinn ist.