shedia2
Gast
Zitat von acoma:Genau solche Aussagen belegen um was es geht.
Affäre in der Ehe, der Affärenpartner spingt ab, was passiert, es wird zurückgerobbt, weil man ist "aufgeschmissen", wenn der Gatte der 2.0 Ehe nicht zustimmt.
Das ist hier 1 Aspekt, etliche andere klingen ähnlich, diese Ehen,... stehen auf den Fundamenten der Weckrufe durch eine Affäre, ich bin mit mir daccord, Fassade, die jetzt mehrere Überspachtelungen erfährt, dennoch der Schwamm im nächsten Jahr wieder durchdringt, weil das Mauerwerk nass ist.
Ja klar, ist unsere Ehe wie ein altes vergammeltes Haus mit nassem Mauerwerk. Wir sind jetzt beide um die 60 und kennen uns seit fast 40 Jahren. Wir haben so viele Stürme überstanden und dazu noch das Erdbeben meiner Affäre, das uns einige Risse beschert hat, die wir seitdem jedes Jahr wieder zuspachteln. Trotzdem ist diese Ehe unser zu Hause. Wo sollten wir denn auch jetzt noch hin? Alte Bäume verpflanzt man nicht.
Nee, auch wenn ich gerade heute wieder völlig erschöpft und am Ende bin, weil der Alltag mich gerade wieder vollends überfordert und weil die Risse in unserem Haus mal wieder keinen Schutz vor Wind und Wetter bieten. Ich bleibe hier und sorge für mich und meinen Mann, so wie es sich gehört. Ab und zu träume ich noch vom AM, so wie man von einem alten romantischen Film träumt, den man mal gesehen hat. So surreal fühlt es sich jedenfalls inzwischen an.
Und doch weiß ich, dass nichts davon jemals echt war. Es war ein Traum, den er in mir geweckt hat und dem ich mich allzu gern hingegeben habe. Im wahren Leben wären wir längst sang und klanglos untergegangen, der AM und ich.
Mein Mann und ich aber sind noch da. Unser Haus steht noch. Und vielleicht blüht in unserem Garten irgendwann nochmal die rote Rose, die wir vor so vielen Jahren da gepflanzt haben. Vielleicht sogar schon bald, in unserem Urlaub im September am Meer. Vielleicht haben wir da nochmal ein paar schöne Stunden voller Glück und fühlen uns wieder jung zusammen am Strand.
Das ist eine berechtigte Hoffnung, die sich schon einige Male in der Vergangenheit erfüllt hat. Diese Hoffnung ist jedenfalls realer, als die nach einem AM, der zwar schöne und betörende Lügen verbreitet hat, die aber eben zerplatzten wie Seifenblasen in der Sonne. Dafür bin ich inzwischen zu alt. Ich brauche Beständigkeit und mein Mann auch. Und deshalb bleiben wir in unserem alten Haus und übertünchen die Risse in den Wänden, solange wir noch die Kraft dazu haben.