Renama
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Klar, es ist leicht aus der Entrüstung heraus zu verurteilen:
Die Affäre ist mitverantwortlich, dass die Beziehung so kacke ist.
Die Affäre ist mitverantwortlich, dass Betrogene sich mies fühlen.
Die Affäre ist mitverantwortlich, dass überhaupt betrogen wird.
Teer und Federn herbei.
Aber läuft das auch umgekehrt? Nein.
Es gibt kein Danke und Pralinen für jene Affären, die Beziehungen stabilisieren in Krisenzeiten.
Für all jene, die durch die Affäre und deren Aufarbeitung zu einer vertieften und verbesserten Beziehung beigetragen haben.
Da spricht auf einmal keiner mehr von der Mitverantwortung der Affäre.
Oder all jene, denen es erst durch/mit Affäre gelingt, sich aus miesen Beziehungen zu lösen, um anschließend andere glücklichere Partnerschaften führen zu können.
Ob die Beteiligten zu kreuzigen oder zu belobigen sind, weiß ich erst retrospektiv.
Viele andere hier besitzen offenbar Glaskugeln oder Emotionsringe, die ihnen Aufschluss geben über die Befindlichkeiten der Betrogenen und über den Ausgang der Geschichte (tiefe Verletzung, Schmerz, traumatisierte Kinder usw.) und wie dann die Handlungen der einzelnen zu beurteilen sind.