Zitat von Haeschen: So sehe ich hier manche trudeln, nicht imstande Affäre als das einzugruppieren was sie ist.
Nur, dann sollte man weniger klagen, denn wenn man etwas verändern KANN, es aber nicht TUT, dann erübrigt sich für mich jegliches Wort.
Sehe ich anders. Nur weil man derjenige ist, der es überhaupt verändern könnte, also in der Position ist, ist das nicht gleichbedeutend mit es auch verändern können. Veränderungen und die Umsetzung dieser brauchen für die meisten von uns Zeit. Und sie gelingen einfach nicht jedem, oder eben nicht jedem zu jeder beliebigen Zeit. Zwischen Entschluss und Eintritt der Veränderung können Wochen, Monate oder Jahre liegen, je nach individueller Situation.
Wo ich Dir schon zustimme, hier im Forum sehen wir mehrheitlich, so scheint es, Affären, in welchem der ungebundene Part alle Handlungskompetenz auf den gebundenen Part überträgt. Ein Warten darauf, daß der andere tätig wird. Ein Warten darauf, daß der andere sich trennt. Je nach Konstellation wird zwar immer mal wieder mit Schlußmachen gedroht, aber viele, nicht alle, Affären sehen darin weniger Selbstermächtigung als Druckmittel.
Fehlende Selbstermächtigung fällt einem eigentlich immer auf eine gewisse Art und Weise auf die Füße.
Ich glaube, daß es wichtig ist, insbesondere als ungebundener Affärenpartner sich immer wieder bewusst für oder gegen den Verbleib in der Affäre zu entscheiden.
Zitat von Samuel15: Du entscheidest Dich AKTIV für eine Affäre. Du bist da nicht "irgendwie reingerutscht". Das würde nämlich bedeuten, dass Du willenlos gegenüber Personen wärst. Und das willst Du sicherlich nicht sein. Ergo geht es mal darum mit seinem inneren Emotionen reinen Tisch zu machen und mal in der Tat emotionalen Quotienten zu beweisen. Der beginnt nämlich bei einem selbst. Also kannst Du Dir den herablassenden Blödsinn des "Oh, Du bist aber nicht empathisch, weil Du mir was sagst, das ich nicht hören will" sparen.
Immer diese Schwarz-Weiß-Denke. Ich glaube beides ist wahr. Meiner Lebenserfahrung nach "rutschen" viele Affäre führenden Menschen zunächst in eine solche Situation. Am Anfang wird einfach die eigene Fähigkeit die Situation kontrollieren zu können massiv überschätzt und da es für viele dann doch das erste Mal ist, fehlen auch Erfahrungswerte und es gibt nun mal Dinge, die man sich nicht gut vorstellen kann, bevor man sie nicht selbst erlebt hat.
Ist man dann hinein gerutscht, kommt die Frage der aktiven Entscheidung zu tragen. Und an der Stelle kommt es oft erneut zu einem Irrtum, weil dann doch viele Affäreführenden glauben, es handle sich dabei, um eine irgendwie geartet partnerschaftliche, also eine gemeinsam zu fällende, Entscheidung.
Zitat von Füchsin83: Ich hatte vorher noch nie eine Affäre und kann somit nicht vergleichen. Aber es wird ja einen Grund haben, warum ich mir mind einen (ggf. gab es in der Vergangenheit auf anderen Ebenen ebenfalls noch weitere Kandidaten) nicht verfügbaren Mann "ausgesucht" habe.
In diese und ähnliche Fragen stecke ich zur Zeit sehr viel Gehirn hinein
Super wichtige und sehr, sehr gute Frage. My personal two cents, Beschränkung kann auch eine befreiende oder entlastende Komponente haben.