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Zitat von Lotte08:Es ist doch müßig, darüber zu diskutieren, wie eine Affäre beendet wird. Je nach Ausgestaltung des Ganzen würde ich schon aus rein menschlicher Sicht mehr oder weniger Erklärung erwarten. Ist es nur eine reine (kurze?) 6-Beziehung, dann erwarte ich tendenziell eher wenig bis keine Erklärung/Gespräch, je ...
es geht doch gar nicht um eine Affäre selbst, die nach einer Beendigung Probleme hervorruft, wie eine Affäre an den Start kam, egal wie eine Affäre endete, egal wer eine Affäre beendete.
Es geht um die Sachlagen VORHER, bevor es überhaupt zur Affäre kam. VORHER gab es schon persönliche Probleme - sowohl bei Betrüger/innen, als auch bei AF/AM. Diese vorherigen Problemstellungen werden meist sehr gern gar nicht mehr in Erwägung gezogen. Denn - durch eine Affäre werden diese Problemstellungen nicht mal gänzlich aus der Welt geschafft, sondern lediglich ausgeblendet, lediglich verdrängt...dessen bin ich mir sicher.
@Felica
Da stimme ich dir zu, dass nach einer Affäre ein langer Prozess startet, egal mit welchem Ausgang. Nicht alle Prozesse führen allerdings zum erhofften Ziel - nämlich dann, wenn Frau/Mann sich nicht selbst den Wahrheiten stellt, die sich nun mal zwangsläufig ergeben.
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Ich bin mir sicher, dass durch Affären noch sehr viel mehr Persönliches ans Tageslicht kommt, als Frau/Mann wirklich lieb sein kann. Und wer sich dann bereit erklärt, die eigenen Anteile eigenen Lebens zu durchforsten, wird sich letztlich wundern, warum auch die eigenen Anteile an einer Affäre in einer Aufarbeitung die wichtigste Rolle spielen und NICHT die Anteile, die in einer Affäre steckten und auch nicht die Anteile, warum eine Affäre wieder beendet wurde.
Die persönlichen Angelegenheiten, die VOR einer Affäre lagen, sind für mich mit die wichtigsten überhaupt - weil sie die Auslöser für Affären darstellen. Ursachen für eine Affäre liegen VOR den Affären. Leider wird nur dem Symptom (die Affäre) in der Aufarbeitung Rechnung getragen.
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Nach einer Affäre ist es schwierig, wieder in die Spur zu kommen. Das betrifft übrigens jede erdenklich Lebens-/Sinnkrise. Frau/Mann kann sich daran ergötzen, oder Frau/Mann stellt sich den Themen. Zeitweises Handauflegen ist okay, jammern und klagen auch. Wattebäuschchen sind auch zeitweise okay. Aber i-wann steht der Weg an, um aus der Lebens-/Sinnkrise herauszukommen.
Affäre als Lebenskrise? Wat für ein Blödsinn! Wa?
Das Sammelsurium der vorherigen persönlichen Probleme und den Problemen nach einer Affäre ist es doch, was diese Lebenskrise AUCH ausmachen kann/ausmacht.
Wie viele schimpfen auf die Affäre "an sich"!? Irgendwie ist das paradox! Oder? Liebeskummer nach einer Affäre zu haben, okay. Wie sah es denn VOR der Affäre aus? Welcher Kummer lag denn da vor? WAS führte explizit zu einer Affäre? Doch eher irgendein Entzug/Vorenthalten VOR einer Affäre.
Also - in Sachen Affäre führt für mich ein Weg nur über einen selbst. Wer sich wieder selbst zu spüren/zu fühlen ermöglicht, macht sich auf einen weiten Weg. Und DER Weg lohnt sich meist, wie viele Posts in diversen Affären-Threads beweisen. Nur.... für diesen weiten Weg gibt es keine Muster, keine Blaupausen. Und...das wird Frau/Mann selbst zu entscheiden haben, ob der Weg zu sich selbst angetreten wird.
Aus anderen Bereichen meines Lebens weiß ich das - es kommt immer mal wieder zu Rückschlägen, Verzweiflung macht sich breit, es wird alles verflucht. Und wer den Weg als Ziel sieht, wird sich wundern, wie nebensächlich eine Affäre werden kann, wenn das Vorherige aufgearbeitet ist, was nicht zwangsweise "ab der Wiege"/Kindheit/ Jugendzeit erfolgen muss.
