Elfie1
Gast
1. Der Warmwechsel: Den wünschen sich wohl die meisten verliebten Affärenmenschen. Er setzt aber voraus, dass gebeichtet wird. Was dann folgt ist das Ende der Ehe oder Hauptbeziehung mit entsprechendem Rosenkrieg. Betrogene Ehepartner sind für den Scheidungsvorgang die denkbar schlechtesten Gesprächspartner. Sie werden kämpfen um jeden Cent, um jede Untertasse und leider auch um die Kinder. Da bleibt in aller Regel kein Auge trocken. Die neue aus der Affäre entstandene Beziehung wird entsprechend belastet sein. Nicht umsonst enden nur 5% aller Affären in dieser Variante. Und ich behaupte mal, die wenigsten davon überstehen dieses Tauziehen langfristig. Tatsächlich habe ich ein solches Warmwechselpaar in unserem Bekanntenkreis. Den Hauptpreis für dieses zweifelhafte Glück haben die Kinder bezahlt. Die leben jetzt in dieser Patchworkfamilie und jedes von ihnen hat seine eigenen Schwierigkeiten. Schulprobleme, Depression, Jugendstraftaten. Sucht euch was aus. Von rosaroter Wolke 7 kann in dieser Familie jedenfalls keine Rede sein.
2. Das Beichten: Das war mein Weg und zwar schon sehr früh. Mit dem Beichten war aber auch die Affäre sofort beendet. Es blieb ein verletzter Ehepartner, ein geschockter Affärenpartner, der sich sofort zurück zog und ich. Ich war tief traumatisiert, am Ende meiner Kräfte und brach in einer schweren Depression zusammen. Dass unsere Ehe das überlebte ist in erster Linie meinem Mann anzurechnen. Es folgten schwere Jahre der Aufarbeitung. Heute ist unsere Ehe 2.0 wieder stabil. Ich bin es aber immernoch nicht. Ich bin noch immer in psychiatrischer Behandlung und muss Antidepressiva nehmen. Ich bin nicht mehr der Mensch von damals und werde es nie wieder sein. Trotzdem ist unsere Variante für mich alternativlos. Nur 50 % aller Ehen überstehen diese Krise. Gott sei dank gehören wir dazu.
3. Das heimliche Auslaufen: Da kenne ich tatsächlich eine Frau, die das mit ihrem damaligen AP so gehandhabt hat. Irgendwann war es einfach vorbei. Ich habe mich mit dieser Bekannten oft ausgetauscht. Sie war nicht wirklich verliebt in ihren AM. Es war rein sexuell und es ging in erster Linie um das Abenteuer. Auch wurde von beiden Seiten die Hauptbeziehung nie in Frage gestellt. Diese Bekannte lebt immernoch in ihrer Ehe, die ich als Zuschauer als sehr kalt und unausgeglichen erlebe. Meine Bekannte ist mit ihrem Mann in keinster Weise auf Augenhöhe. Sie verhält sich unterwürfig und ist vollständig finanziell von ihrem EP abhängig. Er ist der Macho schlechthin. Kein sehr sympathischer Zeitgenosse. Der einzige Trumpf, den seine Frau in den Händen hält ist das Wissen, dass sie ihn betrogen hat. Möglicherweise gibt ihr genau das die Kraft, diese Ehe zu ertragen. Meins wäre das nicht.
Alles keine schönen Varianten. Versteht ihr, was ich meine? Nochmal: Lasst den sch. einfach sein!