Zitat von RonjaR:Ob es sich ausschließlich um Spielernaturen handelt, wie oben beschrieben, weiß ich nicht. Ich denke, man sollte grob zwei Affärentypen unterscheiden: A) der notorische Fremdgänger B) der einmalige Fremdgänger Bei A) handelt es sich vermutlich wirklich um einen Spieler-bzw Suchttyp, der -wie der Name schon sagt- ...
Wie kommt es denn zu B? Meistens wird das ja zunächst mal gefördert und befeuert, bevor es die große Liebe werden kann.
Und heißt einmalig, dass er hätte können, aber nie wollte, weil die EF über allem stand? Und nun ist da plötzlich diese andere Frau? Die alles in den Schatten stellt?
Das gibt es sicher. Aber man erlebt doch oft genug, dass es Menschen gibt, die aufgrund einer neuen Liebe ihr altes Leben hinter sich lassen und neu anfangen. Das ist nicht so selten. Warum tun es dann Langzeitaffärenführer/innen nicht?
Und heißt einmalig das erste Mal in der Ehe? Weiß man, ob derjenige nicht schon vorher sehr wankelmütig Beziehungen geführt hat. Partner ausgetauscht hat, es aber halt nicht so viele Verbindungen gab und einfacher war. Wer weiß denn schon genau, wie das früher beim anderen gelaufen ist. Man kennt nur die Seite des Partners. Nicht die aller Exen. Selbstverständlich und zum Glück vertraut man seinen Worten zunächst.
Die Frage ist nur, ob da immer schon viel verdrängt wurde, man sich als Opfer sah und nie wirklich reflektiert wurde.
Setzt sich ja keiner hin und sagt der Next: "Früher hatte ich ständig wechselnde Beziehungen, manchmal auch parallel wechselnd, weil mir schnell fad wird und es mir keine Recht machen konnte. Du scheinst anders zu sein, ich habe jetzt das Alter um eine Familie zu gründen, hoffentlich klappt das mit uns, wir werden sehen. Vermutlich liegts aber an mir, nicht an den Partnern, gleich mal vorab zur Info."
Eher so: "Die hat nur rumgestresst." "War sexuell nicht so." "Die Eltern/Freunde gaben mir nie eine Chance." "Es hat nicht gepasst, aber wir waren halt jung." Prima noch, wenn man selbst betrogen wurde und das als Grund nennen kann.
(Ich kannte mal ein Paar, er hat sie echt mies behandelt. Sie war lange Zeit verliebt und hat vieles ertragen. Dann lernte sie einen anderen Mann kennen, verliebte sich und traf sich ein paar Mal mit ihm bevor sie ihren Ex verließ. Er sah das als Betrug an ihm an. Wie er sich so aufführte, wurde einfach verdrängt.)
Und selbst wenn man selbst gemerkt hat, dass da oft was hin und her ging, wird es doch gern auch unter "austoben" abgelegt.
Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht. Man kann Menschen nur vor die Stirn gucken und einen Vertrauensvorschuss geben.
Es gibt da das Sprichwort: Man lernt einen Menschen nicht kennen, wenn man ihn zum ersten Mal sieht. Sondern beim letzten Mal.