Hallo Arnika,
danke erst mal für deine Beitrag. Alle Dinge die du hier aufführst sind für mich absolut plausibel und von Anfang an Bestandteil meiner Überlegungen. Ich bin weder naiv noch ein lahmarschiger Nerd

. Ich hab (sicher viel zu lang) ein Rolle gespielt, das hat hiermit aber letztlich nichts zu tun.
Zitat von Arnika:Du bist mE also nicht in der Nummer des bald guten Freundes oder gefährlichen Verführers, sondern in der Rolle des Bemitleideten, zu dem man eben nicht allzu streng sein will, um ihn nicht zu verletzen, und der deshalb halt ein paar Brotkrumen Aufmerksamkeit bekommt.
Als Verführer hab ich mich hier nie gesehen, das habe viele hier offenbar gern hineinintepretiert. Ich will sie nicht verführen. Ich weiß das ich das gar nicht kann. Hab ich auch nirgends behauptet...
Ich denke aber auch, dass hier mehr als nur Mitleid im Spiel ist. Ich denke schon da ist auch eine gewisse Freundschaft, auf der man aufbauen kann. Nicht mehr, selbstverständlich, das ist mir klar. Wie umfassen das ist/sein kann wird sich finden. Ich habe da keine festen Erwartungen. Woher sollte ich die auch nehmen?
Zitat von Arnika: Merke: Das sind deine Gedanken und nicht ihre. Sie hat nicht die Verantwortung dafür, weil sie dich alle paar Jahre mal gesehen hat. Und sie wird diese Verantwortung auch nicht dauerhaft übernehmen wollen, die du ihr aufstülpen willst. Alles Gute!
Ich will ihr überhaupt keine Verantwortung aufstülpen. Warum auch? Ich möcht eigentlich nur 2 Dinge:
- Herausfinden was es mit meine Gefühlen auf sich hat, diese verstehen udn entsprechen einordnen
- Herausfinden ob und in welchem Umfang sich daraus eine Freunschaft ergeben kann. Auch hier habe ich keine spezifischen Erwartungen.
Zitat von Arnika:Er hadert offenbar irgendwo mit seinem bisherigen Lebensverlauf und ich bin wohl in seiner Gedankenwelt eine Art Zauberfee. Allerdings hadern viele mit ihren Lebensentscheidungen, bekommen nicht, was sie sich wünschen, sind nicht so erfolgreich, so begehrt, so sorgenfrei wie als Teenie erträumt - also ist das jetzt auch kein außergewöhnliches Drama.
Sicher, es gibt bei mir, wie sicher jedem Menschen der ehrlich ist, Lebensentscheidungen, die man rückwirkend betrachtet anders getroffen hätte. Genauso gibt es solche, die man genauso wieder treffen würde, wie die für meine Frau, als Beispiel.
Zitat von Arnika: Kann es sein, dass du zu wenig Verständnis in deinem Leben hast - bekommst als auch gibst?
Ja und nein. Als Kind und Jugendlicher habe ich defintiv zuwenig echtes Verständnis erfahren, speziel in meinem Elternhaus. Das hat sich aber mittlerweile geändert. Ob ich genug gebe, kann ich selbst schlecht beurteilen, aber ich denke schon.
Zitat von Arnika:Ich sei so großartig und sein Leben wäre viel besser und erfolgreicher verlaufen mit mir an seiner Seite, ich hätte ihn mehr unterstützt, gefordert und was weiß ich nicht alles als seine Frau. Mit dieser führe er zwar an sich eine glückliche Ehe, aber und eigentlich...
Das kam mir bezüglich meiner Schulfreundin eher weniger in den Sinn. Ich bin glücklich mit meiner Frau, und das will ich auch so erhalten. Ich will einfach meine ungeklärten Gefühle verstehen und einordnen. In den ungeklärten Gefühlen sehe ich eine reale Gefahr für
meine Beziehung, nicht für die Ihre. Dann erledigen sich viele Fragen von selbst, denke ich. Und was spricht dagegen, eine (unrealistische) Fantasie durch eine reale Freundschaft zu ersetzten.
Zitat von Arnika:Die echte Arnika hat mit "seiner" Arnika zwar Ähnlichkeit, aber ist wohl eher ein eindimensionales Abziehbild als ein echter Mensch mit Haut und Haar. An nervige Angewohnheiten von mir wird er wohl kaum denken, wenn er sich mit mir in seine Fiktionen träumt, vermutlich bin ich allezeit eine Bombe im Bett, immerzu fair, mutig, stark und verständnisvoll, und wenn mal zickig, dann süß dabei. Ähnlich wie Will Riker oder Deanna Troy doch sehr einfach gestrickte Figuren, denn echte Menschen sind.
Darum geht es mir doch letztlich. Ich weiss, das meine Bild von Ihr sehr lückenhaft ist.
Übrigens: Will Riker und Deanna Troy als reine Kunstfiguren habe ich hier nicht gezielt ins Spiel gebracht, als alter Trekkie nehme ich nur grundsätzlich Figuen aus Startrek als Nickname.
Wenn ich die reale Person er-(kenne), wird der Sockel, auf sie ich sie gestellt habe, sicher schnell zerbröseln. Und dann relativieren sich die Gefühle auch schnell von selbst und wenn dann unterm Strich Freundschaft überbleibt, dann ist das gut. Wenn nicht, dann auch. Darum geht es, nicht darum den Traum künstlich am Leben zu halten und zu befeuern.
Wenngleich mir da eine dauerhafte Freundschaft als outcome lieber wäre. Aber wie gesagt, ich habe da keine festgezurrten Erwartungen.
Also, ich denke ich kann da Realität und Fantasie schon auseinderhalten.
Auch wen es manchmal sicher etwas herausfordernd ist, da meine Gefühle mit mir im Moment ganz schön Schlitten fahren.
