Zitat von Arnika: Wieviel Zeit und wieviel Verständnis soll sie investieren, damit du dich so fühlst, wie du es für angemessen empfindest? Meinst du nicht, das ist durchaus egomanisch gedacht?
Ich bin sicher, das kann und wird sie selbst entscheiden. Und mir auch klar kommunizieren.
Zitat von Arnika:Stell dir vor, sie trennt sich von ihrem Mann. Würdest du sie ohne Hintergedanken trösten? Könntest du als Freund für sie da sein, ohne, dass es sich auf deine Ehe auswirkt? Wie sollst du das freundschaftlich stemmen können? Stell dir vor, sie verliebt sich neu und erzählt ihrem "guten Kumpel" von ihren Glücksgefühlen, dem fantastischen 6, mit Herzchen in den Augen. Würdest du dich für sie freuen? Denn nur dann bist du ein Freund. Wenn nicht, dann willst du dich nur aus rein egoistischen Gründen in ihrem Glanze sonnen, an sie ranpirschen und das Beste für dich rausklauben.
Ja, das könnte theoretisch ein Problem sein. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, das ich das dann auch rein freundschaftlich handhaben könnte. Kann man sich da 100 %-ig sicher sein? Ich denke nicht. Aber ich müsste in diesem Fall sicher sehr darauf achten was ich sage und tue.
Und ganz ehrlich, man kann darüber nachdenken was passiert wenn sie sich von ihrem Mann trennt, oder wenn sich meine Frau von mir trennt. Das ist aber in meinen Augen Überprävention und irgendwie nur das Herbeireden einer Situation die vielleicht nie oder vielleicht irgendwann eintritt. Und was in 5, 10 oder 20 jahren ist, kannst letzlich keiner vorhersehen.
Man kann nur unendlich spekulieren was sein könnte, aber macht das Sinn?
Sicher kann man da etwas konstruieren. Mal angenommen wir haben keinen Kontakt und in 5 oder 10 Jahren (wir treffen i.d.R. alle 5 Jahre), treffen wir uns und stellen fest, das wir beide allein sind, aus welchen Gründen auch immer. Was wäre dann? Gute Frage. Aber alles spekulativ und aktuell ohne jede Bedeutung.
Mir geht es um das Hier und Jetzt!
Zitat von Arnika:Mit jemandem, der in einen verliebt ist, kann man keine Freundschaft haben, weil man seine Gefühle verletzt, wenn man ehrlich zu ihm ist und weil man bei keinem Trost und Ratschlag weiß, ob sich da nicht eigennützige Gründe dahinter verstecken. Und wenn du ehrlich bist, dann willst du doch nicht nur mit ihr befreundet sein. Das warst du erstens nie, und zweitens will man mit niemandem nur befreundet sein, in den man verliebt ist. Erst, wenn du null Freude dabei empfindest, wenn sie dir von einer Ehekrise berichten würde, bist du ein Freund.
Ok, das ist deine Ansicht. Ich kann das nicht ganz so eng sehen. Ich behaupte auch nicht das es immer einfach ist, das zu trennen. Dann würde ich nicht um Rat fragen. Die Entscheidungen darüber wie ich handle, muss ich sowieso allein treffen und verantworten.
Aber sollte nicht sie entscheiden ob und in welchem Umfang sie Freundschaft zulässt. Das kann ich nicht entscheiden und du auch nicht.
Wenn sie sich dagengen entscheidet, muss ich das allerdings dann auch akzeptieren. Punkt.