Zitat von juliet:auf den ersten Seiten schriebst du, dass du trotz der Ehe mit deiner Frau ja nie aufgehört habest zu suchen, und dass diese Schulfreundin praktisch all das verkörpere, was du immer gesucht habest! Jetzt möchtest du, dass beide Frauen sich begegnen. Warum? Pusht das dein Ego? Wenn zwei tolle Frauen sich um dich bemühen? Oder möchtest du, dass sich damit eine Polyamore Beziehung ergibt? Oder möchtest du, dass deine Ehefrau sagt: oh ja, die Frau ist wirklich toll, jetzt verstehe ich dich! und damit ist deine Schwärmerei weiterhin legitimiert?
Sehr direkt, und beim Lesen verständlich. Das Problem liegt aber anscheinend woanders. Das ist mir gestern nach entsprechenden Rückmeldungen meiner Schulfreundin aufgegangen.
Ich hatte ein Vermutung schon irgenwann in der Mitte des Threads geäußert, war mir da aber nicht sicher. Ich war eigentlich der Meinung, das ich (sinngemäß) folgendes geschrieben habe:
Hallo Leute, ich hab ein kleines Problem und suche Hilfe. Ich habe mich vor x Jahren in eine Mitschülerin verliebt und bekomme das nicht aus dem Kopf. Ich suche Wege, dieses Gefühl endlich loszuwerden/aufzulösen, weil es mich langsam stört. Ich möchte meine Gefühle wieder dahin konzentrieren können, wo ich sie eigentlich haben will, bei meiner Frau.
Mit meiner Mitschülerin möchte ich mich nur ab und zu mal angenehm unterhalten, ohne ständig irgendwelche unpasseden Gefühle für sie zu empfinden. Ich habe darüber auch schon mir ihr gesprochen und sie will auch absolut nichts von mir, ausser sich vielleicht ab und zu mal nett zu unterhalten. Wie bekomme ich das am besten hin?
Geschrieben habe ich aber offensichtlich was ganz anderes. Und das hat mich erschreckt.
Ich glaube das da mein Unterbewusstsein noch krampfhaft an eine Fantasie festgehalten hat, während ich mir auf rationaler Ebene eigentlich sicher war, das Problem schon im Griff zu haben. Warum das passiert ist, weiß ich nicht. Wichtig ist jetzt eher das zu erkennen um gegenzusteuern.
Ich wollte hier weder was mit meiner Schulfreundin anfangen, noch das meine Frau irgend etwas legitimiert. Denn da gibt es schlicht und ergreifend nichts zu legitimieren...
Zitat von juliet:Ergänzung: ich wünsche dir wirklich (ohne jede gehässigkeit) , dass deine ehefrau jemanden findet, mit dem sie sich seelisch und eventuell auch körperlich stark verbunden fühlt, so dass du tatsächlich am eigenen Leibe erleben und mithin deine theorie in bezug auf eine polyamore lebensweise einmal emotional adjustieren kannst ...
vielleicht ist das ein notwendiges korrektiv, dessen du bedarfst?
Wie schon gesagt ist das eine reine Fantasie/Idealvorstellung, und als solche eigentlich harmlos. So habe ich das auch mit meiner Frau besprochen. Hier kam es aber offenbar, ohne das ich das beabsichtigt hatte, zur Vermischung von Fantasie und Realität, ohne das ich das erkannt habe.