Zitat von Sascha17:Im schlimmsten Fall (wie bei mir) kann das alles eine ziemlich lange und schmutzige Angelegenheit werden. Da sollte man die Kinder raus lassen.
Ich staune immer wieder darüber, wie erwachsene Menschen nach einer Trennung teilweise miteinander umgehen. Natürlich ist eine Trennung nahezu immer mit Schmerz sowie Enttäuschung verbunden, aber das man deshalb den anderen Menschen (Expartner/in) das Leben wirklich nur noch so schwer wie möglich bzw. zur Hölle macht, das kann ich dann doch nur in ganz vereinzelten Fällen nachvollziehen. Aber das sind dann die echt krassen Beispiele, wo eine Trennung für einen der Beteiligten zur Befreiung wird.
Aber unabhänging davon, steht eines für mich zweifelsfrei fest, wenn Kinder im Spiel sind, dann sollte man diese so wenig wie möglich mit der Trennungssituation belasten und sie niemals zwischen die Stühle setzen. Wenn erwachsene Menschen nach der Trennung nicht mehr würde- sowie respektvoll miteinander umgehen können, dann sollten sie es zumindest auf der Elternebene versuchen. Das Wohl des Kindes / der Kinder sollte und muss immer die absolute Priorität haben.
Wir alle kennen doch wohl die innerliche Frage, wie konnte sich mein Partner/meine Partnerin nur für jemand anderes entscheiden und mir so etwas an- bzw. mir so sehr weh tun?
Die Antwort ist zwar schwer zu akzeptieren, aber sie ist relativ einfach. Niemand hat einen Besitzanspruch auf einen anderen Menschen, also auch in einer Beziehung nicht und jeder Mensch (auch ein Partner) hat das Recht, sich jederzeit für einen neuen Lebensweg zu entscheiden bzw. die bisher getroffene Entscheidungen zu korrigieren (Partnerschaft, weitere Zukunft, Beruf usw.). Diese Worte wirken jetzt vielleicht etwas locker niedergeschrieben, aber ich weiß natürlich selber wie schwer es ist, bis man diese Tatsache irgendwann einmal akzeptiert.
PS
Wir alle sind die Autoren unserer ganz persönlichen Lebensgeschichte und deshalb schreiben wir diese Geschichte tatsächlich nur ganz alleine. Eine unstrittige Tatsache ist dabei, dass wir gewisse Entwicklungen in unserem Leben nicht vorhersehen, nicht aufhalten und nicht verhindern können. Aber wir können dennoch eines tun, immer versuchen, das Beste aus Alledem zu machen.
Ich kann, ich will und ich werde auch niemals verstehen, wie man seine Partnerin/seinen Partner mit Kindern zurück- bzw. sitzen lassen kann. Diesbezüglich verstehe ich ebenso wenig, wie sich manche Elternteile einfach so aus der Pflicht nehmen können, nur weil ihnen gerade einfällt, dass sie lieber doch ein einfacheres bzw. besseres Leben führen wollen oder weil die Hormone gerade wieder verrückt spielen.
VG Holzer60