Zitat von Caecilia: Meine Kinder haben ja - im Gegensatz zu Deinen, deren Verhalten ich total nachvollziehbar finde - ihrem Vater überhaupt keine Vorwürfe gemacht (zumindest habe ich nichts davon mitbekommen), richten sich nach ihm, wenn er sie treffen will etc.. D.h. er musste nie Angst haben, dass der Kontakt abreißt. Ist schon irgendwie komisch, andererseits bin ich auch froh, dass sie guten Kontakt haben - schließlich hat ihr Verhältnis zu ihrem Vater nichts mit meinem zu tun und ein guter Kontakt zu beiden Elternteilen ist in (fast) allen Fällen besser als ein schlechter oder gar keiner. Davon bin ich nach wie vor und trotz allem überzeugt.
Hallo, meine Kinder richten sich zwar nicht nach ihm, weil der Kontakt geregelt ist (alle zwei Wochenenden dort), aber die Tendenz geht bei uns für meinen Geschmack auch etwas zu sehr nach seiner Nase. Unsere Trennung war Ende Januar (ich wurde verlassen, passiv, so fühlte ich mich auch) und die Kinder sind jetzt 9 und 15. Die Kinder müssen meiner Meinung nach viel schlucken, haben bei meinem Ex (der ja zu seiner Freundin und ihren 3 Kindern gezogen ist) keinen Platz. Wenn seine Freundin (er wird wahnsinnig, weil ich sie so nenne und nicht beim Namen) ihm etwas für das Papawochenende schenkt, eine Veranstaltung wie er es nennt, dann sind die Kinder abgemeldet. Mein kleiner Sohn hat ein paar Nächte jetzt in den Ferien dort schlafen dürfen, weil die anderen Kinder nicht da waren (das vorherige Nichtdürfen geht von mir aus. Er soll einen Platz einrichten, damit sie nicht aufgeschichtet schlafen). Er ist immer zu spät ins Bett gekommen, war total fertig und wollte trotzdem noch eine Nacht beim Papa bleiben. Diese war aber die letzte Gelegenheit, mit der Freundin eine Nacht allein zu verbringen, bevor sie zu den Kindern gefahren ist. Plötzlich fand mein Ex es spontan besser, wenn er sich bei mir mal ausschläft. Ich konnte nicht Nein sagen, denn mein Sohn saß heulend daneben. Ich hasse meinen Ex dafür. Nie hätte ich mein Kind wieder mit dorthin geschickt, aus Prinzip, weil es seine Zeit ist. Aber nur ich scheine es übel zu nehmen, er kommt damit durch. Ein kleiner selbstsüchtiger Teil in mir wünscht sich eine Quittung für dieses Verhalten.
Zitat von Caecilia: Mich finden meine Kinder, glaube ich, nicht so "toll" wie ihren Vater bzw. eher langweilig. Ich glaube, sie denken auch, dass ich durch mein "Nicht-so-cool-Sein", "Nicht-so-hübsch-Sein", "Nicht-so-schlagfertig/witzig-Sein" ..., daran schuld bin, dass ihr Vater sich anderweitig orientiert hat. Kann ich nicht ändern und muss ich mit leben.
Das hört sich traurig an. Ich selbst habe auch solche Gedanken, und momentan ist er tatsächlich der Spaßpapa und ich diejenige, die dafür sorgt, dass sie auch mal ausruhen. Dort geht die Post ab und bei mir gibt es Regeln. Ich glaube, der Große ist dankbar, wie es bei mir ist. Der Kleine ist mit dem kleinen Sohn der neuen Freundin befreundet. Waren sie schon vor der Trennung.
Hoffentlich wirkt sich sowas nicht darauf aus, wie die Kinder später mit ihren Partnern umgehen.