@Seneca22
Zitat von Seneca22: Der Thread “In Affäre verliebt trotz Ehe” sollte imo umbenannt werden in
“In Affäre verliebt wegen Ehe”.
Denn die vermeintlich (übergrosse) Verliebtheit zur Affäre, ergibt sich aus dem Fakt der Stammbeziehung. Es sollte sich mtw herumgesprochen haben, dass sich diese starke Verliebtheit aus der speziellen Situation der Affäre ergibt. Mit anderen Worten, wäre die TE ungebunden, wäre der Hormon dro gencocktail zur Person des Affärenführers ein anderer und weniger stark.
Was für ein gequirlter Mist.
Jetzt platzt mir dann doch der Kragen. Ich muss sagen, mir stößt es schon seit langem irgendwie auf, dass einige hier jegliche emotionale Hinwendung außerhalb einer Ehe/langjährigen Partnerschaft auf einen hormonell bedingten quasi-Dro genrausch runterbrechen. Und was sind dann die Gefühle INNERHALB einer langjährigen festen Partnerschaft? Keine biochemischen Vorgänge? Sondern?
Ihr, die ihr so argumentiert, macht es euch verdammt einfach. Der/Die fremdgehende Partner*in ist nicht Herr/Frau seiner/ihrer Sinne, quasi nicht zurechnungsfähig, denn er/sie leidet unter Hormonausschüttungen, die die Einsichtsfähigkeit in die Beurteilung dessen, was sie SELBST empfinden, aufheben. Nein, Liebe kann das nicht sein, niemalsnicht, das sind nur Wallungen, ihr müsst es ja wissen. Man KANN ja gar niemanden lieben, mit dem man nicht mindestens jahrelang in einer Partnerschaft lebt, besser noch gemeinsame Kinder/Haus/Hund/Hof und vor allem Alltag hat. Und Affären sind auch keine Beziehungen, da geht es ausschließlich und nur um 6ex und ums Pushen des Egos.
Ich hab mit ein- und demselben Mann nun drei verschiedene Phasen durch: Heimliche Affäre, als wir beide noch gebunden waren, offizielle Beziehung nach Trennung von beiden Partnern, nun emotionale Affäre, in der ich ungebunden bin. Meine Gefühle ihm gegenüber waren und sind die gleichen. Meine Gefühle ihm gegenüber hatten und haben nichts mit meinem (Noch)Mann zu tun, sondern allein mit der Person und Persönlichkeit dieses Mannes. Sie wären nur schlicht nicht möglich gewesen, hätte ich meinen Mann als Partner noch geliebt.
Und selbstverständlich führte und führe ich auch mit diesem Mann eine Beziehung - keine feste, keine, die eine Zukunft hätte, aber das sind auch keine zwingenden Voraussetzungen für eine Beziehung. Wann immer ich eine Verbindung zu einem Menschen eingehe, die von einer gewissen Dauer und Intimität geprägt ist, gehe ich mit dieser Person eine Beziehung ein. Auch eine bloße 6ex-Beziehung ist im übrigen was? Richtig, eine Beziehung.
Irgendwie empfinde ich dieses reflexhafte Beschwören und Beschreien eines angeblich alles vernebelnden Hormondro gencocktails als beschränkt und ignorant.