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Verliebt in jemanden, der verheiratet ist

H
Zitat von Ubermetal:
Mein Eindruck ist auch, dass der TE die verheiratete Frau anbaggert, daher ist der Hinweis oben schon berechtigt. Würde die Frau ihm deutliche Signale senden, würde er natürlich sehr gerne den nächsten Schritt machen. Sonst würde er ja nicht so viel darüber grübeln, warum sie sich von ihm anfassen lässt obwohl ...

Ähm, ich baggere sie, wie gesagt, überhaupt nicht an und von Anfassen gegen ihren Willen kann überhaupt nicht die Rede sein.

Im Gegenteil, sie ist es ja, die immer mit geöffneten Armen auf mich zukommt und mich umarmt. Ansonsten berühre ich sie nicht mal "zufällig" am Arm oder so.

Ja, ich bin sehr verliebt in sie, aber ich trage das nicht nach außen. Ich mache ihr keine Komplimente, flirte nicht mit ihr, rufe sie nicht an, schreibe ihr keine eindeutigen Nachrichten und auch die Häufigkeit meiner Nachrichten beschränkt sich auf 1-2 Nachrichten die Woche. Und selbst beim Schreiben geht die Initiative oft von ihr aus.

Was tue ich also Schlimmes? Ja, ich bekenne mich des Verbrechens schuldig, in eine vergebene Frau verliebt zu sein.

Aber ich tue wirklich aktiv rein gar nichts und mische mich nicht in ihre Ehe ein. Klingt paradox, aber selbst wenn sie den nächsten Schritt machen würde - ich will keine Affäre. Das habe ich einmal durchgemacht und will das nie wieder.

Ehrlich gesagt kann ich gar nicht nachvollziehen, wie manche diese Quälerei oft jahrelang durchhalten.
Ich bin da damals nach 2 Wochen ausgestiegen. Ich musste es tun, aus Selbstschutz.

Sie müsste sich also schon konkret von ihrem Mann trennen, bevor da irgendwas läuft zwischen uns.

Und ja, natürlich wünsche ich mir, sie für mich haben zu können, ihr nahe zu sein, aber das ist doch nur menschlich und verständlich in meiner Situation. Niemand kann mir erzählen, dass er / sie in meiner Situation nicht dieselben Wünsche hätte.

Das Entscheidende ist, wie man mit diesen Wünschen umgeht. Die einen gehen voll in die Offensive ohne Rücksicht auf Verluste und die anderen (so wie ich) lieben eben im Stillen und tragen das nicht nach außen.

Sicher, ich hätte es gar nicht erst soweit kommen lassen dürfen, aber was da geschieht, wurde mir erst klar, als es schon längst zu spät für mich war.

x 1 #211


ElGatoRojo
Zitat von hopelesslove7:
Was tue ich also Schlimmes? Ja, ich bekenne mich des Verbrechens schuldig, in eine vergebene Frau verliebt zu sein.

Naja, "Verbrechen"? Aber klar ist dir ja doch, dass es eine zweifelhafte Situation ist.

x 2 #212


A


Verliebt in jemanden, der verheiratet ist

x 3


L
Zitat von hopelesslove7:
Hab meiner Schwester davon erzählt und sie hat mir erneut dazu geraten, meinen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen. Also wie bereits ...

Du bist die geplante Affaire

x 1 #213


U
Jetzt schreibst du, du machst aktiv gar nichts.

Oben schreibst du, dass du mit deiner Schwester Pläne machst und mir im Januar sprechen möchtest.

Für mich ist da ein Widerspruch.

Möchtest du näher darauf eingehen, was du im Januar genau mit ihr besprechen möchtest?

Ihr erklären, dass du Abstand zu ihr halten wirst?

Oder doch eher deine Liebe zu ihr gestehen in der Hoffnung, dass sie dir ein positives Signal (oder vielleicht sogar mehr) gibt?

Diese Frage ist vielleicht für den weiteren Verlauf dieses Threads nicht ganz unwichtig. Macht aber nur Sinn, wenn du bereit bist, dir selbst gegenüber ehrlich zu sein.

x 3 #214


U
mir im Januar

ich meinte natürlich: mit IHR im Januar

#215


Atomicblue
Zitat von hopelesslove7:
Ähm, ich baggere sie, wie gesagt, überhaupt nicht an und von Anfassen gegen ihren Willen kann überhaupt nicht die Rede sein.

Im Gegenteil, sie ist es ja, die immer mit geöffneten Armen auf mich zukommt und mich umarmt. Ansonsten berühre ich sie nicht mal "zufällig" am Arm oder so


Vielleicht „Baggerst“ Du nicht aktiv aber Du schmeichelst ihr. Alleine schon weil Du ihr diese Aufmerksamkeit schenkst.
Und sie scheint gegen diese Schmeicheleien nichts zu haben.

Warum sonst trifft sie sich mit Dir, was soll diese Umarmerei?

Wo ist ihr Mann?

Ihr Verhalten hat etwas von „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“

Sie spürt deine Zuneigung genau, sie genießt die Schmeicheleien und fühlt sich begehrt.

Aber sie wird sehr wahrscheinlich nicht so schnell aus ihrer ehelichen Komfortzone ausbrechen.

Sei bitte vorsichtig.

x 6 #216


H
Nein, meine Gefühle werde ich ihr sicher nicht gestehen, zumindest sicher nicht in der Art wie "Du ich bin total verliebt in Dich, wie sieht's bei Dir aus?"

Planen kann man so ein Gespräch sowieso nicht. Das hab ich am Weihnachtsmarkt gemerkt - da hatte ich mir auch vorgenommen, mal vorsichtig nach ihrem Mann zu fragen, aber es ist dann eben ganz anders gekommen.

Vielleicht wäre dafür im Jänner auch eine gute Gelegenheit. Denn wenn sie da voller Enthusiasmus von ihm spricht, brauche ich gar nicht erst weiter über meine Gefühle sprechen - da würde ich mich nur blamieren und lächerlich machen.

Und wenn sie dem Thema ausweicht, kann ich euch ehrlich gesagt auch noch nicht sagen, wie ich das Gespräch fortführen werde. Ich muss das einfach auf mich zukommen lassen.

Richtig wäre, wie geplant (und von meiner Schwester angeraten), den geordneten Rückzug anzutreten. Ich tue mir da halt extrem schwer - wenn wir gerade super miteinander reden und Spaß haben, dann bin ich mir eben nicht sicher, ob ich die ganzen Themen wieder vertage auf's nächste Treffen.

Aber da komm ich halt auch wieder in so eine Endlosschleife Traurig

Es ist halt eine total besch.... Situation Traurig Gefühle können echt brutal sein und das Schlimme ist, dass man sie nicht mit einem Schalter einfach ausschalten kann. Die totale Achterbahnfahrt.

x 1 #217


H
Zitat von Atomicblue:
Vielleicht „Baggerst“ Du nicht aktiv aber Du schmeichelst ihr. Alleine schon weil Du ihr diese Aufmerksamkeit schenkst. Und sie scheint gegen diese Schmeicheleien nichts zu haben. Warum sonst trifft sie sich mit Dir, was soll diese Umarmerei? Wo ist ihr Mann? Ihr Verhalten hat etwas von „Wasch mich, aber mach ...

Tja, Du hast natürlich recht. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass sie meine Aufmerksamkeit und Nähe mag, denn sonst würde sie sich nicht regelmäßig zu zweit mit mir treffen und auch nicht diese körperliche Nähe zulassen.

Wie gesagt, von ihrem Mann hat sie bisher nicht aktiv erzählt, weil sie immer nur in Ich-Botschaften spricht. Und selbst habe ich das Gespräch auch noch nicht in diese Richtung gelenkt.

x 1 #218


ElGatoRojo
Zitat von hopelesslove7:
Wie gesagt, von ihrem Mann hat sie bisher nicht aktiv erzählt, weil sie immer nur in Ich-Botschaften spricht.

Sie ist auf jeden Fall ein wenig schräge unterwegs in Beziehung zu dir. Ob sie nur ein wenig bewundert werden will, das ist eben die Frage. So ganz korrekt ist ihr Verhalten offenbar nicht

x 5 #219


U
Da du bereits in sie verliebt bist gibt es keinen dritten Weg mehr.

Entweder du ziehst dich zurück. Dann aber klare Kante, weil alles andere wird dich kaputt machen.

Oder du nimmst sie weiter in den Arm, hast deinen Spass mit ihr und redest dir weiter ein, dass das alles ok ist, weil du ja (angeblich) gar nichts aktiv machst.

Ich empfehle dir (wie offenbar auch deine Schwester) die erste Variante. Vermute aber, da wird eher ein monatelanges herumeiern, mit dem du ihr Ego polierst, aber am Ende eine kalte Abfuhr bekommst.

Und vielleicht denkst du in 15 Jahren nochmal an diese Geschichte, wenn du selbst verheiratet bist und deine (zukünftige) Frau dir gesteht, dass sie eine Affäre am Arbeitsplatz hat.

x 6 #220


S
Ich kann die schwarz/weiß Denkmuster vieler Antworten nicht nachvollziehen.
Auch in einer Ehe/Beziehung werden nicht immer alle Bedürfnisse oder Wünsche erfüllt. Lernt man neue Menschen kennen, können diese manche der Wünsche oder Bedürfnisse „besser“ oder überhaupt erfüllen. Auch in einer Partnerschaft kann man Lust am Kennenlernen neuer Menschen haben, man kann andere attraktiv oder spannend finden, man kann sich körperlich oder emotional zu anderen hingezogen fühlen. Wie weit diese Gefühle reichen und ob und wie man diesen nachgehen will oder kann, variiert.
In Bezug auf den TE kann dies also sehr wohl heißen, dass sie Gefühle für ihn hat, ob freundschaftlich oder romantisch. Dies heißt natürlich nicht, dass sie deshalb unglücklich in ihrer Ehe ist oder diese aufgeben möchte. Vielleicht ist sie auch oder nicht gleichermaßen verliebt.
An den TE gerichtet: Du musst dir vor Augen führen, dass sie nach dem Treffen zu jemanden nach Hause kommt, dass sie ein Leben und ein Alltag mit jemanden anderen teilt und vielleicht die Sehnsucht nach Kontakt nicht gleichermaßen teilt (egal ob freundschaftlich oder romantisch).
Das heißt aber nicht, dass sie deine „Aufmerksamkeit“ nur ausnutzt, sondern dass du ihr vielleicht tatsächlich etwas geben kannst, was ihr Mann ihr nicht geben kann. Vielleicht sind dies aber nur 10% und die anderen 90% erfüllt ihr Mann?
Du solltest den Schutz deiner Gefühle an erster Stelle stellen und nicht hoffen, dass sie (irgendwann) genauso fühlt wie du und ihren Mann verlässt. Du solltest aus Schutz deiner Gefühle, möglichst bald den Plan umsetzen, ihr zu sagen, dass es für dich etwas „mehr“ ist.
Wenn Sie dann aufrichtig ist, wird sie diesen Wunsch respektieren und dir entweder sagen, dass sie so oder nicht genug für dich empfindet oder sich zurückziehen, um sich über ihre Gefühle zu dir und zu ihrem Mann klar zu werden.
Dies funktioniert aber nur, wenn kein Kontakt besteht, da ihr sonst in eine Affäre rutschen würdet.
Auch solltest du in den Gesprächen mit ihr nicht so tun, als ob ihr Mann nicht existieren würde. Du hättest fragen sollen, ob sie alleine oder mit ihrem Mann im Urlaub war. Du wolltest die Stimmung oder die (geteilte) Illusion der Zweisamkeit aber nicht stören. Hiermit belügst du dich dann leider selbst. Du könntest in jedem Fall schon einige Schritte weiter sein, und müsstest dich nicht mit Ungewissheit quälen.
Man verliert so auch nicht sein Gesicht oder macht sich schuldig, denn du würdest so ja Verantwortung für deine Gefühle ihr gegenüber übernehmen. Momentan machst du dies leider nicht, da du Angst vor ihrer Antwort und letztlich der Realität hast. Deine Gefühle und ihre Ehe im Kontakt zu ihr auszublenden, bedeutet nicht, heroisch Rücksicht auf ihre Ehe zu nehmen, sondern so zu tun, als ob der Kontext in dem
ihr euch begegnet keine Rolle spielen würde.
Ich wünsche dir, dass du bald mehr Klarheit hast und dich nicht so mit deinen Gefühlen quälen musst.

x 5 #221


H
Zitat von Sabrina907:
Ich kann die schwarz/weiß Denkmuster vieler Antworten nicht nachvollziehen. Auch in einer Ehe/Beziehung werden nicht immer alle Bedürfnisse oder Wünsche erfüllt. Lernt man neue Menschen kennen, können diese manche der Wünsche oder Bedürfnisse „besser“ oder überhaupt erfüllen. Auch in einer Partnerschaft ...

Hallo!

Vielen Dank für Deine tolle Antwort! Smile Sie enthält soviel Wahrheit und auch vieles von dem, über das ich mir insgeheim auch schon Gedanken gemacht habe.

Ich werde auf alle Fälle versuchen müssen, meine Gefühle zu schützen und im Jänner dann mehr Klarheit in diese Geschichte reinzubringen. Auch wenn diese Klarheit mir vielleicht sehr weh tun wird Traurig

x 1 #222


Waris07
@hopelesslove7

Mir fällt auf, wie konsequent das Thema ihre Ehe bei dir ausgeblendet bleibt.
Du weißt rational, dass sie verheiratet ist – aber alles, was diese Tatsache konkret und greifbar machen würde, scheint keinen Platz zu haben: ihr Mann, ihr gemeinsamer Alltag, ihre Geschichte, ihre Verpflichtungen.
Dieses Weglassen wirkt nicht zufällig. Es schützt etwas.

Solange ihre Ehe abstrakt bleibt, kannst du sie als freie, emotionale Projektionsfläche erleben – nicht als Frau, die in ein bestehendes Leben eingebunden ist. Und solange du diese Realität nicht näher an dich heranlässt, musst du dich auch nicht mit den Konsequenzen auseinandersetzen.

Dass sie selbst dieses Thema kaum oder gar nicht öffnet, passt dazu. Auch für sie wäre es unbequem, ihre Ehe und ihr Leben mit ihrem Mann zu thematisieren – denn das würde die Spannung, das Besondere, das Unausgesprochene zwischen euch stören. Und genau diese Spannung scheint bereits im Hintergrund vorhanden zu sein und einen Teil der Dynamik auszumachen. Klarheit würde hier nicht verbindend, sondern eher entzaubernd wirken – von euch beiden wohlgemerkt.

Vielleicht liegt genau hier der blinde Fleck:
Ihr haltet beide etwas bewusst unscharf, weil die Verbindung in dieser Schwebe emotional am intensivsten ist.

Was dabei zusätzlich auffällt: Du beschreibst die Situation nach außen hin oft sehr vorsichtig, fast harmlos – gleichzeitig tauchen in deinen Worten bereits Vorstellungen darüber auf, wie es sein könnte, wenn sie sich so oder anders verhalten bzw. handeln würde.
Das wirkt wie eine innere Verschiebung. Nach außen wird relativiert, während innerlich bereits Zukunftsbilder entstehen. Und genau hier wird es weniger unverbindlich, als es zunächst klingt.
Das macht die Situation nicht harmlos – auch wenn sie sich im Moment so anfühlen mag.
Denn eine Verbindung, die nur funktioniert, solange zentrale Teile der Realität ausgeblendet bleiben, hat immer einen Preis – für alle Beteiligten, auch für dich.

Vielleicht bemerkst du selbst, welche Anteile der Realität ihr beide bewusst oder unbewusst ausblendet – und wie sehr genau diese Unschärfe die Verbindung lebendig hält.
Es wirkt fast so, als würde die besondere Spannung davon leben, dass manches unausgesprochen bleibt, und dass ihr beide in dieser Schwebe eine Art Blase schafft, in der alles besonders intensiv erscheint.

Letztlich zeigt sich darin genau das Muster, wie Affären ihren Anfang nehmen, ihren Weg bahnen und funktionieren – lange bevor es zu körperlichen Begegnungen oder (Gefühls-)Geständnissen kommt: intensiv, spannend, aber nur solange zentrale Teile der Realität ausgeblendet bleiben.

x 8 #223


U
Nehmen wir mal an, sie würde deine Gefühle erwidern.

Willst du wirklich eine Frau aus der Ehe lösen? Sie bei dem Allem, was dazu gehört begleiten? Trennungsgespräche mit ihrem Mann, Unsicherheit, Tränen, Stress mit Anwälten, die Angst, sie wird bei jedem Streit zwischen Euch wieder zum Ex zurückgehen (der vielleicht auch mal Alk. bei Euch vor der Türe stehen wird), Unterhaltsthemen, Betreuungsfragen. Ist es das wirklich, was du willst?

Oder reicht dir schon eine kleine Affäre. Ein bißchen Spass nebenbei mit einer reifen Frau, die von ihrem Mann nicht genug Zuwendung bekommt und die dich als Egopush benutzt, aber immer darauf schaut, dass der Mann ja nichts von eurem Techtelmächtel mitbekommt?

Was genau erhoffst du dir davon?

Glaubst du, dass du sie als strahlender Held aus dem Ehegefängnis befreist, mit ihr in die untergehende Sonne reitest und ihr glücklich bis ans Ende der Tage im Schmetterlingsgefühltraum lebt?

Wenn du den (aus meiner Sicht völlig richtigen) Rat deiner Schwester berücksichtigen würdest und dich zurückziehen würdest, bräuchtest du nicht bis Januar zu warten. Den Entschluss kannst du sofort treffen auch ohne An- oder Aussprache. Auch wenn es schwer fällt.

x 5 #224


C
Zitat von Waris07:
@hopelesslove7 Mir fällt auf, wie konsequent das Thema ihre Ehe bei dir ausgeblendet bleibt. Du weißt rational, dass sie verheiratet ist – aber alles, was diese Tatsache konkret und greifbar machen würde, scheint keinen Platz zu haben: ihr Mann, ihr gemeinsamer Alltag, ihre Geschichte, ihre Verpflichtungen. ...

Ein toller Beitrag! Du fasst in Worte, was ich bei dieser (und ähnlichen) Geschichten oft denke, aber irgendwie nie formuliert bekomme.
Zitat von hopelesslove7:
weil sie immer nur in Ich-Botschaften spricht.


Zitat von Sabrina907:
Auch solltest du in den Gesprächen mit ihr nicht so tun, als ob ihr Mann nicht existieren würde. Du hättest fragen sollen, ob sie alleine oder mit ihrem Mann im Urlaub war. Du wolltest die Stimmung oder die (geteilte) Illusion der Zweisamkeit aber nicht stören. Hiermit belügst du dich dann leider selbst.

Ja - gerade dieses Sprechen von sich selbst als "Ich" (wo klar ist, dass es "Wir" wäre) ist sehr typisch für (beginnende) Affären-Konstellationen. Damit wird die Realität ausgeblendet bzw. "so definiert, wie sie einem gefällt".

@hopelesslove07: Daran sieht man schon, dass eure Treffen auch von ihrer Seite keine "normalen" unter FreundInnen/Bekannten sind: In diesem Fall würde man doch, wenn man in einer Ehe lebt, schon ohne darüber nachzudenken immer mal wieder vom Partner erzählen: "Am Samstag waren wir im Baumarkt ...", "Nächste Woche müssen wir zu Schwiegers ...", "Mein Mann ist total erkältet" ... TBC. Sie spart das Thema bewusst und auf eine "unnatürliche" Art aus, du natürlich auch.

Mein Tipp, wie sie reagieren würde, wenn du sie nach ihrem Mann fragen würdest (und zwar relativ unabhängig davon, wie es wirklich um die Ehe bestellt ist):
"Ganz schwieriges Thema, Hope. Wir waren einfach sehr jung, als wir zusammenkamen, und haben uns auseinanderentwickelt. In Gesprächen haben wir einfach nicht mehr diese Tiefe, die ich mir wünsche. Uns ist beiden klar, dass die Ehe nur noch auf dem Papier existiert, eine Zweckgemeinschaft ist. Ich denke, X hat nebenher auch schon jemand anderen. ..."

x 1 #225


A


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