Zitat von Hansl: Mich würde interessieren ob es Menschen gibt, die dies schon psychotherapeutisch angegangen sind. Inwieweit und in was für einer Art und weiße sowas behandelbar ist.
Hallo Hansl,
ich berichte gerne:
Emotionale Abhängigkeit hat oft auch mit Selbstliebe zu tun.
Das Gesamtpaket wird in einer ambulanten Therapie oder stationären psychosomatischen Reha angegangen. Es reicht aber nicht, nur eine Reha oder nur eine Therapie zu machen, sondern das braucht mehrere Aufenthalte und auch Zeit.
Einen Therapeuten in einer Reha, die ich zweimal besuchte, hab mir besonders geholfen.
Es sind kleine Schritte, die mit jeder Therapie und jeder Erfahrung gestärkt werden.
Bis man wirklich da ist, wo man sich wünscht, braucht eben Erfahrung und Zeit.
Wenn man sagt, geh in eine Therapie, ist das noch lange nicht der Schlüssel zum Glück. Wichtig ist, aktiv selber auch an sich zu arbeiten, auch zuhause in seiner gewohnten Umgebung.
Für mich ist Therapie, egal in welcher Form, was tolles, um sich selber kennenzulernen und sich zu stärken, was man im Leben möchte und was man eventuell noch lernen kann.
Fehler macht man natürlich weiterhin, aber man lernt mit jedem Fehler wieder etwas

Die psychosomatische Reha finde ich persönlich am effektivsten, da es auch die körperorientiere Bewegungstherapie gibt. Das findet in einer Gruppe statt und man hat Gruppenarbeit und lernt dadurch, wie man auf andere Menschen wirkt. Auch wird gemalt, was man in einer Situation malerisch empfindet. Viele Tränen sind immer geflossen.
Es gibt dann dann noch eine Therapie dort, die dazu dient, in eine Stadt zu gehen, fremde Menschen anzusprechen und wenn es nur nach der Uhrzeit zu fragen gilt.
Auch eine Verhaltenstherapie ist ganz sinnvoll, um herauszufinden, warum man mit sich Probleme hat.
Es ist harte Arbeit, an sich zu arbeiten und man muss sich das auch zutrauen, Gefühle, die sonst verschlossen waren, preis zu geben, sich zu öffnen.
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Einblick verschaffen.
L G Pinkstar