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Vernunft oder Gefühle

Baumo


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Ach da gibt es ja schon jemand.
Ok. Was ist der Grund warum du nicht rüberwechselt? Ganz ehrlich?
Weil die neue nicht dein Leben organisiert?
Weil die neue dir kein finanziell interessantes Leben bietet?
Weil du mit der neuen nicht diesselben rituale hast?
Weil dir bei der neuen die Bequemlichkeit fehlt?
Weil die alte auch in schlechten zeiten zu dir hält und die neue vielleicht nicht?

04.05.2021 17:20 • #31


DEFCON

DEFCON


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Zitat von Baumo:
Ach da gibt es ja schon jemand. Ok. Was ist der Grund warum du nicht rüberwechselt? Ganz ehrlich? Weil die neue nicht dein Leben organisiert? Weil die neue dir kein finanziell interessantes Leben bietet? Weil du mit der neuen nicht diesselben rituale hast? Weil dir bei der neuen die Bequemlichkeit fehlt? Weil die ...


Ist doch vollkommen legitim. Machen die meisten Frauen auch so.

04.05.2021 18:06 • #32



Vernunft oder Gefühle

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DEFCON

DEFCON


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Das Wohl der Kinder geht vor und die brauchen feste Bezugspersonen.

04.05.2021 21:23 • x 1 #33


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von DEFCON:
Das Wohl der Kinder geht vor und die brauchen feste Bezugspersonen.

In der die Kinder eine Beziehung vorgelebt bekommen, die rein pragmatisch ist? Kinder spüren ob Mama und Papa sich lieb haben oder nur noch aus der Pflicht heraus eine Familie spielen.

Gestern 08:26 • #34


MissLilly

MissLilly


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Zitat von DEFCON:
Das Wohl der Kinder geht vor und die brauchen feste Bezugspersonen.


Für mich persönlich geht das Wohl meiner Kinder nicht nur vor, sondern genießt die absolute Priorität in meinem Leben!
Die Frage ist also nur was man unter dem "Wohl der Kinder" genau versteht bzw. wie man es für sich definiert.

Ich bin daher immer wieder erstaunt wie viele Menschen glauben, dass eine gelungene Erziehung von Kindern und deren glückliche Kindheit darin besteht, wenn ihnen Mutter und / oder Vater ein warmes Dach über dem Kopf bieten, ihnen ausreichend Nahrung und Körperhygiene zukommen lassen, ab und an mit ihnen spielen, Trost spenden wenn sie hinfallen und sich verletzten, sie bei Hausaufgaben unterstützen, ihre Geburtstage schön ausrichten und ihnen zum zu Bett gehen eine gute Nacht Geschichte vorzulesen.
Für mich persönlich gehört aber noch weitaus mehr dazu, um das Ziel erreichen zu können - das ist es zumindest was ich mir für meine Kinder wünsche- nämlich sie eines Tages in ein selbständiges Leben zu entlassen, indem sie sich im Umgang mit anderen Menschen sicher, geborgen und angekommen fühlen können!
Was Vertrauen, Liebe, Sicherheit und Geborgenheit angeht lernen die Kinder weniger dadurch das ihre Eltern täglich eine Art Excell Tabelle abarbeiten, sondern anhand von ECHTEN Emotionen innerhalb einer Liebesbeziehung zwischen ihren Eltern.

Gestern 09:37 • x 4 #35


DEFCON

DEFCON


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Zitat von MissLilly:
Für mich persönlich geht das Wohl meiner Kinder nicht nur vor, sondern genießt die absolute Priorität in meinem Leben! Die Frage ist also nur was man unter dem "Wohl der Kinder" genau versteht bzw. wie man es für sich definiert. Ich bin daher immer wieder erstaunt wie viele Menschen glauben, dass eine ...


Deswegen werden so viele Väter entsorgt.

Gestern 11:23 • #36


MissLilly

MissLilly


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Zitat von DEFCON:
Deswegen werden so viele Väter entsorgt.


Absolut richtig und nebenbei bemerkt leider auch sehr viele Mütter ....

aber ich sehe schon...du hast mich nicht verstanden oder aber meinen letzten Satz nicht richtig gelesen :

Zitat von MissLilly:
sondern anhand von ECHTEN Emotionen innerhalb einer Liebesbeziehung zwischen ihren Eltern.


Die Betonung lag auf dem fettgedrucktem....

Gestern 11:28 • #37


Cos2k

Cos2k


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Wieder einmal danke für eure offenen und ehrlichen Rückmeldungen.

Grundsätzlich glaube ich schon, dass ich mich auch in den letzten Jahren verändert habe. Gerade was meine "ich mach es mit mir aus"-Haltung angeht. Ich versuche wirklich offener zu sprechen, Leuten denen ich vertraue auch mal zu offenbaren wie es mir wirklich geht.
Ich bin (leider) ein Mensch der in Teilen seines Lebens nur 1 oder 0 kennt. Wenn ich mich für etwas entschieden habe, dann stehe ich da bedingungslos dahinter und tue alles was mir möglich ist.
Wenn ich aber an einem Punkt bin, und da bin ich mit den Gefühlen für meine Frau, wo ich einfach nicht mehr dahinter stehen kann, dann bin ich passiv und investiere da nicht mehr, weil ich denke "bringt ja eh nix".
Gefährliche Einstellung, das ist mir bewusst.
Unabhänging von einer dritten Person, habe ich schon länger die Gedanken, dass die Gefühle für meine Frau nicht mehr zurück kommen, vermutlich weil ich mich unterbewusst damit arrangiert habe und es irgendwo auch nicht mehr will.

Weil das Thema "Kalkül" aufkam;
ich halte mich tatsächlich für einen Menschen der nicht berechnend/manipulativ unterwegs ist.
Natürlich möchte jeder Mensch so genommen werden, wie man halt ist. Ich glaube das ist normal. Genauso wie es normal ist, sich im Laufe der Jahre zu ändern/anzupassen. Und damit meine ich nicht, sich selbst sonst wie zu verbiegen. Das halte ich für falsch und würde ich im Gegenzug auch niemals von jemandem einfordern.
Ich werde meinen Charakter auch für einen anderen Menschen nicht ändern, das geht mir völlig ab.
Entweder man kommt klar mit mir, oder nicht. Grundsätzliche Wesenszüge ändert man nicht.

Meine Affäre weiß das ich verheiratet bin und zwei Kinder habe. Sie war selbst bis vor ~2 Monaten in einer Beziehung und hat diese aber beendet, weil Sie mit dem Umstand in Richtung ihres Ex-Partners nicht mehr klar gekommen ist.
Sie weiß, dass die Kinder immer Teil meines Lebens sein werden und auch das ich kein "alle zwei Wochenenden"-Daddy sein möchte.
Das ist ein Umstand den Sie bereit ist mit zu tragen bzw. es zu versuchen. Garantien gibt es natürlich keine.
Ja, aber einem gewissen Punkt sind wir beide sicherlich sehenden Auges in diese Situation gelaufen, mit dem Bewusstsein das dies das Ende einer Partnerschaft bzw. Ehe sein kann.
Das allein sagt für mich schon viel aus. Wir haben es nicht beendet obwohl uns beiden klar war, dass dies nicht gut ausgehen kann und es viel Leid geben kann/wird. Für andere und/oder für jeden von uns selbst.

Meine Frau hat mittlerweile sehr klar, dass die Ehe zu Ende sein kann. Wahr haben will sie es aber nach wie vor nicht. Für sie ist eine Trennung aus div. Gründen keine Option. Sie will dieses Familienkonstrukt aufrecht erhalten.
Zur Not auch so weiter machen wie es bisher ist. Ohne Gefühle/Emotionalität meinerseits.
Etwas, was ich niemals vermutet habe bei meiner Frau und ich auch erst in den letzten Wochen lernen musste.
Sie hat glaube ich einiges versucht, hat auf gewisse Dinge geachtet. Ich würde ihr also niemals vorwerfen, dass sie nichts unternommen hat. Hier bin ich ganz klar das Problem.
Ich bin mittlerweile auch nicht mehr zugänglich für Offerten, das habe ich ihr auch gesagt. (Nicht das hier etwas mal passiert wäre von ihrer Seite aus). Ich brauche das nicht mehr (und das hat null! mit der Anderen zu tun). Ich habe es vorher auch jahrelange ohne ausgehalten und ich habe keine Lust mehr mit ihr intim zu werden, weil es sich nicht mehr gut und richtig anfühlt. Jetzt (wegen der Anderen) noch weniger als vorher schon.
Die Affäre offen legen... nein, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich habe ihr das Herz gebrochen, breche es mit einer evtl. Trennung nochmal... ich will ihr nicht sagen das es da jemand anderen gibt.
Dies würde keine Dynamik in die Beziehung bringen sondern sie sofort enden lassen und danach wäre man nochmal mehr Persona non grata als so schon.

Zitat von Baumo:
Ach da gibt es ja schon jemand. Ok. Was ist der Grund warum du nicht rüberwechselt? Ganz ehrlich? Weil die neue nicht dein Leben organisiert? Weil die neue dir kein finanziell interessantes Leben bietet? Weil du mit der neuen nicht diesselben rituale hast? Weil dir bei der neuen die Bequemlichkeit fehlt? Weil die ...


- Warum ich nicht rüberwechsel? -> Meine Kinder und weiter abgeschlagen sicherlich auch mein aktuelles Leben, was per se ja nicht schlecht ist.
- Die Neue soll mein leben nicht organisieren. Ich bin alt genug das selbst du tun -> auch wenn es sicherlich angenehm ist, dass meine Frau viele Dinge regelt
- Ich brauche nicht zwangsweise ein finanzielles interessantes Leben. Mir ist klar das ich Abstriche machen müsste, das wäre ich aber bereit in Kauf zu nehmen.
- Ich habe keine grossartigen Rituale auf die ich wert lege. Meine Frau und ich verbringen auch nicht jede Minute miteinander, allein schon weil regelmässig Abende für Treffen mit Freundinnen/Freunden/Sport drauf gehen.
- Bequemlichkeit/schlechte Zeiten -> Ich mache mir keine Sorgen um irgendeine Bequemlichkeit, die wird sich mit der Zeit auch finden. Auch glaube ich nicht, dass die Neue bei schlechten Zeiten sofort die Biege machen würde. So schätze ich sie defintiv nicht ein.

Ich glaub was deutlich wird ist, dass ich keinen Neustart brauche und auch nicht will. Der Alltag funktioniert, mit gewohnten Höhen und Tiefen. Darüber hinaus verbindet mich aber gefühlsmässig nichts mehr mit meiner Frau.
Ich möchte aber einerseits nichts so nebeneinander her leben, anderseits liebe ich meine Kinder und möchte Ihnen ein Zuhause geben, ein gemeinsames.
Nach meinem Dafürhalten, läuft es aber halt genau darauf hinaus. Etwas neues oder etwas "altes" rein platonisches.
Ich glaube auch, dass Kinder es merken, wenn Gefühle/Emotionen zwischen den Eltern nicht da sind, nicht vorgelebt werden.
Kein Küsschen, keine Umarmungen etc. Das sind sicherlich Dinge, die nicht ad hoc spürbar sind bei den Kindern, die sie aber unterbewusst mitnehmen in Ihre Zukunft.
Eine Trennung hat jetzt einen fürchterlichen Impact auf sie, kann aber vielleicht später "nützlich" sein um zu wissen, dass es anders/besser geht. Der Rest beeinflusst sie vielleicht später nachhaltig (negativ).
Ich bin da durchaus bei MissLilly, das neben dem Alltag auch eine echt, gelebte Liebesbeziehung für die Kinder dazu gehören sollte.
Das ist halt etwas, was meine Frau anders sieht (zumindest aktuell).

Und abschließend;
ja, natürlich habe ich furchtbar Angst einen Schlussstrich zu ziehen. Zu allererst für meine Kinder, dann meine Frau und den daraus resultierenden Rahmenparameter (auch finanzieller Art) und zuletzt sicherlich auch für mich.
Ich habe furchtbar Angst, mich falsch zu entscheiden, egal ob ich links oder rechts rum gehe. Ich werde Menschen leid zu fügen und das ist das Letzte was ich will.
Ob die Neue das ist was ich mir auf Dauer verspreche? Ich hoffe es, aber wissen tut man es natürlich nicht.
Natürlich hoffe ich dies anders rum genauso.

Was mich am meisten umtreibt, ist die Frage: Kann/Darf fehlende Liebe (und Hoffnung auf Besserung) ein Grund sein eine Ehe mit Kindern zu beenden? Ich weiß es nicht...

Gestern 12:17 • #38


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Cos2k:
Meine Kinder und weiter abgeschlagen sicherlich auch mein aktuelles Leben, was per se ja nicht schlecht ist.

Aber du liebst, diese Frau nicht (mehr - und wenn dann nicht so, wie es in den § steht)
Zitat von Cos2k:
anderseits liebe ich meine Kinder und möchte Ihnen ein Zuhause geben, ein gemeinsames.

Kinder sind glücklich, wenn die Eltern es sind. Auch wenn sie als Paar getrennt sind.
Zitat von Cos2k:
Eine Trennung hat jetzt einen fürchterlichen Impact auf sie,

Deine Meinung.
Zitat von Cos2k:
Ich habe furchtbar Angst, mich falsch zu entscheiden

Du bist in der Ehe nicht mehr glücklich. Als Entscheidungshilfe - dein Glück, dir auch was wert sein sollte

Gestern 12:27 • x 1 #39


Darlena


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Du hast deiner Frau gesagt, dass du sie nicht mehr liebst.
Du hast deiner Frau gesagt, dass du nie wieder intim mit ihr sein möchtest.
Da kann eine Trennung kein härterer Schlag sein.

Gestern 12:37 • x 4 #40


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von Cos2k:
Wieder einmal danke für eure offenen und ehrlichen Rückmeldungen. Grundsätzlich glaube ich schon, dass ich mich auch in den letzten Jahren ...

Danke für die ausführliche Antwort.
Ich fasse zusammen, die Affäre offen legen willst du nicht.
Trennung kommt für Deine Frau nicht in Frage.
Nur WE Daddy willst du nicht werden.
Einen Neustart mit der Affäre auch nicht.
Ergo, weitermachen wie bisher mit der Hoffnung das die Affäre nicht auffliegt.
Kann man machen, wird aber früher oder später im Drama enden.

Gestern 12:44 • x 2 #41


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von Cos2k:
Was mich am meisten umtreibt, ist die Frage: Kann/Darf fehlende Liebe (und Hoffnung auf Besserung) ein Grund sein eine Ehe mit Kindern zu beenden? Ich weiß es nicht...

Die Frage ist, was willst Du und was ist für dich und deine Frau die Beste.
Lösung.
Zuerst habt ihr eine Frau Mann Beziehung, die gab es schon vor den Kindern.
Und Kinder werden auch bei getrenten Eltern zu guten Menschen heranwachsen.
Was ist wenn die Kids aus dem Haus und sie erfahren das du nur ihnen zu liebe in der Ehe geblieben bist.
Ich kenne so einen Fall, die Kids waren stinksauer.

Gestern 12:47 • #42


BernhardQXY


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Zitat von Cos2k:
Was mich am meisten umtreibt, ist die Frage: Kann/Darf fehlende Liebe (und Hoffnung auf Besserung) ein Grund sein eine Ehe mit Kindern zu beenden? Ich weiß es nicht...




Die Idealvorstellung für Kinder ist: Mama und Papa miteinander glücklich und alles verläuft wie im Bilderbuch.
Diese Idealvorstellung gibt es eher nicht, aber es gibt haufenweise auch Ehen, in denen das tatsächlich so halbwegs klappt.
Nun ist aber das Leben kein Wunschkonzert und öfters mal gemein, auch gegenüber den Kindern.
Also sollte man mal ein bisschen genauer hinterfragen, was Kinder tatsächlich brauchen. Und da bin ich ganz klar der Meinung, dass nur in sich ruhende und glückliche Eltern auch gute Eltern sein können.
Und Du hast es ja schon selber beschrieben: Kinder merken sehr wohl, dass etwas zwischen ihren Eltern nicht stimmt.
Ich weiß von einem Fall, da hatte der Familienvater Affäre auf Affäre, lebte getrennt von Bett und Kühlschrank im Haus, trennte isch aber nicht von seiner Frau, weil sie wiederum der Meinung war: Einmal verheiratet trennt man sich nicht, erst recht wenn Kinder im Spiel sind.
Als irgendwann der Familienvater dann doch auszog platze der Knoten und ALLE blühten auf. Er konnte nun endlich unbeschwert Vater sein. Und als er seinen Auszug ankündigte, hatte der 12 jährige Sohn das so kommntiert. na endlich beendet ihr dieses Drama.
Denn beide hatten sich unterschwellig wohl doch mehr angegiftet, als gedacht und natürlich merken Kinder das und beziehen das ganze ersteinmal auf sich. Insofern ist ein ehrlicher Umgang sicherlich die zweitbeste Alternative.

Gestern 12:58 • x 2 #43


BernhardQXY


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Zitat von Cos2k:
Meine Frau hat mittlerweile sehr klar, dass die Ehe zu Ende sein kann. Wahr haben will sie es aber nach wie vor nicht. Für sie ist eine Trennung aus div. Gründen keine Option. Sie will dieses Familienkonstrukt aufrecht erhalten.
Zur Not auch so weiter machen wie es bisher ist. Ohne Gefühle/Emotionalität meinerseits.

Ok, das ist ihre Sichtweise. Aber wie siehst Du das denn? Hier geht es doch letztenendes um Dich, nicht um sie.

Gestern 13:02 • #44


DEFCON

DEFCON


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Zitat von Wurstmopped:
In der die Kinder eine Beziehung vorgelebt bekommen, die rein pragmatisch ist? Kinder spüren ob Mama und Papa sich lieb haben oder nur noch aus der Pflicht heraus eine Familie spielen.


Und ? Je früher die Kinder lernen das die romantische Liebe eine hormonell bedingte Fortpflanzungsstrategie und ein Hollywood Märchen ist, desto besser. Hätte man mich nur früher darüber aufgeklärt.

Gestern 13:04 • #45



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