Zitat von Blind-Meg: und bei annähernd keinem bleibt es auf Dauer so idyllisch und kuschelig wie man es sich mit 20 ausgemalt hat. Dann sitzt man mit 40 da, an einen Ort und eine Person gekettet mit fetten Schulden jnd fragt sich "War es das jetzt?"
Mit 20 sind die meisten noch naiv, man verliebt sich Hals über Kopf und sieht über vieles hinweg, später merkt man, nee das war doch nicht die große Liebe.
Meine Freundin und ich sind deshalb auch froh, dass wir jetzt erst mit 50 bzw. 51 Jahren zusammengekommen sind, obwohl hätten wir uns damals nicht aus den Augen verloren hätten, wir auch schon mit 18 Jahren ein Paar sein können, geküßt hatten wir uns schon, aber wir kannten uns damals nicht wirklich gut.
Jetzt im Alter ist alles einfacher, sie hat noch einen Sohn von 15 Jahren der Zuhause wohnt, ich noch einen Junge mit 12 Jahren, für gemeinsame Kinder sind wir definitiv zu alt, auch wenn wir es etwas schade finden, wir haben beide eine schwere Trennung hinter uns, wir wissen genau was wir wollen und was wir nicht wollen, Haus brauchen wir nicht, wollen aber später zusammen wohnen, derzeit muss es mit einer Fernbeziehung klappen, weil wie wegen der jeweiligen Kindern gebunden sind.
Wir wollen zusammen alt werden, voller Respekt miteinander umgehen, niemals die Zärtlichkeiten verlieren und immer daran arbeiten, dass die Liebe nicht durch den Alltag aufgefressen wird...
...und da wir festgestellt haben, dass wir viele gemeinsame Interessen haben, unser Humor kompatible ist, ähnlich emotional sind und die Nähe es anderen mögen und brauchen und wir uns immer was sagen haben daher glauben wir fest daran, dass wir zusammen alt werden können und die Voraussetzung dafür gegeben sind.
Und mit 50 Jahren kann man genauso lieben, wie mit 20 Jahren, ich finde es sogar wesentlich intensiver.