Nalf
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Zitat von Schnuddel74:würde dies vermutlich zu einer toxischen Beziehung führen.
Zu einer toxischen imho nicht unbedingt. Dafür muss man ja auch die Veranlagung haben (also wenigstens eine/r der beiden). Aber zu einer sehr anstrengenden und unbefriedigenden Familie/Beziehung in aller Regel schon.
In den 80ern war das zumindest im Westen der Republik noch die Regel, dass in der Familie nur mit halber Kraft am gleichen Strang gezogen wurde, weil Heiraten und Kinder und die Rollenverteilung nolens volens dazu gehörten. Ob das wirklich der eigene Lebenstraum ist, haben sich wohl wenige gefragt.
Heute ist der Anspruch an ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben imho höher und die Leidensfähigkeit bzw. der Grad an akzeptabler Dauerunzufriedenheit geringer.
Aber nicht alles, was anstrengend, unbefriedigend oder mit Streitereien durchzogen ist, ist gleich toxisch.
Eins ist aber sicher: Anstrengend wird's mit Kind(ern) auf jeden Fall.
Und je nach Beziehungsqualität ist Alleinerziehend mehr oder weniger anstrengend als als Paar erziehend. Ganz alleinerziehend sind sowieso die wenigsten. Es gibt ja Familie und Freunde und Pädagogen, selbst wenn ein Vater sich wenig engagiert.
Daher würde ich eher von alleinverantwortend oder gemeinsam verantwortend Kinder bekommen und haben sprechen.