So langsam komm ich zu mir.
Es ist die Exklusivität, die ich erwarte.
Ich habe ein völlig falsches Bild von ihr. Sie ist liberal, glaubt auch nicht an Monogamie, unabhängig, kennt und erfüllt ihre Bedürfnisse, und hat vor allem mich, als jemanden völlig anders kennen gelernt.
Nämlich genau so, als einen Jäger, unabhängig, liberal, jemand der nicht klammert, auch Zeit für sich braucht und nimmt, seine Bedürfnisse wahrnimmt, seine Ziele verfolgt und das ggfs. auch kurz und knackig kommuniziert.
Sie war es ja auch gewohnt, dass ich niemals Eifersucht zeigt, ihr völlige Freiheit ohne Stress und Erwartungen gab, mit teilweise Wochenlangem Abstand. Ohne jeglichen Besitzanspruch, das schätze sie auch, da die meisten Typen ihr hinterher sprangen und sich zum Affen machte (erzählte sie mal).
Auch wenn meine Intuition, was andere Typen betraf, diese Momente, wo man spürte, halt hier stimmt was nicht, auch in diesen Momenten habe ich eher Humor walten lassen- nach dem Motto, aha kommst gerade von deinem Lover Nr.1. Sie kicherte dann immer...

. Ich habe dem aber keine Beachtung geschenkt und auch nicht nachgebohrt, denn es war mir egal zu diesem Zeitpunkt. Sie war ja bei mir!
Und genau das hat sich bei mir verändert, in dem erleben meiner Männlichkeit, wie ich es einmal beschrieb hier. Ich bin einfach kein Typ für eine Beziehung, oder Haus bauen, Kinder bekommen, sich niederlassen. Das passt überhaupt nicht zu meinem Konzept.
Natürlich war der Drang nach einem Kind groß, aber ich denke einfach deswegen, um meinem Leben einen Sinn zu geben.
Als ich ihr, nach 4 Monaten Kontaktstille, ne Liebesnachricht per Whatsapp um 4 Uhr morgens (im Suff), a la 'du bist meine Traumfrau, liebe nur dich, usw. - wird sie gedacht haben, ok, was ist nun kaputt.
Und es stimmt ja! Mich nervt genau das an mir, dass ich diese Unabhängigkeit nicht mehr leben kann, denn in der Vergangenheit, waren dann eben all die Süchte meine Flucht- wenig Sinnstiftend.
Das macht Sinn, auch wenn es weh tut, weil ich Fehler machte, die aus dem Unterbewusstsein emotional entstanden. Daran werde ich weiter verstärkt arbeiten.
Es fühlt sich gerade 'erleichternd' an. Ich möchte einfach wieder lockerer sein und mein Ding machen. Und wer mich ein Stück dabei begleitet, sei es nur für eine Nacht oder Stunden, der erhält von mir Wertschätzung und Respekt.
Mehr ist es nicht.
Vielleicht ist dieses Gefühl ihr gegenüber, diese Verlustangst, das emotionale Klammern und der Anspruch an Exklusivität, ein Gefühl das mit meiner Mutter zu tun hat. Wahrscheinlich setzte ich unbewusst, Frauen ab einen bestimmten Zeitpunkt irgendwie diesem Status 'Mutter' gleich- bedingungslose Liebe. Dabei vergesse ich dann eben, das die Frau keine Prinzessin ist und schon gar nicht eine Mutter, die mich Bedingunglos liebt, nur weil ich 'Gut' bin oder sie 'lieb' habe.
Autsch, tut weh das zu erkennen, aber es gibt einen Spruch der lautet;
Better late-
then never
