Zitat von leskine: Und jetzt zu dem was ich hier alles schrieb und den fehlenden 6 mit ihr.
Depressionen, Traumas, all das ADHS Zeugs, Alk, Canna.., Zig., P.ornos, Existenzängste, Suizidgedanken....all das, wie hätte ich denn es besser machen können zu dem Zeitpunkt?
Jetzt, ja jetzt fühle ich mich als könnte ich die ganze Nacht, und auch so funktioniert ER wie schon lange nicht mehr.
Und genau das ist was ich ihr beweisen möchte, zu spät. Ich denke das liegt der Hund begraben, bzw. werde ich nun mein Ego begraben. Weiß noch nicht wie, aber es wird mir gelingen...
Ok, ich denke, das hast du sehr richtig analysiert.
Das entspricht auch meinem Eindruck, dass du vor allem Sex mit ihr wolltest und willst, weil du ihr und dir etwas beweisen willst.
Bei mir hättest du sowas von versch..., wenn ich mich für einen ehrliches, tiefes Gespräch öffnen würde, und statt dessen mich sexuellen Avancen hätte erwehren müssen. Nur als Außenperspektive. Aber sie ist anscheinend anderes, das hast du offenbar schon richtig eingeschätzt.
Aber darum soll es nicht gehen. Wie du ja weißt, betrachte ich mich als Monsterextertin.
Also, alles das, was du gerade tust, sind gute und richtige Dinge, mach das unbedingt weiter. Gute Ernährung, Sport, Süchte überwinden...
Aber um das weiter durchzuziehen, und vor allem in der nächsten Beziehung keinen Rückfall zu erleiden, musst du dich selber und das Monster besser verstehen. Ist doch kein Zufall, dass du nach eigenen Angaben so sehr in alte Verhaltensmuster (KingKong, Alk, ...) zurückgefallen bist, sobald du ihr wieder intimer gegenübergesessen bist.
Also, was du gerade tust, ist das Monster unter einer dicken Schicht Selbstdisziplin zu vergraben. Das zieht viel Energie. Zusätzlich ist das Monster damit momentan ganz einverstanden, weil ihr gleiche Ziele habt: Es will, dass du stärker und unabhängiger, und damit unangreifbarer wirst. Super Sache wenn man gerade keine Partnerin hat, und seine ganze Energie in Monster im Schach halten stecken kann.
Was passiert jetzt, wenn du eine Freundin, egal ob sie oder jemand neuen hast?
Erstens: Eine Partnerschaft braucht viel Energie. Weniger Energie, die man in Monsterbekämpfung stecken kann. Mehr Möglichkeiten fürs Monster, durchzubrechen, wenn es aus irgendeinem Grund wütend wird.
Zweitens: Du hast sehr schön festgestellt, dass du ein großes Bedürfnis nach Nähe und Verbindung hast. Das wird dem Monster nicht gefallen. Du musstest lernen, dass genau da Gefahr droht. Dann kann es nur zu leicht passieren, dass zu deinem (scheinbaren) Schutz das Monster übernimmt.
Drittens: Menschen, die man so nah an sich hernläßt, WERDEN das Monster triggern. Das ist Lebensgefährlich. Das wird dein Unterbewußtsein nicht zulassen.
In meinen Augen ist es vorprogrammiert, dass du genau in deine alten Verhaltensweisen zurückfällst, sobald du wieder eine Partnerschaft eingehst. In dem Zusammenhang übrigens spannend, dass du von Freundschaft+ und so Kram fantasierst. Da scheint sich das Monster etwas sicherer zu fühlen. Ist aber reiner Etikettenschwindel, wenn du mich fragst.
Und genau deshalb glaube ich, dass deine momentane Taktik gut, aber nicht ausreichend ist.
Ich bin mir wirklich sicher, dass das Monster, das Trauma, der Kern aller Probleme ist. Jetzt, wo du dein Leben wieder halbwegs im Griff hast, hast du die Chance, es zu deinen Bedingungen anzuschauen, zu einer Zeit, wo es halbwegs ruhig ist. Das wäre nach wie vor mein dringender Rat an dich.
Und wie @ElGatoRojo richtig schreibt, es ist wichtig, mit seinem unterbewußtsein auf FREUNDLICHEM Fuß zu stehen. Vergiss ausmerzen und niederprügeln.