Zitat von Sonnenblume53:
Hallo Hansl,
das stimmt alles. Aber es ist ein Prozess, eine langsame Entwicklung. Nichts, was von heute auf morgen machbar ist. Knall auf Fall Schluss wäre möglich, wenn der Nachbar etwas so Fürchterliches gemacht hätte, dass es wie eine Bombe in das Gefühlsleben von Gewächshaus eingeschlagen hätte.
Hat er aber nicht.
Er hat ihr die Tatsache, dass er eine Andere vorzieht, eher sanft verabreicht. Bei solch einer Verabreichung ist das Lösen ungleich schwerer. Die Hoffnung wird am Leben erhalten und verhindert
die Realität.
Gerade durch diese Hoffnung wird der Prozess so furchtbar schmerzhaft.
Ja, das weiß ich.
Meine Gegenspielerin lässt mich auch langsam ausschleichen.
Natürlich ohne klare Ansage, um sich selbst nicht zu schaden, und um den bequemen Weg zu gehen.
Auch um ein reines Gewissen zu haben, um möglichst nicht als Böse zu erscheinen.
Natürlich der vollkommen falsche und unfaire Weg, aber dies sind schwache Menschen, die wenig heilende Kraft und Wirkliche Stärke und soziale Kompetenz besitzen.
In meinem Fall darf ich mich noch selber abschießen, um dem Scheinbild einer fairen und gutartigen Behandlung zu entkommen.
In meinem Fall bekam ich nie zu hören, sie würde mich nicht wollen, oder eine Beziehung wäre nicht drin.
Ich kann nur aus der Leere der Taten und der Abgrenzung und Distanz schließen, wo meine Position ist, was ich für einen Status habe.
Das kostet Kraft, und macht zudem unendlich traurig, so behandelt zu werden.
Ich werde mich nun selbst abschießen.
Ich schließe mich dem Schweigen, dem Ignorieren aller Gefühle, Bedürfnisse und der Fragen an.
Und dieser vermutlich einseitigen Liebe voller Lügen und falscher Wahrnehmungen werde ich nun langsam
dadurch aus dem Weg gehen, indem ich jeden Tag die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft als psychiatrische Wahnvorstellung erfasse.