Zitat von NeuBeginn18:Verliebtheit ist stets vergänglich, Liebe (zu einem Partner) aus meiner Überzeugung und meinem Umfeld nicht immer. Meine Eltern sind über 50 Jahre verheiratet. Sie führen immer noch phantastische Gespräche über Gott und die Welt, das beeindruckt mich. Das war nicht immer so - es gab Krisen, keine Frage.
Meine Eltern sind auch seit langer Zeit verheiratet, trotzdem kann ich das nicht als Allgemeinbeispiel nehmen, gerade, wenn man sich mal die Scheidungsquoten in Deutschland ansieht.
An meiner Stelle sinkt das Interesse an einem Partner automatisch, wenn ich ihn gut kennengelernt habe: Dann weiß ich nicht nur vieles, sondern wenn die Verliebtheit nachlässt, öffnet man auch die Augen für negative Charaktereigenschaften des Partners.
Der Glaube an "Die oder Der Eine" ist mir zu Disney.
Zitat von NeuBeginn18:Und wenn ich am Anfang schon an das Ende denke, lebe ich dann im hier und jetzt? Ist es nicht unter Umständen sogar eine selbsterfüllende Prophezeiung? Da bin ich ehrlich gesagt lieber naiv, als das ich schon den Schatten mit ins Bett nehme.
Damit meine ich nicht, seinem Partner auf die Nase zu binden: "Ich gehe sowieso davon aus, dass du mich verlässt". Dann haben wir nämlich eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Für mich geht es darum, sich klar zu machen, dass Beziehungen nun mal scheitern und auseinandergehen.
Menschen verändern sich in Beziehungen ständig und entwickeln sich weiter - Mir ist hier im Forum häufig aufgefallen, dass bei einer Trennung nach "einer Version" des Partners getrauert wird (Häufig aus der Anfangszeit), die so aber nicht mehr existiert. Dann stellt man seinen Ex-Partner auf ein Podest, anstatt die schönen Erinnerungen einfach als das zu nehmen, was sie sind.
Ich würde das nicht als naiv bezeichnen.
Eher als achtsam mit sich selbst. Ich genieße den Moment, weiß aber, dass es Morgen plötzlich auch anders sein kann.