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Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

Verzweifelt79
@Caecilia Ja, letztendlich ist das glaube ich die Hilfskonstruktion, die ich gerade auch im Kopf habe. Mich rar machen und ihm das Gefühl geben, dass es mir gut geht und ich damit wieder „interessant“ werde. Oder er erkennt, was er am mir liebt/geliebt hat…
Vielleicht bringt es was (soll ja auch schon vorgekommen sein) und wenn nicht hilft es zumindest aktuell den Schmerz in Zaum zu halten…

x 2 #46


Stella31
Zitat von Verzweifelt79:
Loslassen ist gar nicht so einfach und die letzten 5 Tage erscheinen mir so unrealistisch.

Es geht noch gar nicht um loslassen.
Das ist viel zu früh und utopisch.
Besser wäre es, den jetzigen Zustand so erstmal zu akzeptieren.
Er will nicht mehr.
Das hat er dir deutlich mitgeteilt.
Und das solltest du akzeptieren.
Auch wenn du es nicht nachvollziehen kannst.
Und alle weiteren Wege ergeben sich aus diesem Entschluss von ihm

x 2 #47


A


Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

x 3


Stella31
Zitat von Verzweifelt79:
Mich rar machen und ihm das Gefühl geben, dass es mir gut geht und ich damit wieder „interessant“ werde. Oder er erkennt, was er am mir liebt/geliebt hat…

Ehrlich, das ist die typische Denkweise, die man nach einer nicht gewünschten Trennung hat.
Aber es bringt gar nichts, ihm vorzuspielen, wie gut es dir geht, wenn das nicht so ist.
Caecilia hat, glaube ich, etwas anderes gemeint.
Mach das, was dir jetzt gut tut. Aber nicht für ihn, sondern für dich!
Und wenn das dazu führt, dass er dich in einem anderen Licht sieht, schön.
Wenn nicht, auch gut. Weil du damit nach und nach zu dir selbst kommst und dich neu entdeckst.
Ich bin kein Fan von solchen Sprüchen wie " willst was gelten, mach dich selten" oder so

x 3 #48


Verzweifelt79
@Stella31 Ich weiß es ja eigentlich aber das ist so unbegreiflich schwer zu akzeptieren. Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Stolz so über Bord werfe, wie ich es heute getan habe. Ich habe zwar nicht gebettelt aber um Liebe argumentiert. Und das ist ja eigentlich ein Widerspruch an sich.
Aber ich komme gegen dieses Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung nicht an. Letztendlich ist das eine Panikreaktion von mir, die ich irgendwie nur begrenzt schaffe zu unterdrücken 😩

#49


Verzweifelt79
@Stella31 Rein rational weiß ich das irgendwie auch aber ich schaffe es gerade einfach nicht, mich von diesem „Klammern“ zu lösen. Ich liebe ihn, ich vermisse ihn und ich kann mir ein Leben ohne ihn einfach nicht vorstellen. Es geht einfach nicht. Ich wünschte wirklich es wäre anders…

#50


C
Zitat von Stella31:
Ehrlich, das ist die typische Denkweise, die man nach einer nicht gewünschten Trennung hat. Aber es bringt gar nichts, ihm vorzuspielen, wie gut es dir geht, wenn das nicht so ist. Caecilia hat, glaube ich, etwas anderes gemeint. Mach das, was dir jetzt gut tut. Aber nicht für ihn, sondern für dich! Und wenn das ...

Ne, so Taktieren ("Willst du gelten, mach dich selten.") mag ich auch nicht. Aber am Anfang, wenn man sich noch an die Hoffnung klammert, dass es ein Revival der Beziehung gibt (war bei mir so), kann der Gedanke "Wenn es mit uns wieder was werden soll, brauchen wir einen klaren Cut, den jede/r dazu nutzt, sich zu sortieren.", helfen. In vielen Fällen braucht man diesen Gedanken dann später nicht mehr - weil es klar ist, dass man keine Beziehung 2.0 mehr will, auch dann nicht, wenn der Ex nochmals angekrochen kommen sollte.

x 3 #51


Verzweifelt79
Zitat von Caecilia:
Ne, so Taktieren ("Willst du gelten, mach dich selten.") mag ich auch nicht. Aber am Anfang, wenn man sich noch an die Hoffnung klammert, dass es ein Revival der Beziehung gibt (war bei mir so), kann der Gedanke "Wenn es mit uns wieder was werden soll, brauchen wir einen klaren Cut, den jede/r dazu ...

Auch wenn ich es mir selber noch nicht vorstellen kann, tut es gut sowas zu lesen.
Das einzige was mich im Moment aufrecht hält, ist die Hoffnung, dass er zurück kommt. Und ich merke selbst, wie jämmerlich und erbärmlich das ist und klingt.

#52


Atomicblue
Zitat von Verzweifelt79:
@Caecilia Ja, letztendlich ist das glaube ich die Hilfskonstruktion, die ich gerade auch im Kopf habe. Mich rar machen und ihm das Gefühl geben, ...


Dass Du auf Distanz gehst is wichtig.
Einen kompletten Kontaktabbruch werdet ihr wegen eures Sohnes nicht machen können.

Aber wichtig ist, dass ihr nicht zusammen wohnt und im Idealfall auch nicht mehr zusammen arbeitet.

Ansonsten halte ich von diesen Taktiken wie Rarmachen auch nichts.

Oder ich schildere Dir mal meine Beobachtungen:
Als mein NM die Trennung ausgesprochen hat, habe ich die ersten ca 2 Monate mich gehofft. Habe versucht zu diskutieren, mit ihm eine Lösung zu finden, das Ruder rumzureissen. Habe auch tatsächlich die Fehler bei mir gesucht, habe argumentiert, rechtfertigt usw.
Und je mehr ich das gemacht habe plus mein waidwunder Blick dazu, desto mehr hat er mich von sich „weggebissen“.
Wirklich wie ein Hund, der sich in die Enge gedrängt fühlt. Er wurde laut und patzig und blockte dann ab.

Als ich dann Zusage für die Wohnung bekam, da wurde er etwas ruhiger. Trotzdem kochte es noch ein paar mal ziemlich hoch als es um seine Neue ging und wie unsensibel er da mit den Kindern umging, vor allem mit dem Sohn.

Aber die Tage habe ich es gemerkt, wir sind im Endspurt. Die Woche kommt noch ein Internet-Techniker, weil eine TAE-Dose angeschlossen werden muss. Und dann bin ich final weg.

Er ist ruhiger. Freundlicher. Aber ich werde dann auf die Distanz gehen. Und das brauche ich tatsächlich.

Nicht um ihn zurückzunehmen. Oder zu gewinnen. Aber ich möchte wirklich mal mit mir selber aufräumen. Und ich denke das musst Du auch. Dich nur mal mit Dir beschäftigen. Ein paar Freundinnen haben sich schon angekündigt, ich freue mich auf diese Gespräche abends am Tisch bei einem Glas Wein.

Bitte nimm Dir diese Zeit. Es wird Dir gut tun

x 4 #53


Verzweifelt79
Zitat von Atomicblue:
Aber ich möchte wirklich mal mit mir selber aufräumen. Und ich denke das musst Du auch. Dich nur mal mit Dir beschäftigen.

Es tut mir leid, vielleicht liegt es am Schlafmangel, aber was meinst du mit „mit mir selber aufräumen“? Die Selbstreflexion was man alles verkehrt gemacht hat? Oder was man im Leben zukünftig möchte?
Ich kann zur Zeit einfach nichts mit mir anfangen. Ich kann mich zu fast nichts überwinden.
Und dann noch die Vorstellung, das nach und nach allen erzählen zu müssen. Das Mitleid, dass mir entgegen schlagen wird, da darf ich noch gar nicht dran denken.

#54


Atomicblue
Zitat von Verzweifelt79:
Es tut mir leid, vielleicht liegt es am Schlafmangel, aber was meinst du mit „mit mir selber aufräumen“? Die Selbstreflexion was man alles ...

Ja genau. Unter anderem.

Du hast sicher nicht alles falsch gemacht. Eine gute Freundin hat mir zB gesagt: Menschen entwickeln sich weiter und manchmal passt das dann einfach nicht mehr zusammen.

Und es ist wichtig dass Du auch mal Bestandsaufnahme für Dich machst.

Es gibt dazu auch echt gute Podcasts, die haben mir in den letzten zwei Monaten immer geholfen wenn ich in der Wohnung was gewerkelt habe.

Trennungsheldin
Stahl aber Herzlich
Beziehungskosmos
Mit der Würdig

x 2 #55


Verzweifelt79
@Atomicblue Danke für den Tipp mit den Podcasts. Ich habe gerade in Trennungsheldin reingehört und finde es gut und tröstlich.

Ich realisiere so langsam, dass das alles wirklich passiert ist und es tut verdammt weh.
Ich kann sogar irgendwie verstehen, dass er so wie es lief, nicht mehr glücklich war. Trotzdem finde ich die Trennung so überzogen. Man hätte da bestimmt dran arbeiten können.
Was ich (noch) nicht schaffe, ist die Hoffnung aufzugeben, dass er zurück kommt. Das wird bestimmt noch etwas dauern. Im Moment denke ich noch, dass er mich doch in 1-2 Monaten, wenn der Groll und die Kraftlosigkeit nachlassen bei ihm, vermissen wird.
Niemand kann 20 Jahre doch einfach so vergessen. Und ein Funke kann doch wieder entzündet werden. Wir haben soviel erlebt und gemeinsam durchgestanden, wir harmonierten eigentlich gut. Das kann doch nicht alles weg sein….

x 1 #56


Atomicblue
@Verzweifelt79

Das kann alles passieren aber Du darfst Dich darauf jetzt nicht versteifen.

Mir sagten und sagen so viele Menschen: Du wirst an dieser Trennung wachsen und deine Bedürfnisse und Wünsche und Grenzen neu definieren.

Verbunden bleiben werdet ihr sowieso für immer wegen eurem Kind.

Aber ob die Liebe zurück kehrt, das steht in den Sternen. Und wenn bedeutet es eine Menge Arbeit für beide. Viele die es nochmal versucht haben, rutschten nach einiger Zeit wieder in die alten Muster zurück. Und wenn nur einer reflektiert und an sich arbeitet, der andere aber nicht, dann hat das ganze keine großen Chancen.

Passieren kann alles, nichts ist unmöglich. Auch deswegen sind diese Auszeiten so wichtig. Dass Du auch selber wieder aufblühst und strahlst. Es kann sogar attraktiv auf deinen Nochmann wirken, aber viele Frauen (und natürlich auch umgekehrt Männer) merken dann mit der Zeit, dass sie diese Art von Beziehung so aber nicht mehr wollen.

Aber ihr könnt als Eltern ein gutes Team werden. Das sagte uns zB kürzlich eine Paychologin - sie erzählte uns wie viele wirklich hässliche Streitereien und Grabenkämpfe sie bei Eltern mitbekommt und die Leidtragenden sind die Kinder und die Großeltern, etc. weil alle mit in diesen Loyalitätskonflikt reingezogen werden.
Teilweise wird da echt um jede Gabel und jede Tasse gezankt. Nur aus Prinzip.

Sie sagte zu uns dass wir da auf eine gute Basis zusteuern.
Und als ich ein Einzelgespräch mit ihr hatte, sagte sie auch: Lieber hat man mit der Zeit einen guten Freund im Vater seiner Kinder als ein „Grüffelo“ im Ehebett.

Bei Dir ist alles jetzt noch sehr sehr frisch.
Das tut weh und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man da auch sehr viel verklärt.
Aber bei mir ist nun mehr als ein halbes Jahr vergangen seitdem der Mann die Trennung ausgesprochen hat. Und er ist schon beiweitem nicht mehr so patzig wie noch vor ein paar Wochen.
Aber ich schätze die Distanz sehr. Sie tut mir gut.

x 2 #57


Birkai
Zitat von Verzweifelt79:
Ich realisiere so langsam, dass das alles wirklich passiert ist und es tut verdammt weh.
Ich kann sogar irgendwie verstehen, dass er so wie es lief, nicht mehr glücklich war. Trotzdem finde ich die Trennung so überzogen. Man hätte da bestimmt dran arbeiten können.
Was ich (noch) nicht schaffe, ist die Hoffnung aufzugeben, dass er zurück kommt. Das wird bestimmt noch etwas dauern. Im Moment denke ich noch, dass er mich doch in 1-2 Monaten, wenn der Groll und die Kraftlosigkeit nachlassen bei ihm, vermissen wird.
Niemand kann 20 Jahre doch einfach so vergessen. Und ein Funke kann doch wieder entzündet werden. Wir haben soviel erlebt und gemeinsam durchgestanden, wir harmonierten eigentlich gut. Das kann doch nicht alles weg sein….

Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine. Die Konfliktscheu, das nicht reden und dann eine Trennung. Ich hatte ebenso am Anfang noch Hoffnung, dass es ein Zurück gibt. Immer wieder wurde hier gesagt, "wer weiß, ob du ihn dann noch zurück willst." Ich hab es nicht verstanden. Aber dann verstrich die Zeit. Aus ich nehme ihn ohne Vorbehalte zurück, wurde "Nur mit Paartherapie" bis hin zu "Ich will ihn nicht zurück".

Du bist am Anfang der Reise und musst erstmal die Situation verdauen. Das dauert und die Zeit sollte man sich auch nehmen. Parallel musst du aber mit dem aktuellen Szenario arbeiten und für dich in die Planung des weiteren Leben gehen. Das fällt schwer und gerade am Anfang ist es nicht einfach. Aber es wird besser.

Ich fühle mich mittlerweile pudelwohl in meiner neuen Lebenssituation und vermisse ihn nicht mehr. Eher das Gegenteil. Im Nachgang sind mir viele Dinge klar geworden, die ich heute so nicht mehr mittragen würde, aber für mich selber immer schön geredet habe.

Für mich waren Podcasts, Aufschreiben, Gespräche und Sport sehr hilfreich am Anfang.

x 2 #58


Verzweifelt79
Na toll, jetzt hat mich gerade ein Nachbar angesprochen, dass er mit meinem Mann heute Abend über die Hecke und Garage reden muss. Ich habe es einfach nicht über mich gebracht, es ihm zu sagen obwohl wir uns wirklich gut verstehen. Ich bin noch nicht soweit und vor allem mein Sohn möchte nicht, dass seine Freunde es schon erfahren. Der Sohn unserer Nachbarn ist aber einer seiner engeren Freunde.
Also habe ich schweren Herzens meinem Mann eine Nachricht geschickt. Alleine das hat gereicht um Herzrasen zu bekommen und total zittrig zu werden. Ich brauche ganz klar zumindest erstmal Abstand zu ihm.
Aber bis ich eine hoffentlich positive Antwort von ihm bekomme kann es noch dauern weil er heute bis 19.30 Uhr arbeitet. Und die Zeit bis dahin ist für mich die Hölle. Ich denke da jetzt die ganze Zeit dran und egal was ich versuche (Haushalt, Gartenarbeit etc.) um mich abzulenken, ich bleibe zittrig und nervös. Ich habe richtig Angst davor was von ihm zu hören. Weil das auch alles dann so distanziert und unpersönlich ist.
Im Moment reicht wirklich so eine Kleinigkeit, um mich völlig aus der Bahn zu werfen…

#59


Birkai
Zitat von Verzweifelt79:
Im Moment reicht wirklich so eine Kleinigkeit, um mich völlig aus der Bahn zu werfen…

Kannst du dich für ein paar Tage komplett raus nehmen, damit du wirklich Abstand bekommst?

#60


A


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