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Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

Verzweifelt79
@Birkai Ich habe es versucht aber solche Situationen lassen sich nicht völlig vermeiden.
Da unser Teenager hier zuhause partout nicht möchte, dass es seine Freunde wissen und wir in einem kleinen Stadtteil in Dortmund wohnen, wo jeder jeden kennt, müssen wir ihm zuliebe das zumindest solange unter den Teppich versuchen zu kehren bis er die Situation ein bisschen besser verarbeitet. Für ihn ist das ja auch erst 6 Tage her, dass sein Vater uns hier Knall auf Fall verlassen hat. (Ich weiß, eigentlich hat er nur mich verlassen, aber durch den direkten Auszug noch am gleichen Tag fühlt es sich für ihn trotzdem so an.)
Ich hoffe einfach, dass mein Mann das mitmacht.
Aber dadurch musste ich ihm schreiben und muss das Thema insgesamt zeitnah mit ihm besprechen. Es tut mir nur überhaupt nicht gut, ihn zu kontaktieren. Am liebsten hätte ich erstmal 4 Wochen gar keinen Kontakt…

#61


Stella31
Zitat von Verzweifelt79:
Ich hoffe einfach, dass mein Mann das mitmacht.

Warum solltest du was geheim halten, wenn er sich getrennt hat?
Scham ist da mMn nicht angebracht.
Soll doch dein Mann alles klären

#62


A


Verzweifelt wegen Trennung Kommt er zurück?

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Verzweifelt79
Zitat von Stella31:
Warum solltest du was geheim halten, wenn er sich getrennt hat?
Scham ist da mMn nicht angebracht.
Soll doch dein Mann alles klären

Es geht nicht um mich. Ich finde die Vorstellung das zu Erzählen zwar schrecklich aber kann damit umgehen.
Unser Sohn hat da aktuell ein riesiges Problem mit. Es ist ihm peinlich (typisch Teenager und egal was ich dazu sage, es kommt bei ihm nicht an) und er will nicht, dass er all seinen Freunden leid tut. Ich weiß, auch da muss er durch aber ich fände es gut, wenn er noch ein bisschen Zeit hat, das für sich selber erstmal zu verarbeiten.
Es geht ihm wirklich schlecht damit und irgendwie scheint er auch zu denken, er müsste mich trösten auch wenn ich ihm immer sage, dass es anders rum ist. Ich weine auch nicht vor ihm (bin selber stolz auf mich) und benehme mich so normal wie möglich und der Alltag läuft hier auch normal weiter. Aber er ist sehr sensibel und spürt trotzdem, dass es mir nicht gut geht.
Das zerreißt einem hier wirklich das Herz und wenn er noch nicht bereit ist, mit seinen Freunden darüber zu reden, würde ich ihm das gerne ersparen.

#63


C
Zitat von Verzweifelt79:
Es geht nicht um mich. Ich finde die Vorstellung das zu Erzählen zwar schrecklich aber kann damit umgehen. Unser Sohn hat da aktuell ein riesiges ...

Das verstehe ich - für meine Söhne war das, glaube ich, auch sehr unangenehm. Im weiteren Umfeld sind natürlich auch Jugendliche mit getrennten Eltern - aber ihre engsten Freunde kommen tatsächlich alle aus intakten Kleinfamilien und wohnen in Häusern mit Garten.

Ich würde da auch den Ball flachhalten - das ergibt sich, dass man früher oder später den Menschen im Umfeld von der Trennung erzählt, das muss nicht in der ersten Woche sein, wenn ihr alle selbst noch unter Schock steht.

Mein Ex hier war übrigens so feige, dass er es vielen gemeinsamen Bekannten gar nicht erzählt hat, auch solchen nicht, mit denen er viel engeren Kontakt hat(te) als ich. So kann es auch gehen.

x 1 #64


Verzweifelt79
@Caecilia
Das ist bei uns auch so, dass alle engen Freunde aus intakten Familien kommen. Natürlich gibt es im Fußballverein und in seiner Klasse getrennte Eltern aber halt nicht im Freundeskreis.

Mein Mann hat sich aber gemeldet und macht das glücklicherweise. Dann hat mein Sohn noch etwas Zeit, das zu verarbeiten.

Das Verhalten von deinem Ex ist unter aller Kritik. Wobei ich das meinem auch zutraue, da er sehr introvertiert und konfliktscheu ist. Zumindest wird er nicht erwähnen, dass er sich getrennt hat. „Wir haben uns getrennt…“ klingt doch viel netter…

#65


Atomicblue
@Verzweifelt79

Guten Morgen,

Das Gefühl kenne ich, mit den Nachbarn..und lustigerweise sind hier einige, die schnell und verhuscht an einem vorbeiradeln und hastig grüßen, aber verfolgen zB ganz neugierig Social Media.

Aber ich wurde auch schon eines Besseren belehrt. Letztes Jahr im Sommer schämte ich mich noch in Grund und Boden. Eine entfernte Bekannte musterte mich auch richtig abschätzig bei einem Fussballfest, sie und ihr Mann waren immer so ein Händchehaltepärchen…
Letzten Monat stand der Umzugswagen vor dem Haus, er ist ausgezogen…
Eine Kollegin hat sich kürzlich nach 20 Jahren getrennt.
Eine andere ist bereits geschieden.

Und da bewahrheitet sich das, was meine Freundin damals sagte. Ich saß heulend am Tisch und meinte dass ich mich total schäme…hier wegziehen zu müssen, alle anderen packens doch, warum pack ich es nicht..? Und sie meinte dass ich mich da mal nicht täusche, von so einem anderen Vorzeige-Pärchen kriegt sie immer das laute Gekeife mit, wenn sie im Garten ist. 😉 Und da hat jeder sein Päckchen zu tragen.

Inzwischen gehe ich schon etwas leichter damit um. Erst die Tage habe ich mit dem Fußballtrainer gesprochen dass er mich auch in die Vereinsapp aufnimmt (bisher genügt ihm immer ein Elternteil). Und ich habe ganz normal gesagt „Wir haben uns getrennt.“
Andere Eltern standen dabei, ich mitten in der Runde, aber keiner hat was Blödes gesagt. Der Trainer meinte nur „Oh Mensch, schade. Aber passiert. Hab’s auch bereits hinter mir!“ und eine weitere Mutter nickte zustimmend.
Ich fühlte mich nicht alleine.
Sondern verstanden.
Noch vor 2 Monaten hätte ich losgeheult wie ein Schlosshund.

Meine Große kennt zB die Neue schon, findet sie auch nett. Allerdings hat sie sie auch erst 2-3x gesehen und da gab es jedes Mal „Action“. Sie kennt sie auch nur vom Sonntagsgesicht aber solange sie sich da wohl fühlt, ist es ok. Die Kröte musste ich schlucken aber die Schulpsychologin riet mir dazu, da ich es sowieso nicht ändern kann.
Würde ich da jetzt auch noch Krieg führen, wäre es in jedem Fall schlecht!

Der Sohn hat keinen Bock auf sie. Ich überlasse es aber ihm, ob und wann er sie kennenlernen will.
Er hat sich zB sehr schwer getan das seinen Freunden zu sagen. er schämte sich weil die meisten noch beide Eltern haben.
Aber als wir die neue Wohnung bezogen bekam er mit dass ein Klassenkamerad ( den er erst doof fand) zwei Häuser weiter wohnt. Und der hat auch geschiedene Eltern.
Und im Fußballverein und bei einer neu gegründeten MTB-AG fand er auch Freunde, die geschiedene Eltern haben. Der Schulfreund sagte mal zu ihm als sie in meiner neuen Wohnung mit mir Möbel aufgebaut haben „Sei nicht so traurig! Meine Eltern sind auch getrennt!“
Dafür bin ich dem Jungen sehr dankbar. Als ich das gehört habe, merkte ich auch wie mein Sohn da etwas auftaute.
Und langsam gewöhnt er sich an den Gedanken.
Und er sagte mir dass es kürzlich einem Mädchen aus seiner alten Grundschule passiert sei, die saß morgens geknickt an der Haltestelle. Und er hat dann auch sie aufgebaut und ihr die gleichen Worte mitgegeben, dass sie nicht traurig sein soll, bei ihm ist es auch gerade so..“

Dein Sohn wird sich sicher auch mit Klassenkameraden und Freunden austauschen. Auch ein Vertrauenslehrer kann da sehr viel helfen.
Aber was helfen kann ist, dass Du auch mal zumindest den Klassenlehrer kontaktierst und ihm die Situation im Vertrauen schilderst. Und falls dein Sohn zB auffällig werden sollte (Notensturz, unaufmerksam, zerstreut..etc) seid ihr schnell im Dialog. Das hat hier sehr geholfen

x 4 #66


C
Zitat von Atomicblue:
@Verzweifelt79 Guten Morgen, Das Gefühl kenne ich, mit den Nachbarn..und lustigerweise sind hier einige, die schnell und verhuscht an einem ...

Kann ich in allen Punkten unterschreiben. Solche Erlebnisse wie das mit dem Trainer habe ich öfters, gerade kürzlich mal wieder im Rahmen einer Hobbygruppe, mit einer Frau, bei der alles immer so bilderbuchmäßig gewirkt hat. Und klar wünscht man es niemandem - aber es tut auch gut, dass man nicht allein ist.

Mein Jüngster fand am Anfang auch alles doof, z.B. auch die neue Wohnung, obwohl die wirklich nett ist. Das war seine Art, mit seiner (berechtigten) Wut über die Trennung umzugehen. Mittlerweile ist alles viel besser. Wichtig ist wirklich vor allem, dass man Vater und Next nicht schlecht macht (auch nicht nonverbal, z.B. mit Stirnrunzeln oder Augenrollen), einfach für die Kids da ist und sie dann auch ein bisschen ihren eigenen Weg finden lässt, mit der Trennung umzugehen.

K3s damaligen Klassenlehrer habe ich auch informiert und ihn auch gebeten, mich z.B. auch zu informieren, sollte er mal nicht in der Schule auftauchen (war eigentlich in der Klassenstufe nicht mehr üblich). Hat er mir auch gleich zugesichert und mir gesagt, er fände das sehr gut, wenn Eltern da proaktiv auf ihn zukämen.

x 1 #67


Verzweifelt79
@Atomicblue
Danke für deine Nachricht. Die konnte ich heute wirklich gut gebrauchen, da ich immer noch ziemlich durch den Wind bin. Aber so langsam kommt es an, dass das alles hier real ist.

Heute ist es genau eine Woche her und ich kämpfe die ganze Zeit damit, nicht ständig dran zu denken, was heute vor einer Woche war. Der erste Gedanke morgens war: Jetzt vor einer Woche, war meine Welt in Ordnung. Dann kam nachmittags das Gespräch, die Trennung und gegen Spätnachmittag der Auszug…. Ich bin einfach nur froh, wenn der heutige Tag um ist.

Meinem Sohn geht es seit gestern leider auch richtig schlecht. Ich glaube, es ist jetzt erst richtig bei ihm angekommen. Er weint sehr viel und ich habe ihn gestern und auch heute Zuhause gelassen. Schule wäre zwar Struktur und die ist wichtig aber wenn er schon morgens beim Aufstehen weint macht das wenig Sinn. Wir liegen viel zusammen im Bett und kuscheln und schauen TV. Er will leider wenig reden aber ich versuche, ihn nicht zu drängen.

So langsam wandelt sich meine reine Trauer und wird abgelöst von Wut. Vor allem deswegen, was er unserem Sohn damit antut. Und während er ja direkt ausgezogen ist, sitze ich hier, muss die tiefe Trauer unseres Sohnes ertragen und irgendwie schauen, wie ich den Scherbenhaufen zusammen gekehrt bekomme.
Mein NM hat sich bisher einmal mit unserem Sohn zum Mittagessen getroffen aber laut meinem Sohn haben sie sich da nur über Essen unterhalten. Er hat ihn nicht mal gefragt, wie es ihm mit der Trennung geht.

x 1 #68


C
Zitat von Verzweifelt79:
@Atomicblue Danke für deine Nachricht. Die konnte ich heute wirklich gut gebrauchen, da ich immer noch ziemlich durch den Wind bin. Aber so langsam ...

Oh je, der Arme. Und ja - es ist total ungerecht, dass wir gebeutelten Verlassenen auch noch die Kinder auffangen müssen, ihre Wut und Trauer handeln müssen. Aber du schaffst das!
Es ist sicher nicht schlimm, wenn dein Sohn ein paar Tage nicht zur Schule geht - trotzdem würde ich schauen, dass er nach Möglichkeit morgen wieder geht und auch Hobbytermine etc. wahrnimmt, wenn es irgend geht. Die partielle Normalität wird ihm guttun (und dir auch). In Bezug auf seinen Vater würde ich ihn ermutigen, mit ihm über die Trennung zu sprechen, wenn er das möchte - also das Thema selbst anzusprechen. Es ist leider häufig, dass die Verlasser einen auf heile Welt machen, weil sie nicht mit den negativen Gefühlen der Kinder konfrontiert werden möchten.

Dass bei dir selbst langsam Wut aufkommt, ist sehr gut. Wut ist ein kraftvolles Gefühl und lähmt nicht so wie Trauer. Versuch, diese Energie in eine gute Richtung zu kanalisieren. Sie kann dabei helfen, ins Handeln zu kommen.

x 2 #69


Wulf
Zitat von Verzweifelt79:
Er redet aktuell allerdings auch alles andere schlecht, findet das wir uns auseinander entwickeln und das wir keine gemeinsame Basis haben.

Die Anmerkung finde ich bedenklich, er scheint eine andere zu finden/haben/gefunden zu haben.

Zitat von Verzweifelt79:
Seine Antwort war, dass wir nochmal reden können, er aber nicht glaubt, dass das etwas bringt.

Eine andere scheint an der Angel.

Zitat von Verzweifelt79:
Es kann doch nicht in so kurzer Zeit alles aus 20 Jahren weg sein. Ich denke immer noch, dass, wenn er ruhiger über das alles nachdenkt, es auch erkennen muss…

Ja, auf dem Irrweg war ich auch mal. Da scheint bei dir wirklich die Flamme der Hoffnung auf maximum zu stehen.
Wieviel % Hoffnung würdest du aktuell ansetzen?
Was dir Birkai wegen der Einstellung zu eurer Beziehung geschieben hat, kann ich durchaus bestätigen. Aus Hoffnung wird Forderung, danach wird es Egal. Es ist leider ein Prozess, der dich Tränen kosten wird. Ich nenne das Tal der Tränen.

Zitat von Verzweifelt79:
Ich habe zwar nicht gebettelt aber um Liebe argumentiert.

Kannst du machen, solltest du jedoch nicht. Mit dieser unterwürfigen Einstellung ziehst du dich selbst runter.
Aus einem "Du bist mein Partner an meiner Seite" wurde ein "Warum willst du gehen?"

Zitat von Verzweifelt79:
Ich habe es einfach nicht über mich gebracht, es ihm zu sagen obwohl wir uns wirklich gut verstehen.

Brauchst du auch noch nicht. Der Tratsch beginnt automatisch, wenn eure Nachbarn bemerken, daß sein Auto nicht mehr dort steht und er auch nicht mehr gesehen wird. Keine Sorge, die Neugierde wird die Leute schon rauslocken.

Zitat von Verzweifelt79:
Jetzt vor einer Woche, war meine Welt in Ordnung.

Super Spruch! Auch wenn er einen traurigen Hintergrund hat.

x 2 #70


-Lucy
@Verzweifelt79
Große Umarmung für dich 🫂

#71


Violettsloth
Zitat von Atomicblue:
Als mein NM die Trennung ausgesprochen hat, habe ich die ersten ca 2 Monate mich gehofft. Habe versucht zu diskutieren, mit ihm eine Lösung zu finden, das Ruder rumzureissen. Habe auch tatsächlich die Fehler bei mir gesucht, habe argumentiert, rechtfertigt usw.

Das kommt mir so bekannt vor. Ich habe mich nach der Trennung, obwohl sie von mir ausging, so zum Obst gemacht Kopfschüttelnder Smiley Das ist mir heute noch soooo peinlich. Aber man ist wie eine Gefangene der Hormone. Da kickt erstmal alles rein.
Zitat von Verzweifelt79:
Das einzige was mich im Moment aufrecht hält, ist die Hoffnung, dass er zurück kommt. Und ich merke selbst, wie jämmerlich und erbärmlich das ist und klingt.

Das ist ganz normal, nimm diesen Zustand erstmal so an. Es ist eine Ausnahmesituation, dir wurde quasi dein Leben von jetzt auf gleich entrissen, das dauert einfach seine Zeit, bis es wieder Richtung Normalität geht.
Zitat von Atomicblue:
Dass Du auf Distanz gehst is wichtig.

Absolut. Nur den notwendigsten Kontakt. Das hilft auch dir, wieder vorwärts zu blicken. Im Moment idealisierst du vermutlich alles. Aber je mehr Abstand reinkommt, umso mehr hast auch du die Möglichkeit, mit klaren Blick auf eure Ehe zu schauen. Und vielleicht stellst du dann fest, dass du diese Ehe so wie sie war, auch gar nicht mehr möchtest.
Ich vermute übrigens auch eine andere Frau dahinter. Ist bei den meisten Männern so. Die wenigsten schmeißen Hals über Kopf alles hin. Nur wenn eine neue an der Ecke winkt. Muss hier nicht der Fall sein, wundern würde es mich aber nicht.
Zitat von Verzweifelt79:
Es ist ihm peinlich (typisch Teenager

Normal. Aber auch hier wird die Zeit helfen. Mein Sohn war 11 bei der Trennung und hat bitterlich geweint, weil er in einer richtigen Familie aufwachsen wollte. In seinem Freundeskreis gab es aber auch Trennungskinder oder es kamen noch welche dazu. Inzwischen ist diese Familienkonstellation für ihn ganz normal.
Zitat von Birkai:
Aus ich nehme ihn ohne Vorbehalte zurück, wurde "Nur mit Paartherapie" bis hin zu "Ich will ihn nicht zurück".

Bei mir auch ganz genau so. Heute bin ich sehr froh darüber. Manchmal schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen und sage: Danke, dass du nicht zurückgekommen bist. Ja, es ist heute einiges anstrengender. Statt Teilzeitjob muss ich Vollzeit gehen, bin alleinerziehend mit Teenager, Haus und zwei Katzen. Aber ich bin viel glücklicher als in den letzten Jahren meiner Ehe. Um nichts auf der Welt würde ich die zurückhaben wollen.

x 4 #72


Birkai
Zitat von Verzweifelt79:
Meinem Sohn geht es seit gestern leider auch richtig schlecht. Ich glaube, es ist jetzt erst richtig bei ihm angekommen. Er weint sehr viel und ich habe ihn gestern und auch heute Zuhause gelassen. Schule wäre zwar Struktur und die ist wichtig aber wenn er schon morgens beim Aufstehen weint macht das wenig Sinn. Wir liegen viel zusammen im Bett und kuscheln und schauen TV. Er will leider wenig reden aber ich versuche, ihn nicht zu drängen.

Wir haben unseren Kindern damals die Möglichkeit gegeben,die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Sie haben sich beide dagegen entschieden, da wir/ ich sie gut auffangen konnten und auch Freunde helfen konnten. Ich habe mir aber damals Hilfe gesucht, wie ich meine Kinder besser auffangen konnte.

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Atomicblue
Zitat von Wulf:
Die Anmerkung finde ich bedenklich, er scheint eine andere zu finden/haben/gefunden zu haben. Eine andere scheint an der Angel. Ja, auf dem Irrweg ...

@Wulf Leider wirklich oft so wie seines schreibst.

Vorab: Ich denke eine Trennung lockt heute nicht mehr den Hund hinterm Ofen hervor. Die Nachbarn gucken und spekulieren vielleicht mal etwas aber nach kurzer Zeit scheinen sich alle wieder mit ihrem eigenen Kram zu befassen. In meinem Fall ist es zudem so dass mein NM auf den Klatsch und Tratsch klarkommen muss, wenn dann mal seine Neue bei ihm ein- und ausgeht.
Ich bin in einer neuen und schönen Gegend gelandet, habe sympathische Nachbarn und muss mich selbst vor ehemaligen Nachbarn, Eltern aus dem Verein usw. nicht rechtfertigen. Ich habe keine Affäre, ich habe nicht gelogen und kann allen (inklusive meinem NM und mir selbst) in die Augen schauen.

Aber sein Verhalten wirkt tatsächlich so, dass da eine Neue dahinterstecken kann.
Bei mir war es anfangs ähnlich - auseinandergelebt, er muss auf sich selber klarkommen, seine chronische Krankheit, er weiß gerade selber nicht was er will.
Er hat mehrfach verneint dass es jemanden gibt.

Und wären mir nicht durch einen saudummen Zufall diese Fotos aufs Endgerät gespült worden (Sohn wollte zocken, ich musste ihm da was freischalten, dafür WhatsApp nochmal laden, das Tablet lief über die Cloud des Mannes, und in dem Moment ploppte eine Nachricht auf…badummm-tsssss
Und noch heute leugnet er hartnäckig, dass sie damals schon „zusammen“ waren. Es seien nur Bilder von Tagungen. Die Gefüüüühle wären erst ein halbes Jahr nach der Trennung gekommen.

Aber hier im näheren Umfeld höre ich so viele ähnliche Geschichten.
Das Verhalten bei der Trennung, die Ausflüchte.
Und einige Monate (!) später haben sie plötzlich jemand neues an der Hand.
Und fast immer ist es jemand, der oder die schon vorher im Umfeld irgendwie rumgeisterte…und wo immer dementiert wurde, dass da was läuft.

Der oder die nette Bekannte, der neue Kollege, die Neue im Sportverein oder in der Zunft, die Mutter/Vater des Klassenkameraden, ein netter Freundesfreund(in) oder jemand in der Gaming-Community und und und

Der Senf ist fast immer der gleiche.

Und nach der Trennung wird diese Liebschaft noch eine Weile „bedeckt“ gehalten und wenn dann mal die erhitzten Gemüter etwas abgekühlt sind, dann kommen sie plötzlich als glückliches Pärchen auf die Bühne.
Hachja, wir haben dann irgendwann mehr füreinander empfunden, es hat dann plötzlich gefunkt *hihi *zwinkizwonki

Dabei lief das schon lange vor der Trennung. Nur irgendwann werden der Druck und die Erwartungen zu hoch und dann muss ja die Bombe platzen.

Denn es will ja keiner als der Böse dastehen, der die Familie für jemand anderen verlassen hat. Und will auch diese Affäre ein Stück weit schützen, damit sie/er nicht schuld ist, dass Mama und die Kinder so viel weinen müssen..

Es ist echt krass wie sich dieses Muster wiederholt. Egal ob bei Männern oder Frauen.

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Atomicblue
Zitat von Birkai:
Wir haben unseren Kindern damals die Möglichkeit gegeben,die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Sie haben sich beide dagegen ...

Das kann ich ebenfalls nur empfehlen.

In den Schulen bieten auch Vertrauenslehrer oder Schulsozialarbeiter gute Möglichkeiten an. Oder eine Beratung bei der Caritas, Diakonie etc. kann schon helfen, um sich ein bisschen zu sortieren.

x 1 #75


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