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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

Balu85
Zitat von GreenTara:
Nein, es tut dem Kind nicht gut, wenn eine leere Hülle anwesend ist, bzw. wenn die Mutter negative Signale sendet.

Hab ich auch nicht gesagt das es dem Kind gut tut.
Zitat von GreenTara:
Die gleichen Fragen stellen sich auch bei der inneren Abwesenheit der Mutter.
Wie soll ein Kind einen Selbstwertgefühl entwickeln, wenn kein emotionaler Dialog mit der Mutter stattfindet?

Zumindest die Frage warum er/sie nicht mehr da ist bzw. das Kind nicht will entfällt. Und wenn die Person anwesend ist gibt es zumindest theoretisch die Chance eine Antwort auf die Fragen zu bekommen.
Zitat von GreenTara:
Ich weiß nicht, wie du zu deiner Ansicht gekommen bist.

Es ist meine Erfahrung.

Aber ich denke du betrachtest das einfach aus einem anderen Blickwinkel. Für Erwachsene ist es mehr oder minder logisch das es besser ist keinen Kontakt zu haben als mit so einer Person immer wieder in den Kampf zu gehen.
Aber das war ja gar nicht Inhalt meiner Aussage. Sondern ein Kind sieht das nicht so....es sagt sich nicht rational "besser das Mama/Papa nicht da ist, sonst würde mich das mehr verletzen". Es spürt nur die Sehnsucht und hofft das dieses Gefühl mit der Anwesenheit gestillt wird. Denn die Vergleichsmöglichkeit gibt es ja gar nicht.

x 1 #1201


M
Zitat von Scheol:
@Mia83333 Nein, Der TE schrieb ja schon das die Kinder wie es aussieht eine Belastung darstellt für sie und sie am liebsten gar nicht mehr zurück ...

Das wäre vermutlich besser gewesen und nun heißt es Verantwortung zu übernehmen für sein Handeln, statt sich raus zu reden. So schlimm ihre Erkrankung sein mag, sie ist nicht die Baustelle ihrer Mitmenschen.

x 1 #1202


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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N
Zitat von PapaEmeritus:
aber dich hier ewig in der Warteschleife lassen, weil sie so schlimm krank und traumatisiert ist. Hör auf, dich verarschen zu lassen.


Zitat von Mia83333:
Natürlich manipuliert die NF mit ihrer Erkrankung

Da bin ich bei Scheol und glaube nicht, dass das Berechnung ist. Ich halte es für "Belastungstaumeln".
Die aktuelle Situation ist unerträglich, aber es fehlt die Kraft, die grundlegenden Probleme zu lösen, also werden immer wieder Hau-Ruck Lösungen und Fluchten versucht, zu denen aber auch die (psychische) Kraft zur Durchführung fehlt. Daran folgt Prokrastination und das Abstützen auf den anderen.

Da werden beide(!) ohne Hilfe von außen auch nicht herauskommen. Denn beide können aktuell die emotionale Arbeit, die nötig wäre, nicht leisten.

Jules starrt ja auch seit Jahren auf seine Frau mit dem Anspruch, dass sie die emotionale Arbeit leisten soll, die nötig ist, damit er arbeiten gehen kann. Völlig egal, ob er Geld nach Hause bringt oder nicht, seine Frau oder ein Kind krank ist oder nicht. Damit er erfolgreich sein kann, muss sie ihn durch mütterliches Funktionieren entlasten.

Und umgekehrt genauso. Sie erwartet von ihm die emotionale Arbeit, dass eine kaputte Spülmaschine sie nicht (zusätzlich) belastet. Er soll Geld hinbringen und Lösungen finden, damit sie auf einer Basis der Sicherheit und materiellen Freiheit 24/7 für die Kinder funktionieren kann.

Beide sind nicht autark.
Beide erwarten, dass der andere es jetzt richtet.

Jules hält sich an dem Gedanken fest, dass er ja immerhin noch besser ist als seine Ex, weil er ein paar Wochen mit den Kindern allein durchhält, während sie schon früher zusammen klappt. Dabei wird übersehen, dass das emotionale Auffangen des Sohns auch zur Betreuung gehört.

Und seine Ex hält sich an dem Gedanken fest, dass wenn sie weggeht und wahlweise Jules oder Jules und die Kinder sich selbst überlässt, zumindest genug Kraft für sie selbst übrig bleibt.

Den Gedanken, abzuhauen und die Kinder zurück zu lassen, hatte Jules übrigens auch schon vor 50 Seiten.

Beide flüchten immer nur für kurze Zeit, um eben der Belastung durch den anderen zu entgehen und sich in ein Leben zu träumen, in dem der andere sich besser verhält, was ihnen dann ermöglichen würde, selbst ein besseres Leben zu führen.

Der Weg da raus führt nur über die Akzeptanz, dass jeder die emotionale Arbeit für sein eigenes Wohlbefinden selbst leisten muss und sich dabei von außen helfen lassen darf.

Und dass es für die Kinder nicht reicht, wenn etwas "besser" als die noch schlechtere Variante ist, sondern das Ziel "gut" sein muss.

x 2 #1203


Scheol
@PapaEmeritus

Zitat:
Es geht nicht darum zu sagen, dass Trauma nicht schlimm ist, oder jemandem ein Trauma abzusprechen. Das darf aber eben nicht immer als Entschuldigung genommen werden, weil das ja dazu führt, dass man viel länger in solchen Geschichten verharrt,

Deshalb auch der Satz vor ein paar Tagen …..

„ der traumatisierte ist dafür verantwortlich zurück in die Gesellschaft zu kommen und nicht die Gesellschaft muss sich jeden traumatisierten anpassen.

Zitat:
wie man beim TE sieht. Dass er das natürlich klären und die Ehe retten will, ist absolut verständlich, das würde jeder so machen. Aber zu welchem Preis.

Ich kann nur versuchen von oben analytisch , auf die Sache zu blocken und zu erklären was es vermutlich sein könnte.

Ein richtigen Ratschlag kann man nicht geben. Außer das der TE in seine Mitte bleiben soll. Nur schaffen es Traumatisierte eine Person oft aus der Mitte zu heben wenn sie in ihren Modus rutschen.

Wichtig wäre ein vernünftiger Therapeut für sie.

Zitat:
Wenn für jedes miese Verhalten Trauma als Entschuldigung genommen wird, findet jeder irgendein ein Trauma in seiner Biografie,

Alles was eine Person aus der Mitte hebt , hat eine Ursache und vermutlich ein offene Wunde.

Gestern ist diese Dame mir auch auf den Keks gegangen. Und dachte so , boar ey warum Schafft die das bei mir. Und dem Te hilft nicht wenn wir alle aus der Mitte raus sind , das ist er schon selbst oft genug.

Zitat:
um dann andere Menschen wie Dreck zu behandeln. Dass der TE sich mit seinem Fremdgehen natürlich ein absolutes Eigentor geschossen hat, ist absolut klar und das sollte er auch reflektieren.

Keine Ahnung warum er das tat ? Auch er schrieb was von Verlusttrauma und da kanbnkan nachlesen das unter traumafolgestörung , die Selbstsabotage der eigenen funktionierende Beziehung steht.

Wenn er Angst vor Verlust hat ,warum macht er das ? Weil die Konsequenz sind im Normalfall bekannt.

Also hier sind Dynamiken bei beiden am laufen , die fachlich hinterfragt und aufgearbeitet werden sollten. Sonst kommt das zu den Dynamiken wie man hier lesen kann.


Zitat:
Ich zB würde Fremdgehen nicht verzeihen. Aber immer alles auf Trauma zu schieben, ist mir eben viel zu einfach.

Vieles ist leider mit dem Thema behaftet und umso länger ich mich mit dem Thema beschäftige, kommt man immer wieder auf dieses Thema seltsamerweise.

Wenn man sich z.b. die körperlichen Dinge anschaut die durch das Zuviel an Energie im Körper durch solch Ereignis passieren , da ist die Liste sehr sehr sehr sehr lang.


Ich nenne es sicherlich nicht gut was diese Frau macht, will aber erklären woran es liegen könnte, was was zusammen hängen könnte…..
Was dem TE vielleicht hilft besser zu verstehen oder besser für sich und die Kinder einen Entschluss zu treffen.

x 2 #1204


M
Zitat von Nalf:
Da bin ich bei Scheol und glaube nicht, dass das Berechnung ist. Ich halte es für "Belastungstaumeln". Die aktuelle Situation ist ...

Naja dem TE ihre Erkrankung zu erörtern und zu sagen sie kann nicht ist meiner Meinung nach Berechnung. Sie weiß ja dann das der TE Mitgefühl hat und nimmt ihr einiges ab. Manipulation kommt bei psychischen Erkrankungen häufig vor und auch bei Borderline ( die Diagnose stand ja bei ihr im raum).

x 3 #1205


Balu85
Zitat von Nalf:
Da bin ich bei Scheol und glaube nicht, dass das Berechnung ist.

Das ist immer schwer zu sagen denke ich, man kann ja niemanden in den Kopf schauen. Aber ich denke das es eher selten vorkommt das sich jemand bewusst denkt "ich muss nur dies oder jenes sage, dann macht er/sie das was ich will".
Ich vermute es ist eher so eine Art inneres Gefühl, sich zu erklären zu begründen und weil die Person das halt gerade so sieht und fühlt. Im Ergebnis bleibt es meiner Ansicht nach aber eine Manipulation. Ich unterscheide da aber zwischen bewusster und unbewusster Manipulation. Und selbstverständlich gibt es da kein schwarz weiß. Außerdem lernen Menschen ja auch wie sie ihren Willen durchsetzen. Ob die Mittel dazu nun eine bestimmte Bezeichnung haben ist da zunächst unerheblich.
Zitat von Nalf:
Jules starrt ja auch seit Jahren auf seine Frau mit dem Anspruch, dass sie die emotionale Arbeit leisten soll, die nötig ist, damit er arbeiten gehen kann. Völlig egal, ob er Geld nach Hause bringt oder nicht, seine Frau oder ein Kind krank ist oder nicht. Damit er erfolgreich sein kann, muss sie ihn durch mütterliches Funktionieren entlasten.

aha....meiner Ansicht nach eine sehr freie Interpretation. Aber ok.

x 3 #1206


PapaEmeritus
Zitat von Scheol:
Alles was eine Person aus der Mitte hebt , hat eine Ursache und vermutlich ein offene Wunde.


Das sehe ich eben anders, aber das ist hier nicht das Thema.
Die Situation ist natürlich absolut verworren und der TE ist definitiv nicht unschuldig daran. Vielleicht macht er es sich auch etwas zu einfach, trotzdem ist und bleibt das Verhalten dieser Frau untragbar. Und man kann definitiv seine eigene Verantwortung sehen, ohne dem Gegenüber einen Freifahrtsschein aufgrund eines Traumas zu geben.

#1207


Scheol
@Nalf
Zitat:
Da bin ich bei Scheol und glaube nicht, dass das Berechnung ist. Ich halte es für "Belastungstaumeln".

Die Frau steht auf einem Hochseile ohne Training ohne Trainer ( Therapeuten ) , in 10 Meter Höhe und versucht irgendeine Strategie zu entwickeln um zu überleben.

Braucht sie da noch Kinder zum aufpassen ?

Die will einfach aus ihrer Warzone raus.


Zitat:
Die aktuelle Situation ist unerträglich, aber es fehlt die Kraft, die grundlegenden Probleme zu lösen, also werden immer wieder Hau-Ruck Lösungen und Fluchten versucht, zu denen aber auch die (psychische) Kraft zur Durchführung fehlt. Daran folgt Prokrastination und das Abstützen auf den anderen.

Bei Trauma sieht es so aus das eine Person schwer bis keine Entscheidung treffen kann!


Zitat:
Da werden beide(!) ohne Hilfe von außen auch nicht herauskommen. Denn beide können aktuell die emotionale Arbeit, die nötig wäre, nicht leisten.

Beide destabilisieren sich wenn sie getriggert werden oder den anderen Triggern.

Zitat:
Beide sind nicht autark.
Beide erwarten, dass der andere es jetzt richtet.

Beide erstarrt 🤔 Und funktional …

Zitat:
Dabei wird übersehen, dass das emotionale Auffangen des Sohns auch zur Betreuung gehört.

Beide mit sich zu sehr „beschäftigen“ sind und was übersehen ….. 🤔

Zitat:
Und seine Ex hält sich an dem Gedanken fest, dass wenn sie weggeht und wahlweise Jules oder Jules und die Kinder sich selbst überlässt, zumindest genug Kraft für sie selbst übrig bleibt.

Sie versucht Ressourcen zu aktivieren und die Überlebensstrategie zu entwickeln ….

Zitat:
Den Gedanken, abzuhauen und die Kinder zurück zu lassen, hatte Jules übrigens auch schon vor 50 Seiten.

Ein ehemaliger Kollege war 13 als sein Vater abhaute am Morgen , und seine Mutter am Mittag……

Beide Elternteile dachten das der andere zurück kommt an dem Tag.

Nach einem Jahr kam der Vater wieder und fragte ihn wo Mama ist , er sagte „ sie ist am selben Tag abgehauen wie du“…..

Ich hatte mich damals nicht getraut zu fragen wie das mit dem Geld usw. ging. Dauerauftrages liefen und ich glaube die Oma die auch sehr krank war , half etwas.

Nicht das man hier sowas auch erlebt. …..

Zitat:
Beide flüchten immer nur für kurze Zeit, um eben der Belastung durch den anderen zu entgehen

Bis das System sich wieder beruhigt……. Und wieder in den Kreislauf zurück gehen.

Zitat:
Der Weg da raus führt nur über die Akzeptanz, dass jeder die emotionale Arbeit für sein eigenes Wohlbefinden selbst leisten muss und sich dabei von außen helfen lassen darf.

Und die Hilfe wurde Jahre,… jahrzehntelang nicht gesucht…..

Zitat:
Und dass es für die Kinder nicht reicht, wenn etwas "besser" als die noch schlechtere Variante ist, sondern das Ziel "gut" sein muss.

👍

x 2 #1208


Scheol
Zitat von PapaEmeritus:
Das sehe ich eben anders,…..

Kannst du gerne nachlesen bei Professor Dr. Franz Ruppert , Damir Charif, Verena König , Dr. Udo Bär ,…..

das ist ja nicht was ich mir ausgedacht habe. Aber sicher kannst und darfst du auch deine Meinung haben das es nicht stimmig für dich ist.

Zitat:
Und man kann definitiv seine eigene Verantwortung sehen, ohne dem Gegenüber einen Freifahrtsschein aufgrund eines Traumas zu geben.

Du scheinst glücklicherweise keine Erfahrung mit diesem Thema und deren Auswirkungen zu haben. Sei froh darüber.

Ein Gehirn kann sich bis zu 30 % nach Trauma erleben verändern. Da ist definitiv und logisch nichts mehr normal wie vorher.

Ich hätte gern auf diese, meine Erfahrungen vor 8 Jahren verzichtet und hätte lieber gar keine Ahnung von dem Thema, das kannst du mir glauben.

x 3 #1209


Plague
Zitat von Scheol:
die hat nicht mal ansatzweise die Ahnung wie sie was machen könnte.

Sorry, wenn ich das grad nicht mehr auf dem Schirm habe: Ist die Diagnose einer Traumafolgestörung jetzt ein Produkt der Forumsdiskussion oder ist das tatsächlich evident?

x 1 #1210


M
Zitat von Plague:
Sorry, wenn ich das grad nicht mehr auf dem Schirm habe: Ist die Diagnose einer Traumafolgestörung jetzt ein Produkt der Forumsdiskussion oder ist ...

Ich finde viel erschreckender das weder der TE was unternimmt noch das die NF auszieht. Die armen kinder, die bekommen die ganze instabile situation mit ohne Aussicht auf besserung. Ich hoffe das die kinder halbwegs unbeschadet davon kommen.

x 1 #1211


Plague
Zitat von Mia83333:
Ich finde viel erschreckender das weder der TE was unternimmt noch das die NF auszieht.

Es wären Veränderungen - nicht nur positive.
Außerdem wäre beides mit ein paar unangenehmen Erkenntnissen verbunden.
Mal echt - wer braucht das? 😉

#1212


Scheol
Zitat von Plague:
Aber frau kann sich trotz Trauma der Verantwortung den Kindern gegenüber bewusst sein und sich entsprechend verhalten. Das scheint bei ihr noch nicht angekommen zu sein. 🤔

Wenn man bedenkt , das wo sie gerade ist, statt ein Safe Place für sie , nun die War Zone geworden ist , und sie deshalb flüchtet, rennt sie gerade los, um ihr Leben und vergisst die Kinder dabei.
„Der traumatisierte kommt von der Reaktion sofort in die Aktion“. ein Denken ist dem nicht mehr möglich,

wenn das Haus am einstürzten ist , werden viele panisch aus dem Haus rennen ohne die Kinder.

die ist seit der Reha in einem Ausnahmezustand wie ein Huhn ohne Kopf habe ich den Eindruck.
Die ist im Freien Fall und hofft mit irgendeinen Handeln Stabilität zu erzeugen.

Und keine Person „außer die aus der Reha“ können sie co regulieren.
wobei ich denken das es die falschen Berater gerade sind für sie.

x 4 #1213


M
Zitat von Plague:
Es wären Veränderungen - nicht nur positive. Außerdem wäre beides mit ein paar unangenehmen Erkenntnissen verbunden. Mal echt - wer braucht das? ...

Also ich würde ein ruhiges stabiles Leben, ein Leben im Chaos und Leid vorziehen. Aber jeder wie er im mag.

#1214


M
Zitat von Scheol:
Wenn man bedenkt , das wo sie gerade ist, statt ein Safe Place für sie , nun die War Zone geworden ist , und sie deshalb flüchtet, rennt sie gerade ...

Eine Zone die sie selber verbockt hat, indem sie den TE mit den Fixkosten hängen lässt und die Kinder. Wir ernten was wir säen. So ist das nunmal, Erkrankung hin oder her. Sie hätte es anders haben können, wollte sie nicht.

x 1 #1215


A


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