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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

Scheol
Zitat von Plague:
Sorry, wenn ich das grad nicht mehr auf dem Schirm habe: Ist die Diagnose einer Traumafolgestörung jetzt ein Produkt der Forumsdiskussion oder ist das tatsächlich evident?

Die Chefärztin aus der Reha hat ihr die Diagnose komplexe ptbs mitgegeben und etwas Borderline vermutlich.
( sie hätte auch gerne gesehen das die Frau des TE , 10 Wochen in eine Klinik ( geschlossene ? ) gegangen wäre. Was die Frau des TE’s abgelehnt hat.

taktisch klug wäre es wenn der Hausarzt ihr ein Therapeuten für das Thema besorgen würde.

x 2 #1216


Plague
Zitat von Mia83333:
Also ich würde ein ruhiges stabiles Leben, ein Leben im Chaos und Leid vorziehen

Wer würde das mit klarem Verstand und Blick von außen nicht?
Allerdings kann ich auch @Scheol 's Ausführungen in seinem vorletzten Beitrag nachvollziehen.
Permanenter Hochstress ist nicht die beste Vorausetzung für den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Großhirns und den Blick über den eigenen Tellerrand.

Zitat von Scheol:
Die Chefärztin aus der Reha hat ihr die Diagnose komplexe ptbs mitgegeben und etwas Borderline vermutlich.
( sie hätte auch gerne gesehen das die Frau des TE , 10 Wochen in eine Klinik ( geschlossene ? ) gegangen wäre. Was die Frau des TE’s abgelehnt hat.

Danke für die Gedächtnisauffrischung. 👍

Zitat von Scheol:
taktisch klug wäre es wenn der Hausarzt ihr ein Therapeuten für das Thema besorgen würde.

Das würde Zeit und Sachkenntnis voraussetzen. 🤔

x 2 #1217


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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M
Zitat von Plague:
Wer würde das mit klarem Verstand und Blick von außen nicht? Allerdings kann ich auch @Scheol 's Ausführungen in seinem vorletzten Beitrag ...

Stimmt wohl, aber es gehört auch ein funken Eigenverantwortung dazu. Die NF hätte länger in der Reha bleiben können, andere Hilfen annehmen. Man ist ja kein Opfer äußerer Umstände. Es ist nicht die Aufgabe des TE sie aufzufangen. Er sollte sich schützen und vor allem seine Kinder!

x 1 #1218


Scheol
@Mia83333
Zitat:
Ich finde viel erschreckender das weder der TE was unternimmt noch das die NF auszieht.

Und hier beschreibst du sehr gut , das nicht bewegen aus der Situation = starre.

Beide verweilen in dieser Situation weil sie dieser als sicher empfinden als wie das Unbekannte danach.

Er wird in seiner Verlustangst getriggert sie in irgendwas anderem. Der Kreislauf läuft , mal schneller mal langsamer. Und beide haben es schwer in ihrer Mitte zu bleiben.


In der Psychologie gibt es ein Beispiel, wo Affen 20 oder 30 Jahre lang in einem Zoo gelebt haben und auch misshandelt wurden.

Diese Tiere wohnen nach 20 oder 30 Jahren in einem Käfig in den Dschungel gefahren.

Die Wärter öffneten die Tür, und was passierte? Nichts! Die Affen blieben in dem Käfig sitzen!

Die Affen fanden den Käfig, wo auch die Misshandlungen stattgefunden hatten, als wesentlich sicherer als wie der unbekannte Dschungel, der für die Affen lebenswerter gewesen wäre.

Manchmal ist Psychologie etwas sehr seltsam, wie man auch an diesen Beispiel hier sehr gut erkennen kann.

Oft verweilen Menschen in toxischen Beziehungen, weil der ist Zustand, als ertragbar angesehen wird.
Zum Beispiel, die Schläge um 9:00 Uhr morgens, daran hat man sich gewöhnt. Andere schlimme Sachen um 15:00 Uhr. Daran hat man sich gewöhnt. Man kann sozusagen damit umgehen.
Ein neuer Partner, ein neuer Mensch, wirkt bedrohlich, weil wir nicht wissen, was da auf uns zukommt. Deswegen verweilen viele Menschen in toxischen Beziehungen, in toxische Konstellationen.


Die armen kinder, die bekommen die ganze instabile situation mit ohne Aussicht auf besserung. Ich hoffe das die kinder halbwegs unbeschadet davon kommen.

x 2 #1219


PapaEmeritus
@Scheol

Ich könnte jetzt genauso Namen nennen, die das anders sehen wie zb George Simon, Robert Hare, Dr. Stefan Bäumler… Aber das tut hier nichts zur Sache. Es geht mir eben nur darum, dass man traumatische Erlebnisse eben nicht immer als Entschuldigung für alles nehmen darf. Ich weiß nicht, ob ich mich da undeutlich ausdrücke. Es geht nicht darum zu sagen, dass solche Erlebnisse keine Rolle spielen, im Gegenteil. Es geht nur darum, dass das eben nicht immer als alleinige Entschuldigung für das Verhalten genommen werden darf. Ich versteh auch nicht, warum das immer so ein Problem darstellt. Sobald man argumentiert, dass Trauma oder andere negative Erlebnisse nicht als alleinige Ursache oder Entschuldigung gelten sollten, ist das anscheinend sofort ein Problem. Warum ist selbst der Versuch, das etwas differenzierter zu betrachten sofort problematisch? Bin dann erstmal raus. Dem TE wünsche ich trotz allem viel Durchhaltevermögen und viel Kraft.

x 2 #1220


G
Zitat von Jules189:
Richtig, auch das eventuelle Trauma bzw. Das Verhalten meines Sohnes machen mir große Sorgen in Bezug auf die Trennung. Vor allem wenn es ein Rosenkrieg werden würde

Also mal so.

Klar Sorgen und Gedanken und Gefühle usw. Alles da. Das ist gut.

Wenn du das alles hast, dann musst du auch was tun.

Also aktiv werden. Etwas anpacken dir ein Ziel setzen mit dem was zu erreichen ist.

Eine Liste mit Themen.
Das rühren im Problemtopf bringt nur etwas, wenn daraus auch ein Gericht zum Essen wird.

Es muss konkret werden.
Das heißt losgehen, vorangehenden und vor allem Entscheidungen treffen.

Das Deck liegt in der Hand, nun musst du die Karten auch spielen.

Dinge werden von allein nicht besser.
Analysen hast du genug 😊

Was ist dein nächster Schritt?

x 2 #1221


M
Zitat von Scheol:
@Mia83333 Und hier beschreibst du sehr gut , das nicht bewegen aus der Situation = starre. Beide verweilen in dieser Situation weil sie dieser als ...

Eine Erkenntniss über einen Zustand ändert nichts, man muss handeln und das sehe ich hier nicht...

#1222


Plague
Zitat von Scheol:
Beide verweilen in dieser Situation weil sie dieser als sicher empfinden als wie das Unbekannte danach.

Freeze ist die letzte Alternative, wenn Fight oder Flight nicht (mehr) möglich ist.

Zitat von Scheol:
Die Wärter öffneten die Tür, und was passierte? Nichts! Die Affen blieben in dem Käfig sitzen!

Den Effekt gibt's auch bei Straftätern nach langer Haftzeit. 😉
Die Angst vor der Freiheit ...

#1223


Scheol
@Plague
Zitat:
Das würde Zeit und Sachkenntnis voraussetzen.

Na mal eine Vermutung was das erlebte in einem Menschen auslösen kann , und auch mal aktuelle neue Diagnosen aneignen.

Hier wurde wenn ich das richtig verstanden habe nur Medikamente verschrieben.


Zitat:
@Mia83333
Stimmt wohl, aber es gehört auch ein funken Eigenverantwortung dazu. Die NF hätte länger in der Reha bleiben können, andere Hilfen annehmen. Man ist ja kein Opfer äußerer Umstände. Es ist nicht die Aufgabe des TE sie aufzufangen. Er sollte sich schützen und vor allem seine Kinder!…

Völlig richtig.

Nun aber das große aber !

Du gehst als Patient zu einem Arzt , der nicht erkennt was du hast. Gibt dir Medikamente wo es dir schlechter geht statt das Hilfe kommt.

Der Nicht auf dich einwirkt das du mal eine Therapie machen solltest.

Statt dessen schickt er dich ohne Werkzeug durch einen Therapeuten zu einer Reha.

Er füllt den Befundbericht so aus das der Träger denkt das der Hausarzt eine Gesprächstherapie mit ihr macht und Werkzeug hat.

Also gibt es eine Bewilligung in eine Reha . Und da kommt nun alles hoch. Du stehst in einem brennenden Haus und hast nichts in der Hand , kein Werkzeug , keine Strategie usw.

die Hütte brennt und nun kommt eine Ärztin an und sagt hey bleib mal 10 Wochen noch woanders im Kriegsgebiet.

das die gesagt hat „ nö ich will wieder nachhause“ ist mir völlig klar.

sie hat gedacht das das zuhause halbwegs ein Safe Place , ihr Schutzplatz wäre, aber da scheint irgendwas verrutscht zu sein.

Statt sich selbst zu beruhigen und Techniken bereits zu haben durch eine Therapie , wie sie mit dem Modus damit umgehe, rennt sie immer noch rum und hofft das es bald bald Frieden gibt, ohne zu wissen wie sie sich selbst beruhigen kann.

beim Wild rum rennen , rennt sie den TE voll ausversehen , mit Kaffee, Kuchen und Blumen in der Hand um, der die Welt nicht versteht.

x 2 #1224


M
Zitat von Scheol:
@Plague Na mal eine Vermutung was das erlebte in einem Menschen auslösen kann , und auch mal aktuelle neue Diagnosen aneignen. Hier wurde wenn ich ...

Das rechtfertigt keineswegs seine Kinder zu vernachlässigen und den TE finanziell hängen zu lassen! Egal wie krank sie ist, das ist keine Ausrede für ihr widerliches Verhalten!
Dann muss sie eben alleine weg gehen und aufhören andere krank zu machen!

x 2 #1225


Catalina
Zitat von Jules189:
Und dann sehe ich meine NF und denke mir, sch***e ich bin schuld daran wie es ihr jetzt geht.

Nein, das bist du nicht! Die Ursachen für ihren jetzigen Zustand liegen weit in der Vergangenheit, da kanntest du sie noch gar nicht. Das, was du getan hast, nämlich fremdzugehen, hat sicherlich einen Teil zu ihrer Retraumatisierung beigetragen, aber das war im Vergleich zu all den anderen schlimmen Dingen, die sie erleben musste, nur ein kleiner Teil. Also es war einer der Auslöser, aber nicht die Ursache.

Außerdem finde ich, hast du deine "Schuld" mittlerweile mehr als beglichen.
Zitat von Balu85:
Es geht darum das diese Person fehlt. Dem Kind ist es völlig egal, weil eh nicht nachvollziehbar, das diese Person keinen Mehrwert bieten kann. Das diese Person nicht die Nähe, Aufmerksamkeit, Zuwendung, Verständnis und Geborgenheit geben die es sich erhofft.
Also für das Empfinden des Kindes ist es, meiner Ansicht nach, völlig egal ob die Person die Bedürfnis stillen kann. Oder den Erwartungen gerecht werden kann.

Da würde ich widersprechen. Ich war selber die Tochter eines abwesenden Vaters und mir war schon recht früh klar, dass mein Vater nicht in der Lage und auch nicht willens war, sich so um mich zu kümmern, wie es ein Vater tun sollte. Sprich, ich habe deutlich gemerkt, dass er im Grunde gar keinen Bock auf mich hatte. Also ich hab sehr wohl gemerkt, dass er keinerlei Mehrwert für mein Leben bot und habe ihn deshalb auch nicht vermisst. Und klar hätte ich gerne einen richtigen Papa gehabt, aber eben nicht diesen.

Für Kinder ist es wichtig dass jemand da ist, der sich kümmert, der Wärme und Nähe gibt, liebevoll und zugewandt ist. Das muss aber nicht zwingend der leibliche Elternteil sein, vor allem, wenn der gar nicht wirklich verfügbar ist.

x 1 #1226


Scheol
Zitat von PapaEmeritus:
Es geht mir eben nur darum, dass man traumatische Erlebnisse eben nicht immer als Entschuldigung für alles nehmen darf. Ich weiß nicht, ob ich mich da ...

das ist doch was ich geschrieben habe , ………die Verantwortung ( des Heilungsprozess ) liegt bei dem traumatisierten selbst, zurück in die Gesellschaft zu kommen…….nicht bei der Gesellschaft das sie sich dem ( allen ) traumatisierten anpasst.

Man kann und darf sagen der hat das und das erlebt , nur das eine andere Person dadurch kein Nachteil haben darf.

Ja , er sollte irgendwann ins Handeln kommen , in seinem Tempo wie er möchte.

x 2 #1227


Scheol
Zitat von Mia83333:
Das rechtfertigt keineswegs seine Kinder zu vernachlässigen und den TE finanziell hängen zu lassen! Egal wie krank sie ist, das ist keine Ausrede für ihr widerliches Verhalten! Dann muss sie eben alleine weg gehen und aufhören andere krank zu machen!

Auch das habe ich nicht geschrieben.

der Te hat eine Eigenverantwortung er kann sich auch aus der Beziehung lösen.

x 2 #1228


N
Mia83333

Mach mal eine Pause davon, Dich über eine Frau, die hier gar nicht mitliest, aufzuregen.

Zitat von Mia83333:
Naja dem TE ihre Erkrankung zu erörtern und zu sagen sie kann nicht ist meiner Meinung nach Berechnung


Zitat von Mia83333:
Also ich würde ein ruhiges stabiles Leben, ein Leben im Chaos und Leid vorziehen. Aber jeder wie er im mag.


Zitat von Mia83333:
Eine Zone die sie selber verbockt hat, indem sie den TE mit den Fixkosten hängen lässt und die Kinder.


Zitat von Mia83333:
Stimmt wohl, aber es gehört auch ein funken Eigenverantwortung dazu.


Zitat von Mia83333:
Man ist ja kein Opfer äußerer Umstände

Hast Du Kinder?
Dann stell Dir vor, eines davon wäre von Deinem Mann (oder Dir) in der Kindheit missbraucht worden, hätte sich dann in die Arme eines Mannes geflüchtet, wäre schwanger geworden und so lange misshandelt worden, bis sie eine Fehlgeburt erleidet. Rettet sich dann zu einem anderen Mann, wird wieder schwanger, nur um finanziell und emotional wieder in Not zu geraten. Alle Menschen, denen Dein Kind vertraut, nutzen seinen Körper und seine Liebe und seine Funktionalität und gefährden dann zum Dank seine Existenz.

Immer noch kein Mitgefühl möglich?
Nicht genug äußere Umdtände, um einen Urlaub buchen und von Freiheit träumen zu dürfen und sich in die Zuwendung einer Person, die keinen P. hat und nicht mit ihr schlafen will, zu verlieben und sich zu dieser Person hinretten zu wollen?

Zitat von Plague:
Ist die Diagnose einer Traumafolgestörung jetzt ein Produkt der Forumsdiskussion oder ist das tatsächlich evident?

Wieviele Kinder muss man Dir denn aus dem Bauch treten, um ein Trauma auszulösen?
Oder sollen Frauen sowas einfach wegstecken, weil sie ja später jahrelang als Ehefrau, Zuberdienerin, Mutter und emotionale Stütze für Jules gut funktioniert hat und sich erst vor wenigen Jahren "erlaubt" hat, zusammen zu brechen und sich aus diesem Elend wegzuwünschen?

Zitat von Scheol:
Du gehst als Patient zu einem Arzt , der nicht erkennt was du hast. Gibt dir Medikamente wo es dir schlechter geht statt das Hilfe kommt.

Der Nicht auf dich einwirkt das du mal eine Therapie machen solltest.

Statt dessen schickt er dich ohne Werkzeug durch einen Therapeuten zu einer Reha.

Ob der Hausarzt von ihrer Vergangenheit weiß?
Mal angenommen, er geht nur von einer überlastete Mutter mit zwei kleinen Kindern aus, deren Mann nach einer Insolvenz krank geschrieben und noch Jahre der Privatinsolvenz vor sich hat.
Würde man als Hausarzt da nicht versuchen, die Frau zumindest so zu stabilisieren, dass sie noch ein bisschen weiter funktioniert, bis ihr Mann wieder Geld verdient, sowie ihr mal eine längere Auszeit zu gönnen. Für eine Mutter-Kind-Kur reicht ihr Befund nicht, für einen Reha aber schon. Die stationären Psychiatrien sind eh voll. Was willst Du als Hausarzt da machen? Medis zum Weiterfunktionieren. Früher war es Frauengold und Klosterfrau Melissengeist. Heute halt Antidepressiva ohne begleitende Therapie.
Das das Mist ist, darin sind wir uns einig. Aber welche Alternativen gibt das System denn her?

Zitat von Golem:
Das rühren im Problemtopf bringt nur etwas, wenn daraus auch ein Gericht zum Essen wird.

Finde ich den wichtigsten Satz des Tages!

Ohne zusätzliche Betreuungspersonen für die Kinder wird Jules weder die Kinder emotional auffangen, noch sich selbst aufrecht halten, noch arbeiten oder sich autark von den Handlungen seiner Frau aufstellen können.
Das wäre mein erster Schritt.

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Zitat von Nalf:
Mia83333 Mach mal eine Pause davon, Dich über eine Frau, die hier gar nicht mitliest, aufzuregen. Hast Du Kinder? Dann stell Dir vor, eines ...

Ja ich habe Kinder und ich hatte auch genug Päckchen zu tragen. Ich weiß das es alles nicht so einfach ist und eine ungesunde Beziehung zu verlassen auch nicht. Und nein für die NF habe ich kein Mitgefühl, werde ich auch niemals haben. Ich habe viel mitgefühl, nur nicht für Menschen die wissen das sie krank sind und nichts unternehmen. Ich denke das sowas okay ist, da jeder eigene Meinungen und Werte hat.

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