wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.
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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?
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G
Golem Mitglied
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@Nalf
Zitat von Nalf:
Das das Mist ist, darin sind wir uns einig. Aber welche Alternativen gibt das System denn her?
Das ist wichtig! Was ist machbar!
Was kann akut helfen?
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x 1#1231
Waris07 Mentorin
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Zitat von Jules189:
Die Reichen absolut nicht. Wir benötigen unser gesamtes Krankengeld, das Kindergeld und bekommen dann noch knapp 65 Euro Bürgergeld. Also jeder Euro von meinem und ihrem Krankengeld wird für unsere Fixkosten gebraucht aber das sieht sie nicht ein. Sie möchte sich halt einen gewissen Puffer für sich aufbauen. ...
Wann habt ihr nun endlich euren gemeinsamen Termin bei der Beratungsstelle?
Weißt du, ihr dreht euch im Kreis und langsam habe ich das Gefühl, wir hier im Forum drehen uns mit euch.
Ihr seid beide aus unterschiedlichen Gründen total überfordert und dadurch in Blockadehaltung. Ihr braucht wirklich ganz dringend aktive Hilfe von außen, von neutralen Stellen, die als Vermittler fungieren, euch aus diesem Teufelskreis heraus lotsen und gemeinsam mit euch Lösungsansätze erarbeiten. Du alleine erreichst sie eben nicht, deshalb muss jemand Neutrales von außen ran, der eventuell zu ihr durchdringt und, wenn nötig, andere Hebel in Bewegung setzt.
Ich sag es dir jetzt mal sehr deutlich: Du solltest jetzt deinen Hintern zusammenkneifen und dich endlich in Bewegung setzen. Ja, es ist schwer, das weiß ich. Aber Hände in den Schoß legen oder nur in der Theorie grübeln bringt keine Lösung. Wenn du es schon nicht für dich selbst tust, dann tue es für die Kinder. Die werden nämlich gerade zwischen euren Fronten zerrieben. Und das muss und darf nicht so sein.
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x 5#1232
A
Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?
x 3
Plague Mitglied
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Zitat von Nalf:
Wieviele Kinder muss man Dir denn aus dem Bauch treten, um ein Trauma auszulösen?
Mal ein bisschen langsam mit den jungen Pferden ... Ich bin der Letzte, der hier was bagatellisieren will.
Es ging mir lediglich darum, dass ich in meinem Brainfog nicht mehr auf die Reihe bekommen habe, wo die Diagnose herkommt. Denn leider funktioniert halt unser Gesundheitssystem so, dass es vernünftige Hilfe nur bei Vorliegen einer gesicherten Diagnose gibt. Also hängt der Umstand, ob und wie die NF des TE sich Hilfe holen kann, leider maßgeblich von diesem Umstand ab.
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#1233
E
Ella Mitglied
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Zitat von Balu85:
Es geht darum das diese Person fehlt.
Diesen Satz hast du schon x mal geschrieben und so langsam frage ich mich, warum du das tust. Welche Botschaft, welchen Appell du damit zum Ausdruck bringen möchtest. Es muss wichtig sein, weil sonst ist kaum vertretbar, dass Jules noch mehr destabilisiert wird......
Und wenn ich mich inhaltlich darauf einlassen, denke ich nur "ok, sie fehlt, aber mindestens kann sie den Kindern nicht nachhaltig schaden". Es geht hier seit langem nicht mehr um eine Rama-Werbung Familie sondern ums Überleben. Physisch und psychisch.
@Jules189, Mir kommt es vor, als wärst du auf hoher See, in einem kleinen, zerbrechlich Boot, dass nur du steuern kannst. Im Boot ist nicht Platz für alle. Wenn nimmst du mit? Die Kinder, oder deine Frau?
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x 2#1234
Plague Mitglied
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Zitat von Ella:
Mir kommt es vor, als wärst du auf hoher See, in einem kleinen, zerbrechlich Boot, dass nur du steuern kannst. Im Boot ist nicht Platz für alle. Wenn nimmst du mit? Die Kinder, oder deine Frau?
Eine Hand am Ruder - eine Hand am Leben.
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x 1#1235
Ameise_78 Mitglied
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@Nalf wenn du wüsstest was manche Menschen ertragen und erleiden müssen... ich weiß, dass du das laut eigener Aussage auch hast, aber weiß nicht ob du weißt wie es sich anfühlt über Jahre hinweg am Sterben zu sein (real, körperlich) und dabei gleichzeitig auch schwer traumatisiert zu sein etc..? Ich persönlich habe für alles Verständnis und Mitgefühl, tatsächlich endet es dort, wo jemand anfängt, einen anderen zu erpressen ("das wird ein sehr harter Test werden" "wenn du nicht... dann gibt es Krieg!") oder sich sehr rücksichtslos verhält ("mir doch egal wenn ich mit alten Reifen verunglücke, dann bin ich halt weg" - egal dass es zwei winzige Kinder gibt, die dann für den Rest ihres Lebens trauern)
Bei allem Respekt vor Erkrankung & Co, und ich habe da selbst die härtesten Erfahrungen gemacht: aber vieles ist dennoch Charaktersache, selbst wenn man schwerst traumatisiert ist!
Hier wird von kompletter Unmündigkeit ausgegangen... natürlich kann ein Trauma einen vollständig zerstören, ausknocken etc. ich kann ein Lied davon singen. Aber nein, selbst wenn man wie gelähmt ist und tatsächlich nicht mehr handlungsfähig etc (und diesbezüglich kann es einem sogar noch schlechter gehen als Jules NF) - man wird nicht komplett "willenlos" und "unmündig". Man muss auch schwerst traumatisiert niemanden erpressen, bedrohen und schikanieren.
Mein größtes Mitgefühl gilt hier den Kindern. Sie werden für ihr Leben gezeichnet sein und innere Schmerzen mit sich tragen, die sich viele andere nicht vorstellen können. Ausgesucht hat sich das freilich keiner.
Eine leichten Weg hier raus sehr ich persönlich übrigens so oder so nicht. Egal ob Jules seiner Frau noch Jahre jeden Wunsch von den Augen abliest oder sofort geht - für die Kinder ist das ein Drama, das sie selbst mit der besten Begleitung nur sehr schwer bewältigen und verarbeiten werden.
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x 6#1236
E
Ella Mitglied
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Zitat von Mia83333:
Wir ernten was wir säen. S
Wenn deine Theorie stimmt, was ist für dich zu erwarten bei all der Empathielosigkeit? 🤨
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x 1#1237
Plague Mitglied
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Zitat von Ameise_78:
Man muss auch schwerst traumatisiert niemanden erpressen, bedrohen und schikanieren.
Opfer werden selbst zu Tätern - und das nicht nur in der Stunde der größten Not, sondern immer dann, wenn sie glauben, dass ihnen das letzte bisschen Kontrolle über ihr Leben auch noch verloren geht.
Nur eine Erklärung, keine Entschuldigung ...
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x 4#1238
Balu85 Mitglied
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Zitat von Ella:
Es muss wichtig sein, weil sonst ist kaum vertretbar, dass Jules noch mehr destabilisiert wird......
Also zunächst hat Jules darauf gar keinen direkten Einfluss und zum anderen ging es ja gar nicht an ihn sondern eine andere Schreiberin.
Zitat von Ella:
Diesen Satz hast du schon x mal geschrieben und so langsam frage ich mich, warum du das tust. Welche Botschaft, welchen Appell du damit zum Ausdruck bringen möchtest
Steht eigentlich da. Es fehlt eine Person. Eine für ein kleines Kind wichtige Person. Je älter Kinder sind um so rationaler können sie es betrachten.
Zitat von Ella:
Und wenn ich mich inhaltlich darauf einlassen, denke ich nur "ok, sie fehlt, aber mindestens kann sie den Kindern nicht nachhaltig schaden"
Ja, sicher. Das sehe ich aus meiner Perspektive natürlich genau so. Mir ging es aber um die Situation aus Sicht des Kindes. Und Kinder sehen die Welt halt einfach mit anderen Augen. Das ist am Ende die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Wir würden uns hinsetzen und abwägen welche Erkrankung für uns jetzt weniger schlimm ist. Welche besser heilbar ist oder zumindest die Symptome besser behandelt werden können.
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x 2#1239
Plague Mitglied
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Zitat von Balu85:
Es fehlt eine Person. Eine für ein kleines Kind wichtige Person.
Im meiner Wahrnehmung ist die Abwesenheit einer Person immer noch das kleinere Übel, wenn sie infolge ihres aktuellen Zustands nachvollziehbar gerade nicht erziehungsfähig ist - und zwar unabhängig davon, welche mutmaßliche Erkrankung dahintersteckt.
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x 3#1240
Ameise_78 Mitglied
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Zitat von Plague:
Opfer werden selbst zu Tätern
Ist richtig, ja. Aber nicht alle Opfer. Gibt es irgendwo Studien und Belege, dass es für die Mehrheit der Opfer gilt..?
Klar, gut, sicher lässt sich das hier damit erklären. Und ich stimme zu 1000% zu, dass die Frau Hilfe braucht. Je besser es ihr ginge - umso besser für die Kinder. Und deren Wohl sollte absolut im Vordergrund stehen.
Die Frage ist eben nur: wie könnte ihr am besten geholfen werden? Ich schätze speziell in diesem Punkt gehen hier die Meinungen etwas auseinander.
Ich persönlich bin übrigens gar nicht der Ansicht, dass Jules ihr überhaupt nicht helfen sollte. Nur denke ich, er sollte dabei dennoch Grenzen setzen bevor er selbst unter die Räder kommt. Machen, was ihm möglich ist ohne dass er selbst dabei zusammenklappt, und ohne sich zu viele Hoffnungen auf ein Liebescomeback zu machen.
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x 3#1241
Plague Mitglied
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Zitat von Ameise_78:
wie könnte ihr am besten geholfen werden?
Dazu müsste sie das erstmal wollen. Danach sieht es offensichtlich derzeit aber nicht aus.
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x 1#1242
Balu85 Mitglied
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Zitat von Plague:
Im meiner Wahrnehmung ist die Abwesenheit einer Person immer noch das kleinere Übel, wenn sie infolge ihres aktuellen Zustands nachvollziehbar gerade nicht erziehungsfähig ist
Ich scheine chinesisch zu reden aber eigentlich ist es nicht wirklich schwer zu verstehen. Ja, natürlich. Das dürfte nahezu jeder Erwachsene so sehen. Aber man kann seine eigene Wahrnehmung ja nicht einem Kind überstülpen. Ich denke ich hatte es mehrfach gesagt, mir ging es um die Wahrnehmung/Sichtweise des Kindes. Wenn das so einfach wäre hätten so manche AE nicht mit den Emotionen der Kinder zu kämpfen bis hin zu den Vorwürfen das (meist) der Papa ja wegen der Mama weg ist. Da kein Mensch dem anderen gleicht ist es natürlich logisch das es für alles mögliche Beispiele gibt. Auch solche wo es den Kindern mehr oder minder egal war. Das hängt natürlich auch von der Beziehung davor ab. Wenn jemand vorher schon nicht verfügbar war....ist das ja auch wieder was anderes als wenn jemand die ersten 6 Jahre Teil des Lebens war und sich zumindest normal gekümmert hat.
Wenn jemand vorher schon nicht verfügbar war....ist das ja auch wieder was anderes als wenn jemand die ersten 6 Jahre Teil des Lebens war und sich zumindest normal gekümmert hat.
Denke, das dürfte hier schon eine große Rolle spielen... vor der Reha war das Familienleben angesichts der Schilderungen sicher auch nicht einfach, aber die Mama da und sicher auch verfügbar. Jetzt, nach der Reha, ist es sehr anders für die Kinder. Wäre die Mutter jetzt wirklich vollständig weg, wäre das für die Kinder sicher ein schwerer Schock und nur sehr schwer zu verarbeiten.
Natürlich wäre es extrem wichtig, hier friedliche Lösungen zu finden. Aber da ist die Frage, wie. Ich schätze den TE schon eher so ein, dass er dauerhafter Schikane am Ende nicht standhalten wird. Würden die meisten nicht.
Es ist zu hoffen, dass die Familienberatung - die hoffentlich nachgeholt wird - hier wirklich helfen und mit der Familie Strategien erarbeiten kann.
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#1244
M
Mia83333 Mitglied
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Zitat von Ella:
Wenn deine Theorie stimmt, was ist für dich zu erwarten bei all der Empathielosigkeit? 🤨
Ein Kind mit stabilem Selbstwertgefühl und ein tolles leben. Ich bin aber auch sehr glücklich und erfüllt 🙂