Guten Morgen ihr Lieben. Es ist wirklich unglaublich wie ihr mir mit euren Erfahrungen und dem Blick von oben helft. Kein Psychologe, Therapeut und Freund kann das Bild so präzise zusammenfassen und mir helfen wie ihr es tut.
Ihr habt ja in den letzten Stunden wirklich viel geschrieben, vielen Dank dafür.
Ich fang jetzt mal mit dem Termin bei der Familienberatung an.
Es war alles friedlich, wobei ich auch ehrlich gesagt etwas zurückhaltender war.
Wir wurden zunächst gefragt, was ob es weiterhin bei der Trennung / Scheidung bleibe. Meine NF hat es direkt bejaht und ich habe dann nur genickt.
Die Frau, mit der wir gesprochen haben ist BTW die gleiche, die uns schon wegen unserem Sohn kennt.
Sie hat nun erst mal so allgemeine Dinge erzählt und dann fragte sie uns, was für Pläne wir denn jetzt haben.
Meine NF fing dann direkt an, dass sie unbedingt in die Großstadt ziehen will. Die Frau fragte mich dann, ob ich das auch möchte. Ich sagte, dass ich das jetzt nicht machen müsste aber damit der Papa für die Kinder greifbar wäre, würde ich das dann auch machen.
Also war der Plan, dass ich dann zuerst in eine kleine Wohnung vorziehe und meine NF dann mit den Kids später nachkommt. Idealerweise zu einem Schuljahreswechsel.
Jetzt ist es ja so, dass sie unseren Sohn und einen Teil seiner Auffälligkeiten kennt. Aber natürlich ist das Bild nicht aktuell, denn gerade in den letzten Monaten hat sich sein Verhalten noch mal drastisch verändert. So wie er jetzt ist, kennt sie ihn nicht.
Ich habe dann auch mal meine Befürchtung geäußert, dass der kleine eventuell kein oder nicht nur ADHS / Autismus haben könnte, sondern vielleicht ein Trauma. Nur, dass sie dies mal gehört hat.
Jetzt war es ja so, dass meine NF unbedingt in die Großstadt zurück will. Das ist ca. Eine Autostunde / 50 km.
Und hier sagte die Frau von der Familienberatung dann, dass es für die Kinder und gerade für unseren Sohn schon ein großer Schritt wäre, da er ja zum einen schon ein paar neue Wurzeln geschlagen hätte und er aufgrund der vergangenen Umzüge es eh schon schwieriger hätte. Dieser geplante Umzug wäre dann schon ein großer Schritt.
Meine NF begründete das dann mit ihrem Problemen. Lediglich eine Sache sagte sie hier in Bezug auf die Kinder, wobei eher indirekt. Sie erzählte von mehreren Verwandten, die sie dort in der Stadt hätte. Als ich das hörte, musste ich dann aber etwas sagen. Ich sagte ruhig und sachlich, dass von den besagten 4 Parteien, die angeblich ihr helfen könnte, maximal eine Partei wirklich da wäre und das ist dann aber auch leider eine sehr spezielle Situation (sehr sehr schmutzige Wohnung mit einem Dauerraucher, der auch vor Kindern die Wohnung voll raucht. Dazu noch Katzen, wo unser Sohn dagegen allergisch ist!)
Also, warum sage ich euch das. Man merkt ihr ganz deutlich an, es wirkt sogar schon fast panisch, dass sie unbedingt in diese Großstadt zurück ‚muss‘ bzw. Unbedingt von hier weg! Sie muss sich innerlich so unwohl fühlen, dass sie aus der jetzigen Umgebung flüchten muss. Daher ja auch im Alltag die ganzen kleineren Fluchtversuche. Aber das nicht zum Wohle der Kinder, sondern ausschließlich für ihr Wohl. BTW war meine NF währenddessen extrem angespannt. Sie wippte extrem energiereich ihr Bein über die ganze Zeit und guckte des Öfteren etwas panisch zur Decke.
Die Frau von der FB hat dann ganz rational erklärt, dass solche Schritte sehr gut überlegt sein müssen. Einmal wegen der Wohnungssituation, dann wegen der Bezahlbarkeit und vor allem wegen der Kinder, also auch so Sachn wie neue Kita, Schule und Eingewöhnung. Und das war z.B. ein Punkt, den ich gar nicht auf dem Schrim hatte. Die Eingewöhnung verlief für unseren Sohn schon immer problematisch.
Wie ihr ja auch schon geschrieben habt, sehe ich hier auch gewisse Dinge, wie die Tatsache, dass wir derzeit keine wirklich großen Schritte machen / machen können.
Auch wenn es derzeit friedlich ist, so fühle ich tief in meinem Inneren, dass es sich derzeit alles irgendwie falsch anfühlt.
Und ja @Nalf, ich habe viele Dinge falsch gemacht und meine NF hatte es in den letzten 6 Jahren nicht leicht, keine Frage aber billigt es das Verhalten was sie jetzt an den Tag legt wirklich? Also ich meine die Dinge, die hier in den letzten Wochen abliefen. Dass sie mich hart testen will, dass ich zu all ihren Ausflügen einfach ja sagen soll (und hier meine ich das gar nicht wegen mir, sondern vor allem wegen der Kinder. Wie ich ja schon sagte, hat gerade unser Sohn extreme Verlustängste und jetzt will meine NF in den nächsten drei Monaten für insgesamt 5 Wochen weg von den Kindern. Wie sollen das die kleinen denn dann verstehen und verarbeiten, nachdem sie ja zum einen 7 Wochen weg war und! Was hier auch einige echt gut beschrieben haben, dass sie nach der Reha an manchen Tagen echt eine Art Hülle ist bzw. Sie sehr lustlos und genervt auf die Kinder reagierte. Klar, an einem anderen Tag ist es dann wieder umso besser. Aber es ist halt super volantil und nicht konstant.) Dann die finanzielle Einstellung und auch im Haushalt ist es nach wie vor, dass ich den Großteil übernehme. Und dennoch soll ich zusehen wie das Geld reinkommt.
Heute Morgen hat sie einen Termin bei der hiesigen Wohngeldstelle. Sie möchte klären, ob sie die aktuelle Miete von 1420 Euro bezahlen kann, wenn ich nicht mehr da wohnen würde.
Und was ich auch sagen muss, womit ihr Recht habt. Auch, wenn es mir nicht gut geht, wenn meine NF in meiner Gegenwart ist, fühle ich mich extrem ausgebremst und halt irgendwie emotional erpresst.
Ich würde am liebsten einfach weg, zumindest für ein 2 oder 3 Wochen aber dann denke ich wieder an die Kinder
