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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

J
Zitat von alleswirdbesser:
@Jules189 vielleicht wäre eine Vater Kind Kur was für dich? Du kannst ja mal bei deinem Arzt nachfragen.

Ja, das ist eine gute Idee aber ich glaube das hängt jetzt auch ganz stark davon ab, was in den nächsten Wochen passiert.

x 1 #151


alleswirdbesser
Zitat von Jules189:
dass es vor allem mein Betrug war, der jetzt bzw. in den letzten Wochen in der Reha wieder hoch kam.

Was das angeht, verstehe ich es wiederum sehr gut. Ich zähle mich zu den Menschen, die mit einem Betrug nicht klarkommen würden. Vermutlich wurde es damals nicht richtig aufgearbeitet, sie hat alles verdrängt und nun kam alles wieder hoch.

#152


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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J
Zitat von alleswirdbesser:
Was das angeht, verstehe ich es wiederum sehr gut. Ich zähle mich zu den Menschen, die mit einem Betrug nicht klarkommen würden. Vermutlich wurde es damals nicht richtig aufgearbeitet, sie hat alles verdrängt und nun kam alles wieder hoch.

Absolut! Wie ich ja auch schon sagte. Das ist überhaupt nicht klein zu sprechen. Das ist mir sehr wohl bewusst! Es ist halt nur, dass es zum einen schon länger her ist und wir beide haben sehr viel darüber gesprochen und es hieß ja auch ihrerseits, dass sie es mir verziehen hätte. Das war sehr glaubwürdig damals. Nun wird es aber wieder hochgekommen sein. Mein Fehler war damals nicht nur, so einen Misst zu machen, sondern, dass ich dann nicht auch gemeinsam mit ihr dieses Thema professionell verarbeitet habe.

#153


Balu85
Zitat von Jules189:
und es hieß ja auch ihrerseits, dass sie es mir verziehen hätte. Das war sehr glaubwürdig damals.

Naja...aus eigener Erfahrung kann ich das sagen, das der Wunsch etwas zu verzeihen oder der Gedanke "du musst es verzeihen sonst hat es keinen Sinn" durchaus auch zur Verdrängung führen kann. Weil man es ja hinter sich lassen möchte.
Das dies damals sehr glaubwürdig war könnte daran liegen das sie es evtl. auch selbst geglaubt hat. Möglich das sie damals ihrer Verletzung nicht genügend Raum gegeben hat und alles nur unterdrückt hatte.
Das jetzt aber noch zu auszuwerten scheint mir nicht mehr sinnvoll. So wie ich es verstanden habe ist die Trennung endgültig ausgesprochen. Da bringt ein kramen in der Vergangenheit im Augenblick nicht wirklich etwas. Zumal es jetzt auch dringendere Baustellen gibt. Vor allem in Bezug auf die Kinder.

x 2 #154


Scheol
@Jules189

Ich verurteile nicht , ich versuche nur zu erklären was es eventuell sein könnte.

Zitat:
Es ist halt nur, dass es zum einen schon länger her ist

Wie schon erwähnt , gibt es hier meist ein Zeitfenster von 1-3 Jahre wo es bei Personen hoch kommt.
Manche leben 10,20,30 Jahre damit und dann kommt das hoch.

Fuhrmann sprach mal davon , „ sie kennen sicher alle Beziehungen , wo es nach 2-3 Jahren ohne Grund zur Trennung kam.“Ich will mich trennen weiß aber keinen Grund“…- Da können sie von ausgehen das ein Trauma vorliegt“.

Zitat:
Zitat:
und wir beide haben sehr viel darüber gesprochen und es hieß ja auch ihrerseits, dass sie es mir verziehen hätte.

Verzeihen heißt nicht verarbeiten.

Ein Betrug , ein Verrat ist somit das schlimmste was eine Person erfahren kann. Diese Traumata sind sehr schwer heilbar.

Bei dem Thema und der Vorgeschichte bei ihr , ist es vermutlich zu einer Re-traumatiserung gekommen. Eine Retraumatisierung kann schlimmer für eine Person sein als wie das ursprüngliche Trauma aus z.b. der Kindheit.

Weil die Erwartungshaltung, das es wieder so schlimm wird , wie damals wo es zum ersten menschlichen Bezugsperson verrat kam, die Person extrem hoch schiessen lässt.

Das seltsam ist , das eine Person die ein Betrugstrauma erfahren hat Sicherheit bei der Vertrauensperson sucht , ( in dem Fall dem Täter ) , um sich zu stabilisieren.

Zitat:
Das war sehr glaubwürdig damals. Nun wird es aber wieder hochgekommen sein. Mein Fehler war damals nicht nur, so einen Misst zu machen, sondern, dass ich dann nicht auch gemeinsam mit ihr dieses Thema professionell verarbeitet habe.

Grundsätzlich lag der Fehler darin ihr das zu erzählen.

Seit dem ich um die möglichen der massiven Schäden weiss , bin ich kein Freund von Leuten die hier Fragen „Ich habe sie / ihn betrogen , und komme mit meinem Gewissen nicht klar, soll ich es Beichten“ ?

Nein, du kannst einer Person auch ein Revolver an den Kopf halten mit 3 Patronen in 6 Kammern . Hat den selben Effekt. Es kann gut gehen meist hast du aber hier Geschichten die nicht damit klar kommen und ihr Leben damit belasten und zu tun haben.

Verratstrauma sind Trauma Typ 2 und nennen sich „Man Made Desaster“,…Menschen gemachte Trauma.

*
Hoher Verrat (High Betrayal): Missbrauch durch eine eng vertraute Person ist besonders traumatisch (z.B. sexueller Missbrauch durch Eltern).

"Verratsblindheit" (Betrayal Blindness): Um das Überleben in der abhängigen Beziehung zu sichern, neigen Betroffene dazu, den Verrat zu vergessen oder zu dissoziieren.

Folgen: Häufige Folgen sind komplexe PTBS, Dissoziation, Depressionen und tiefgreifende Störungen des Bindungsverhaltens.
*

[ Ein Gehirn unterscheidet nicht ob es ein körperlicher oder emotionaler Missbrauch ist.]

Da sie diese dissoziieren vermutlich in der Kindheit schon als Überlebensstrategie getan hat, wird sie hier , damals im jetzt, eventuell weiter funktioniert haben. Bis es jetzt aus irgendeinen Grund hoch kam oder getriggert wurde.


@Golem hat leider selbst eine Geschichte mit dem Thema , und deshalb sehr viel Erfahrung in der Praxis mit dem Thema gesammelt.

x 5 #155


J
Zitat von Balu85:
Naja...aus eigener Erfahrung kann ich das sagen, das der Wunsch etwas zu verzeihen oder der Gedanke "du musst es verzeihen sonst hat es keinen Sinn" durchaus auch zur Verdrängung führen kann. Weil man es ja hinter sich lassen möchte. Das dies damals sehr glaubwürdig war könnte daran liegen das sie es ...

Absolut! Jetzt muss ich einfach schauen, was voraussichtlich am Dienstag passiert und dann für die Kinder den besten Weg wählen.
So klar ich das jetzt gerade formuliere umso größere Angst habe ich vor diesem Moment, dass ich dann emotional zusammenbreche.

x 1 #156


J
Zitat von Scheol:
@Jules189 Ich verurteile nicht , ich versuche nur zu erklären was es eventuell sein könnte. Wie schon erwähnt , gibt es hier meist ein Zeitfenster von 1-3 Jahre wo es bei Personen hoch kommt. Manche leben 10,20,30 Jahre damit und dann kommt das hoch. Fuhrmann sprach mal davon , „ sie kennen sicher alle ...

Ich finde es erstaunlich, wie gut du dich auskennst und viele deiner Folgerungen ergeben für mich absolut Sinn. Für die Vergangenheit bringt mir das vielleicht nichts mehr aber dafür umso mehr für meine Gegenwart und Zukunft.

#157


Scheol
Zitat von Jules189:
Ich finde es erstaunlich, wie gut du dich auskennst und viele deiner Folgerungen ergeben für mich absolut Sinn. Für die Vergangenheit bringt mir das vielleicht nichts mehr aber dafür umso mehr für meine Gegenwart und Zukunft.

Ich hatte einen schweren Motorradunfall mit Nahtoderfahrung.

Ich hatte mehrere Trauma und erst war alles gut. Nur dann kamen Veränderungen…...

also hatte ich zwei Möglichkeiten…..und ich beschloss mich zu informieren, Werkzeug zu erlernen, usw.

die erste Zeit verstand ich nichts von dem Thema , weil Fachleute eine Fachsprache benutzen und sie nicht merken das sie das tun.

also googelte ich , lasse Bücher, und habe irgendwann Fachbegriff verstanden.

Nur helfen Fachbegriffe keinen Laien oder einer Person die gerade im Freienfall ist.

Z.b, Der Begriff Traumafolgestörung,…… Störungen nach traumatischer Erfahrung erklärt viel.

Stell dir vor , du hättest sie z.b nicht betrogen , nicht geschrieben.

Sondern du hättest ,….so geräuspert , gehustet , ein Wort so ausgesprochen wie der Vater damals oder die beiden wo auch was schlimmes passiert ist, oder hättest ein neues Parfüm aufgetragen was einer früher bei den Vorfällen drauf gehabt hat. ( Düfte sind extrem Auslöser )

der Trigger reicht aus , das sie flachbacks bekommt , und auf dich los geht, in den fight Modus z.b. geht, …..und du weißt nicht warum was du getan hast.

Man nennt es dann, „das du stellvertretend für den Täters stehst“….. Objekt hast du nichts mit dem Verhalten zu tun. Nur die Situation ist so ähnlich gleich wie damals wo das Trauma entstanden / verursacht wurde.

zur Rehaklinik , in den Rehakliniken sind Zettel am Schwarzen Info Brett und auch die Therapeuten sagen meist ein Mal die Woche ,…“ treffen sie in der Reha keine weit reichende , einschneidende Entscheidungen“.

Ich denke das die Therapeutin oder eben sie als Patientin die Mail thematisierten wird , aber versucht sie von weitreichenden Entscheidungen weg zu bekommen.

Auf welche Diagnose ist sie zur Reha gefahren ?

was hatte sie sonst noch für Symptome im Alltag ?

was ich dir raten würde , wäre auch da du dir fachliche Unterstützung suchst.

x 1 #158


G
Hey @Jules189

Ich weiß es ist hart. Verdammt hart.

Das Thema Trauma ist sehr komplex.
Wissen darum und seine Dynamiken kann auch vielen anderen Menschen helfen.

Ich habe mich auch viel damit beschäftigt.
Ich wollte wissen, was meine Frau damals hat und es verstehen.
Darauf eingehen und sie besser unterstützen zu können.

Hat nicht so ganz geklappt. Gut, ich weiß nun viel darüber.

Der Effekt war aber, ich habe eher mich mehr verstanden.

Es hat lange gedauert, das Verstandene dann auch zu integrieren. Würde sagen... bestimmt 2 Jahre nach der Trennung.
Jetzt bin ich soweit, dass sie mich nicht mehr triggern kann.
Es war auf einmal weg. Dieses Gefühl der Nervosität und Angespanntheit in ihrer Nähe.

Am Anfang war viel los. Es blieb kaum Zeit.
Ein Fehler war, dem zuviel hinterher zu laufen.

Trauma zeigt sich in vielen Facetten und oft unsichtbar für nicht traumasensible Menschen.
Das ist kein Mangel. Man sieht es einfach nicht.

Kann besser sein. Wenn man es aber sehen kann, dann muss man auch damit umgehen können.
Wenn man teilweise sieht, wie Eltern mit ihren Kindern reden auch in meiner Umgebung.

Dann die klappe zu halten und eben eine Richtige Haltung ohne Verurteilung zu bekommen. Das ist die Kunst.

Mehr oder weniger sind viele Betroffene. Indirekt oder direkt.

Ein Satz der dabei wichtig ist...
Verstehen heißt nicht, einverstanden sein.

Empathie ist keine Resonanz.

Mitfühlen und selbst etwas anderes zu fühlen.
Das ist Übung.

Ich kann dir nur empfehlen, dem nicht zu sehr nachzugehen. Zumindest jetzt noch nicht.

Es ist für sie auch schwer damit zurecht zu kommen.

Es wird nicht so wieder wie es war.
Manchmal kann man auch nur stabilisieren nicht heilen. Das ist aber ihr Weg. Nicht deiner.
Das was sie nun braucht, muss von anderer Stelle kommen.

Medikamente sind nicht per se schlecht.
Sie können helfen, Menschen stabil zu halten.

Rehakliniken sind nicht unbedingt Trauma geeignet. Sie wenden Behandlungen an, die das Trauma wieder aktivieren.
Ohne es zu wissen.

Kann man der Klinik einen Vorwurf machen?Ja und Nein.

Denn oftmals weiß niemand das Trauma dahinter stecken.

Also Kopf hoch und Augen auf.

Alles mir Augenmaß und Ruhe.

x 3 #159


J
Zitat von Scheol:
Ich hatte einen schweren Motorradunfall mit Nahtoderfahrung. Ich hatte mehrere Trauma und erst war alles gut. Nur dann kamen Veränderungen…... also hatte ich zwei Möglichkeiten…..und ich beschloss mich zu informieren, Werkzeug zu erlernen, usw. die erste Zeit verstand ich nichts von dem Thema , weil Fachleute ...

Lieber Scheol, ich danke dir für deine aufbauenden Worte! Der Tag an dem sie nach Hause kommt rückt immer näher und wenn ich ganz ehrlich bin wird meine Angst immer größer. Und das in jegliche Richtung.

Gestern habe ich mit den Kindern einen Tagesausflug gemacht aber gerade auf der Rückfahrt kamen mir wieder so viele Gedanken hoch und dann sagte mein Sohn auch noch, dass er Mama vermisst. Einfach aus heiterem Himmel und mit sehr trauriger Stimme. Das hat mein Kopfchaos noch weiter befeuert.

Ich merke gerade in solchen Situationen, dass sie mir als Mensch und als Freundin unfassbar fehlt.

Nun gut, zu deinen Fragen.

Die Diagnose war meines Wissens nach die schwere Depression.

Im Alltag hatte sie in der ganz kritischen Zeit folgende Symptome:
- Extreme Selbstzweifel (kam sich unnötig im Leben vor. Sie sagte des öfteren, dass sie nur noch wegen mir und der Kinder leben würde).
- Suizidgedanken und laut ihrer Aussage auch genaue Suizidpläne
- Essstörungen. Hat viel Süßes und Salziges gegessen und nicht mehr auf ihre Gesundheit geachtet.
- Extreme Stimmungsschwankungen. Von fast leblos in sich gekehrt, bis hin zu extrem aggressiv. Manchmal auch extremer Aktionismus, dass sie vieles machen möchte aber dann nach kurzer Zeit wieder antriebslos.
- Auch mir und den Kindern gegenüber entweder extrem liebevoll und emphatisch oder eben komplett desinteressiert und manchmal halt auch aggressiv.
- Gerade abends, wenn die Kinder im Bett waren oft starkes Aufkratzen der Kopfhaut.
- Nur noch sehr wenig auf sich geachtet.
- Einmal und das war wirklich heftig hatte sie eine Art Panikattacke wo sie über 2 Stunden gar nicht mehr ansprechbar war. Ich dachte erst, sie simuliert aber das war die Wahrheit. Sie saß regungslos am Schlafzimmerboden und starrte nur vor sich hin. Auch auf meine Umarmung reagierte sie nicht.
- Oft geflüchtet, aus der Wohnung. Kam aber spätestens am nächsten Tag nach Hause.

Kann sein, dass ich noch etwas vergessen habe. Wenn es mir noch einfällt, dann ergänze ich es.

x 1 #160


J
Zitat von Golem:
Hey @Jules189 Ich weiß es ist hart. Verdammt hart. Das Thema Trauma ist sehr komplex. Wissen darum und seine Dynamiken kann auch vielen anderen Menschen helfen. Ich habe mich auch viel damit beschäftigt. Ich wollte wissen, was meine Frau damals hat und es verstehen. Darauf eingehen und sie besser unterstützen zu ...

Auch dir lieber Golem, danke ich sehr! Du hast mir auch so viel Kraft gegeben in dieser extremen Zeit. Dennoch bleibt das Chaos in meinem Kopf. Ich weiß ehrlich gesagt, nicht wie ich reagieren werde. Wie ich reagieren sollte, weiß ich aber ich denke, wenn sie dann auf einmal vor mir steht, dann denke ich bestimmt nicht mehr an diese rationale Aussage.

Wie ich in meinem Tagebuch geschrieben habe. Es tut einfach unfassbar weh, dass an dem Tag, als sie in die Reha losfuhr ich mich von einem Menschen voller Liebe verabschiedet habe und ich diesen Menschen nie wieder sehen werde. Ich denke, dass sie eiskalt sein wird und das schmerzt mich besonders.

x 1 #161


Stella31
Zitat von Jules189:
Es tut einfach unfassbar weh, dass an dem Tag, als sie in die Reha losfuhr ich mich von einem Menschen voller Liebe verabschiedet habe und ich diesen Menschen nie wieder sehen werde. Ich denke, dass sie eiskalt sein wird und das schmerzt mich besonders.

Dieser Mensch, deine Frau ist so zusammen gebrochen wegen ihrer schrecklichen Erlebnisse und das hat sich schon weit vor der Reha angekündigt.
Auch wenn ihr euch vorher wieder nahe ward, sind da so viele Dinge, die sie langfristig bearbeiten muss.
Das einzige, was du tun kannst, ist vollstes Verständnis für sie zu haben und ihr den Weg zurück weitestgehend zu erleichtern.
Und auch auszuhalten, wenn sie dir gegenüber abweisend ist.
Denn du bist Teil ihres Schmerzes!
Du kannst ihr, wenn es sich ergibt, von deinen Ängsten erzählen, aber das Wichtigste ist, ihr zuzuhören und zu versuchen, sie zu verstehen!

x 5 #162


Balu85
Zitat von Stella31:
Das einzige, was du tun kannst, ist vollstes Verständnis für sie zu haben und ihr den Weg zurück weitestgehend zu erleichtern.
Und auch auszuhalten, wenn sie dir gegenüber abweisend ist.
Denn du bist Teil ihres Schmerzes!
Du kannst ihr, wenn es sich ergibt, von deinen Ängsten erzählen, aber das Wichtigste ist, ihr zuzuhören und zu versuchen, sie zu verstehen!

öhm....sie hat sich doch getrennt oder habe ich was verpasst?
Wozu soll man dann noch Seelsorger und Kummerkasten sein? Fairer Umgang und Unterstützung auf der Elternebene, ja aber mehr ni.

#163


G
@Jules189
Hey. Vielen lieben Dank für deine Anerkennung.

Freut mich, dass ich dir damit ein klein wenig Unterstützung geben kann.

Was ich dir jetzt schreibe ist wichtig.

Es geht nicht um die Vergangenheit oder Zukunft. Es geht darum, wenn sie wieder kommt, dass du im hier und jetzt bist.

Was ich spüre ist, dass dein Nervensystem schon sehr angespannt ist.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Dein Körper reagiert dabei ohne Verstand auf eine potentielle Gefahr.

Darauf kannst du mit einem Mindset nur bedingt reagieren.

Nimm das Gefühl, wenn es da ist ernst.
Es will dich schützen.

So lange du in deinem Stresstoleranz Fenster bleibst ist auch alles gut.

Für mich fühlt es sich so an, als wärest du schon im roten Bereich.

Es ist wahrscheinlich, dass du neue Erkenntnisse gewinnen wirst, die dein Gefühl von Gefahr erhöhen können.

Das gute ist, du kannst dich vorbereiten.

Es kann helfen jemand neutrales dazu zu holen.
Der zur Not einfach das Gespräch unterbricht.

Mehr muss nicht sein.
Argumente sind in der Situation nicht wichtig nur die eigene Haltung.

Du kannst dir auch ein Kleines Spielzeug in die Hand nehmen oder auch eine gezielte Atmung durchführen.
Die ich im Raum orientieren.
Einen Tee zubereiten.

Lieber nicht Kaffee, wegen Coffein.

Alles was eine beruhigende Wirkung auf dich haben kann.

Das weißt du selbst am Besten.

Manchmal ist auch die Angst vor einer Situation größer als die Angst in der Situation selbst.

Eigentlich kannst du ganz entspannt in die Situation gehen.
Du hast keine Verantwortung und keine Pflicht ihr Gegenüber.

Nur den Kindern. Für die ist es extrem wichtig, dass einer von beiden Eltern klar bleibt.

Sonst kann sich das auf die übertragen und die können das niemals verarbeiten.
Dafür sind sie zu klein.
Sie sind auf co Regulation angewiesen.

Vielleicht sind sie auch erst mal nicht dabei.
Da darfst du ganz auf dein Bauchgefühl hören.

Wenn du eine Idee hast, dann teile sie gern und ich gebe dir Feedback. 😊

x 4 #164


Stella31
Zitat von Balu85:
öhm....sie hat sich doch getrennt oder habe ich was verpasst?
Wozu soll man dann noch Seelsorger und Kummerkasten sein? Fairer Umgang und Unterstützung auf der Elternebene, ja aber mehr ni.

Ja, sie hat sich getrennt. Dennoch ist sie in einem derartigen Ausnahmezustand, dass es nicht leicht herauszufinden ist, was nun wirklich stimmt und was nicht.
Der TE schrieb ja auch, dass alles wunderbar war bevor sie in die Reha gefahren ist und nun ist eine 180 Grad Drehung passiert.
Also was stimmt?
Von daher fände ich es wenig sinnvoll, ohne Verständnis zu reagieren und ausschließlich die Elternebene zu betrachten.
Das kommt doch ganz darauf an, wie die weitere Entwicklung ist

x 4 #165


A


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