@Jules189
Das hier ist nur meine persönliche Meinung.
Es ist keine Diagnose , sondern nur eine Analyse wie das beschrieben auf mich wirkt.
Zitat:Die Diagnose war meines Wissens nach die schwere Depression.
Im Alltag hatte sie in der ganz kritischen Zeit folgende Symptome:
- Extreme Selbstzweifel (kam sich unnötig im Leben vor. Sie sagte des öfteren, dass sie nur noch wegen mir und der Kinder leben würde).
Zitat:- Suizidgedanken und laut ihrer Aussage auch genaue Suizidpläne
Alleine das wäre ein Grund gewesen für den Rententräger die Reha abzulehnen, und ein Grund zu schreiben , das hier eine akut Behandlung vorrangig ist.
Der Patient muss reise und Rehafähig sein. Was er in dem Fall nicht ist , weil er eine 24 Stunden Betreuung benötigt.
Allein das Wissen vom Arzt und sie dann aus dem Zuhause weg zu schicken oder nicht in eine geschlossene einzuweisen ist für mich schon sehr sehr fraglich , wenn nicht sogar fahrlässig.
Auch das nicht erkennen was sie hat,……
Zitat:- Essstörungen. Hat viel Süßes und Salziges gegessen und nicht mehr auf ihre Gesundheit geachtet.
Wenn man hier nun eine Vermutung hat und dieses Verhalten nicht als einzelnes betrachtet sondern der Vermutung nach geht , ist es auch wieder ein Teil was dazu passen könnte.
Sie versucht hier , irgendwie Kontrolle zubekommen. ( sie entscheidet jetzt )
Nach Dissoziation oder emotionalem Shutdown greifen einige zu stark würzigen Lebensmitteln, um etwas zu spüren.
Auch Selbstberuhigung, durch Dopamin Ausschüttung ( Belohnungssystem )
Ich habe vor knapp 7-10 Tagen in dem Trauma Thema hier ein Video gestellt , wo ein Professor erklärt warum traumatisierte nicht mehr duschen „können“.
Die nicht Pflege kann aber auch ein selbstschädigendes Verhalten sein , oder bei der Vorgeschichte der Kindheit , „komm mir nicht zu nahe“ wie ein Stinktier sozusagen.
Wenn man um die Ecke denkt , kann es auch aus ihrer Perspektive heißen , „ich bin es nicht wert das ich mich um mich sorge“. Was wieder oben zu der Beschreibung zu treffen könnte.
Zitat:- Extreme Stimmungsschwankungen. Von fast leblos in sich gekehrt,
Erstarren. Freeze
Zitat:bis hin zu extrem aggressiv.
Fight Modus
Zitat:Manchmal auch extremer Aktionismus, dass sie vieles machen möchte aber dann nach kurzer Zeit wieder antriebslos.
Das viele wollen , da will sie mal normal am Leben teilnehmen , ….. da Trauma exorbitant viel Energie kostet das Trauma aus ihrer Perspektive zu kontrollieren , ist der Akku sofort wieder leer.
Wo dann vermutlich die Enttäuschung über sich selbst wieder hoch kommt und verstärkt „ich bin nichts wert“…“ich kann nichts“ ….“ich bin eine versagerin“.
Wo dann vermutlich Täterintrojekte greifen , also Sätze was die Eltern negatives damals zu ihr sagten , und sie diese Sätze glaubt und sich selbst einredet und manifestiert.
Ein Teufelskreis.
Was von außen vorschnell wie eine Manie / Depression , oder wie zwei Persönlichkeiten , oder Borderline aussieht, ist es oft nicht.
Zitat:- Auch mir und den Kindern gegenüber entweder extrem liebevoll und emphatisch oder eben komplett desinteressiert und manchmal halt auch aggressiv.
Hier kippt ihr System , wo sie sich nicht mehr in der Mitte halten kann , und in den fightmodus rutscht.
Zitat:- Gerade abends, wenn die Kinder im Bett waren oft starkes Aufkratzen der Kopfhaut.
- Nur noch sehr wenig auf sich
Das müsste ,…. Ich glaube das heißt , Skin picking ? Ich glaube dient zur Selbstregulation über Schmerzen.
Menschen kommen mit körperlichen Schmerzen besser klar , als wie mit psychischen Schmerzen.
Zitat:- Einmal und das war wirklich heftig hatte sie eine Art Panikattacke wo sie über 2 Stunden gar nicht mehr ansprechbar war. Ich dachte erst, sie simuliert aber das war die Wahrheit. Sie saß regungslos am Schlafzimmerboden und starrte nur vor sich hin. Auch auf meine Umarmung reagierte sie nicht.
Das was hier beschrieben wird , ist das erstarren , das einfrieren , freeze Modus.
Eine schwere trauma Reaktion, eine Dissoziation.
Kämpfen und Flüchen ist nicht mehr möglich also erstarren wir.
Ein emotionaler Shot down.
Das (Nerven)System ist so überlastet das es nicht mehr kann und kein Ausweg weiß. Es schaltet ab.
Bei der Umarmung , hätte sie in den fight Modus / Fluchtmodus rutschen können , was für eine Person die das in dem Moment macht nicht gut ausgehen kann , weil diese Person eventuell als Täter ( Verursacher des ersten Traumas ) angesehen wird und auf diese Person los geht.
Ich selbst hatte einmal ein Flashback beim Röntgen Monate nach dem Unfall , wo sich plötzlich der halbe Raum verändert hat und ein Fenster dort war wo keines wirklich war.
Da ich Werkzeug hatte sprach ich kurz mit der Röntgenschwester das ich gerade ein Flashback habe , und ich selbst konnte mich ins hier und jetzt rufen / halten.
Sie war damals was du beschreibst „offline“
Falls das nochmals passieren sollte , kannst du ein Schlüssel oder Buch fallen lassen in einer gewissen Entfernung.
Dich ruhig vorstellen wer du bist , ihr sagen wo sie gerade ist , und welches Jahr , Wochentag usw ist. Das sie in Sicherheit ist , und das du auf sie aufpasst.
Das nennt man Co-Regulation. Weil sie schafft es nicht mehr sich zu regulieren also machst du das stellvertretend.
Nicht zu Texten , nicht fordern.
Man kann es auch so beschreiben das sie aus dem hier und jetzt gerade weg ist.
Die Person ist dann innerlich „weg“, oft weit weg von der Gegenwart.
Wenn das hier ein Arzt weiß , das das passiert ist , frage ich mich warum einer da nicht reagiert hat und sie zum Psychotherapeuten mit Traumssensibler Therapie , auch z.B. mit EMDR , Nach Peter Levine Somatic Experiencing usw.
Es gibt die Diagnose Depression als Einzeldiagnose und es gibt die Depression als Folgen von traumatischer Erfahrung, wo Patienten Jahre , Jahrzehnte Medikamente bekommen die zum Teil nicht helfen
Zitat:- Oft geflüchtet, aus der Wohnung. Kam aber spätestens am nächsten Tag nach Hause.
Die Überlastung, das Verhalten hat nichts mit euch zu tun ! Das ist von damals.
Wie oben schon geschrieben ist es nur meine Meinung , mein verstehen über das Thema.
Wichtig wäre für Euch alle , jeder einen Therapeuten zu suchen auch extra für die Kinder , die das aufarbeiten.
Zitat:Kann sein, dass ich noch etwas vergessen habe. Wenn es mir noch einfällt, dann ergänze ich es.
Mich würde nicht wundern , wenn sie hüstelt , Schluckbeschwerden hat, Verspannungen im Körper / Kiefer , und Unterleibsprobleme.