Nalf
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Zitat von Jules189:Ich habe dem JA den Vorschlag gemacht, dass ich die Kids z.B. jetzt am Freitag nach Schule / Kita abhole und dann am Montag Morgen wieder dahin bringe.
Super! Gut gemacht.
Genau so. Fokus auf die Kinder. Und wenn die Kindsmutter (KM) keinen Kontakt möchte, kann sie haben. Ist Dir egal. Du hast Dir nichts zu Schulden kommen lassen und musst Dir ihre Vorwürfe erstmal nennen lassen.
Wenn das JA jetzt berät, beziehen sich die Vorwürfe nicht auf die Kinder und das ist gut!
Dann spielt Dir das Kontaktverbot zu der KM sogar in die Karten, weil Du mit einer derart agierenden Person auch keinerlei Kontakt gebrauchen kannst.
Zitat von Jules189:Die nutzen zwar die Audio und die Befunde für ihre Auswertung aber die Kinder bleiben weiter bei meiner NF plus das drohende Kontaktverbot.
Das wirkt sehr hilflos/ahnungslos. Als Verwaltung dürfen sie die Audios ohne Zustimmung der abgehörten Person nicht anhören oder berücksichtigen. Aber ein mindestens 14tägiges, eher wöchentliches Umgangsrecht müssen sie in jedem Fall fördern, zur Not begleitet (was ja auch ok wäre). Aber dass sich die einzelnen Sachbearbeiter absichern, indem sie die große Runde einberufen, scheint nicht ungewöhnlich zu sein. Ich drück Dir die Daumen, dass Du bald und regelmäßig Deine Kinder siehst.
Zitat von Jules189:Wenn ihr schon lange dabei seid, dann könnt ihr euch vielleicht noch an den Typen erinner, der in der Reha zu meiner NF sagte ‚ich kenne dich, wir müssen reden‘ und ‚ich weiß was dir passiert ist‘.
Also hat sie Dich entweder von hinten bis vorne angelogen oder es hinbekommen, mit ihrem Lover zusammen in die gleiche Reha-Klinik zur gleichen Zeit zu kommen? Wie dem auch sei: Auf das Wort der KM kannst Du jetzt wirklich nichts mehr geben. Versuch sie so gut wie möglich zu ignorieren. Das KV ist dabei echt hilfreich.
Alle Energie nur noch für Dich und für die Kinder.
Du brauchst eine Unterkunft, in der Du auch die Kinder empfangen kannst. Zur Not kann man sich auch tagsüber am Wochenende in manchen Kitas "einmieten" oder Büchereien nutzen.
Deine Finanzierung muss stehen. Aber da bist Du ja schon in Bezug aufs Jobcenter dran.
Deine Psyche braucht Unterstützung. Da hilft auch, die KM nur noch wie einen wild gewordenen Eber zu betrachten. Also nicht mehr mit "wie kann sie nur?!" zu reagieren, sondern mit radikaler Akzeptanz "was macht sie in Bezug auf die Kinder und was muss ich für die Kinder dagegen tun".
Und Du musst leider noch flexibel bleiben und kannst noch nicht endgültig anfangen, Dir ein stabiles, neues Leben aufzubauen, weil Du noch nicht weißt, an welchem Ort der Wohnort der Kinder sein wird und wie viel Prozent Dein Betreuungsanteil sein wird. Dennoch musst Du auf alles eingerichtet sein. Falls morgen Deine Kinder vor Deiner Tür stehen oder Du sie Freitag abholen kannst.
Es ist eine shaiz-Situation.
Aber Du schaffst das!
P.S. In den Zeiten, in denen Du warten musst, gerade nichts tun kannst, geh spazieren. Ganz viel an die frische Luft und mit den Füßen in Bewegung bleiben - auch wenn Du Dich ganz schwach und nach verkriechen fühlst. Das bringt der Psyche ganz viel.