Zitat von PeterN: Du hattest ja das vorläufige ABR beantragt.
Meines Wissens nach ging es noch nicht ums ABR, sondern um eine Eilentscheidung zur Wohnungszuweisung. Aber Jules kann das sicher aufklären.
In beiden Fällen wäre der Verfahrensablauf sehr ungewöhnlich.
Zitat von Ameise_78: Sorry, damit hat sich diese Frau JEDE Sympathie verspielt... jede.
Die Frau hatte noch nie meine Sympathie.
Sie hatte meine Empathie, genauso wie Jules sie hat, weil beide offensichtlich überfordert waren und sind.
Die einzigen, um die es mir geht, sind die Kinder.
Und die haben zwei Eltern.
Und je weniger die Eltern ihre Energie und ihr Geld aufwenden, den anderen fertig zu machen, umso besser für die Kinder.
Zitat von Jules189: Wenn sie ja so an das Wohl der Kinder gedacht hätte, dann hätte sie
Und wenn Du an das Wohl der Kinder gedacht hättest, dann hättest Du z.B. der Familie in den vergangenen Jahren mal einen funktionierenden Hausstand besorgt, Deine Schwester und Mutter, die offenbar in der Nähe wohnen, schon viel früher um Hilfe gebeten, und würdest Deine Entscheidungen davon abhängig machen, was für die Kinder am besten ist und nicht, was der Ex am meisten zeigt, dass Du Dir nichts bieten lässt.
Zitat von Ameise_78: dass hier zwei Kinder und ein Vater unter Schock stehen und nicht mehr wirklich wissen wo oben und unten ist, siehst du ganz offensichtlich nicht.
Jules wirkt auf mich nicht unter Schock.
Im bis vor kurzem gemeinsamen Haushalt befindet sich Schreckschussmunition und Jules erwähnt das so nebenbei bzw. findet daran nur schlimm, dass die Ex diese dem Kind in die Tasche gesteckt hat. Mir kämen da ganz andere Gedanken und Schule und Polizei in der Schule und wie schlecht sich das auf IHN auswirkt, wären da nicht die ersten.
Wem gehörte denn die Schreckschussmunition? Und gibt es dazu eine Waffe im Haushalt? Und wem gehört die Waffe und ist verantwortlich für die Aufbewahrung? Und ist die Waffe noch im Haushalt?
Zitat von Jules189: Und ganz ehrlich, selbst wenn man den monetären Aspekt nicht bewerten würde, so steht auch immer noch der Aspekt der Kindestrennung im Raum. Egal, wer über unsere Situation Bescheid weiß. Alle und wirklich ausnahmslos alle, vor allem andere Mütter bestätigen, dass sie ihre Kinder nach über 7 Wochen nicht nochmal direkt für mehrere Wochen verlassen würden.
Was denn nun?
Die 70% Betreuung bei Dir findest Du gut. Die 5 Wochen Betreuung durch Dich (die meiner Erinnerung nach nicht am Stück waren) aber schlecht. Sie soll für die Kinder zur Verfügung stehen, wenn Du das für richtig hältst, aber eigentlich hältst Du sie für suizidal und nicht erziehungsfähig. Wo ist da die rote Linie? Wie stabil bist Du in Deinen Wünschen?
Zitat von Jules189: Mein KG geht von Anfang an zu 100% auf das Ehekonto. Ihr KG geht immer auf ihr eigenes Konto und dann hat sie in der Vergangenheit zwischen 800 und 1000 auf das Ehekonto überweisen. Und das ist auch notwendig.
Dein Gehalt und später Gewinn aus Selbständigkeit ging seit 6 Jahren aufs Familienkonto und Deine Ex hatte lange kein eigenes Einkommen. Dann ging Deine Firma insolvent und Du hast Dich krank schreiben lassen und mit der Ex gemeinsam Haus und Kinder gehütet. 3 Monate lang. Bis sie in Reha ging und bei euch alles implodierte. Während der 6 Monate wurde sie mit ihrem Krankengeld mit 2/5 zum Miternährer. Habt ihr das vor der Trennung jemals geklärt, wie es denn weitergehen sollte? Wenn nicht, dann hast Du außerhalb der gesetzlichen Pflichten nach der Trennung kein Anrecht auf ihr Geld und sie keins auf Deines. Ihr wart zusammen Aufstocker und werdet es getrennt umso mehr. Das heißt aber nicht, dass sie keine Schulden machen darf. Du darfst es während Deiner Privatinsolvenz nicht und warst insofern auf ihr Einkommen angewiesen. Sie darf es schon noch. Und ihr jetzt die Stornogebühren, die zwei Monate vor der Reise 80-100% betragen, nur um sie an ihre Mutterpflichten zu erinnern, ist unnötig geschürtes böses Blut. Die 300 Euro sind so oder so weg. Jetzt eben so, dass niemand was davon hat und die Ex in den zwei bzw. 5 Wochen die Kinder so zu 30% hat, dass sie nicht wegfahren kann. Jules hat Genugtuung. Und was haben die Kinder davon?
Zitat von Ameise_78: Den Rosenkrieg hat hier nicht Jules189 angefangen
Das hier ist aber kein Kindergarten.
Hier geht es um zwei noch kleine Kinder. Der Sohn ist verhaltensauffällig und die Tochter wird ständig übersehen.
Will er denen, wenn sie 15 und in der Schule gescheitert und fürs Leben gezeichnet sind etwa erzählen, dass er ihre Mutter bekriegen musste, weil sie angefangen hat?
Das Gerichtsverfahren richtete sich gegen die Wohnungsverweisung und sollte offenbar den Umgang klären.
Die Wohnung hat nun sie so lange, bis der Eigenbedarf, von dem sie noch gar nichts weiß, durch ist. Also verlieren die Kinder so oder so ihr Zuhause.
Jules kann wegen der 70% Betreuung nur eingeschränkt arbeiten.
Die Ex hat die Zeit, ist nun aber an einen Wohnort mit wenig Arbeitsmöglichkeiten gebunden und hat immer noch ihre Krankschreibung.
Die Kinder haben also nach wie vor zwei prekäre Haushalte und zwei Eltern, die sich weder vernünftig kümmern, noch vernünftig arbeiten können, obwohl in der Familie kein funktionierender Geschirrspüler und zwei halb auseinander fallende Autos vorhanden sind.
Aber Hauptsache, der Next der Ex darf sich den Kindern nicht nähern...
Jules, Du siehst Dich derzeit in der Abwehr und glaubst, dass wenn Du eine Wohnung hast, dass dann alles gut wird. Aber solange Du mit der Ex keinen Waffenstillstand hinbekommst und ihr beide euch gegenseitig die wenigen Finanzen madig macht, kommt keine Ruhe für die Kinder rein.
Ich gehe keinerlei Sympathie für meinen Ex. Aber da er der Vater meines Kindes ist und von meinem Kind geliebt wird, ist es in meinem Interesse aus Liebe zum Kind dem Vater nicht zu schaden und alles dafür zu tun, dass er eine sichere, warme Wohnung und ein sicheres Einkommen und eine stabile Gesundheit hat, damit mein Kind bei ihm eine sichere, warme Wohnung, genug zu essen und eine seelisch sichere Umgebung hat. Meinen Ex unter Druck zu setzen, mich über seine Niederlagen zu freuen und mir die Filetstücke unserer Ehe unter den Nagel zu reißen, hätte sicher meiner geschundenen Seele gut getan. Aber mein Kind hätte darunter gelitten. Und das Leid meines Kindes ist auch meine Verantwortung. Die kann ich nicht auf den Ex-Partner abschieben mit der Begründung "aber er hat angefangen und war viel fieser zu mir als ich jetzt zu ihm".
Zitat von Usambara: Irgendwie liest sich das sehr einseitig zugunsten dieser Frau und manipulierend.
Vergiss nicht dass sie mit ihren Aktionen nicht mehr als Unschuldslamm gelten kann.
Jules Aktionen danach zu bewerten, ob seine Ex schlimmer ist, schadet nur den Kindern.
Zitat von Ameise_78: Woher der Gedanke, ihm jetzt vorzuschreiben, wie er mit ihr umgehen sollte, nachdem sie ihn per Polizei des gemeinsamen Wohnsitzes verweisen ließ
Der Wohnungsverweisung war ein Schock, aber hat sich jetzt ja zum Glücksfall entwickelt. Jules ist die ohnehin für Aufstocker mit Insolvenz viel zu teure Wohnung über Nacht losgeworden. Die kaputte Spülmaschine kann jetzt Ex mit Next rausräumen und Jules spart jeden Monat 1.450 Euro. Die Kinder verlieren so oder so ihr Umfeld. Aber wenigstens hat Jules jetzt seine Familie zur Unterstützung für ihn eingespannt und kann sie in Zukunft auch zur Unterstützung mit den Kindern einspannen. Das alles hatte er vor der Aktion seiner Ex noch nicht mal in Angriff genommen. Da wirkte es noch so, als gäbe es von beiden Seiten der Familie keine Unterstützung und die Wohnung sollte für die Kinder erhalten bleiben.
Ich schreibe Jules im übrigen nichts vor. Sondern erinnere nur, dass jeder Schuss gegen den Ex immer auch die Kinder trifft.
Jules erkennt diesen Zusammenhang sehr gut, wenn seine Ex gegen ihn schießt, ihr Geld anders ausgibt, als er das will, sich anders um die Kinder kümmern möchte, als er das für richtig hält. Er erkennt es aber nicht bei sich selbst.
Und bei zwei Elternteilen, die beiden der Überzeugung sind, im Recht zu sein, weil der/die Ex ihnen viel Schlimmeres angetan hat, gewinnen beide Elternteile und verlieren beide Kinder (ja, auch die Tochter).