Zitat von Jules189: In dem ruhigen Gespräch gerade sagte sie mir, dass sie Gefühle für jemanden in der Reha entwickelt hat. Angeblich wäre es eine Frau,
Eine Frau wäre das Beste für sie
Zitat von Jules189: und dann sagte sie auf einmal auch, dass das mit dem Alk. und den zwei Suizid-Versuchen in der Reha auch nur eine Lüge gewesen sei.
Vielleicht hat sie in der Reha dissoziiert und kann sich nicht mehr erinnern.
Dass eine Therapeutin das gesagt hat ist doch Quatsch.
Zitat von Jules189: Das trifft es so ziemlich genau. In dem einen Moment bin ich der Teufel in Person und muss komplett aus ihrem Leben verschwinden.
In den anderen Moment lässt sie mich nicht gehen
Kenne ich nur zu gut. Völliges Gefühlschaos, weil sie kein klares Bild von Dir hat.
Zitat von Jules189: Ich dachte immer, dass beide Eltern festlegen, welches Modell in Frage kommt.
Normal ist das so. Aber wenn ihr euch nicht einigen könnt, entscheidet das FamG. Entscheidend ist das Kindeswohl.
Zum Wechselmodell hat der BGH irgendwann entschieden, dass es dem Kindeswohl am besten entspricht. Das erfordert aber Kooperation und Kommunikation. Macht da einer nicht mit, wirds schwierig.
Du kannst das WM aber versuchen einzuklagen.
Zitat von Schnuddel74: Es gibt heute zu Tage Kinderanwälte, die von Gericht gestellt werden und nur die Interessen der Kinder vertreten.
Meinst Du Verfahrensbeistände? Ernsthaft?
Die werden in Verfahren zum Sorgerecht und Umgangsrecht immer bestellt und vertreten die Interessen der Kinder.
Das sind aber keine Juristen.
Nach einem kurzen Lehrgang kann jeder Verfahrensbeistand werden.
Sie sind parteiisch, machen meist das, was der Richter erwartet, denn sonst werden sie nicht mehr bestellt, taugen meist nichts und setzen sich ganz bestimmt nicht für die Interessen von Jules ein.
Zitat von Schnuddel74: Und glaub mir, wenn sie so labil ist, hast du gute Chancen bei einem Gerichtsverfahren
Das würde ich so nicht unterschreiben.
Es gibt Fälle, wo Kinder den Müttern zugesprochen wurden, um die Mutter psychisch zu stabilisieren, denn sonst sei es ja wiederum auch schlecht fürs Kind. Ein böser Zirkelschluss.
In meinem näheren Umfeld war das so.
Sohn wollte nicht mehr zum Papa, weil er von Mama aufgehetzt wurde.
Papa startet Umgangsklage. Gutachter kommt zum Ergebnis, Mama hat einen an der Klatsche, aber da der Sohn partout nicht mehr zum Papa wollte, bekommt Papa erstmal 1 Jahr Umgangsausschluss.
Danach hatte er seinen Sohn völlig verloren. Heute hat er keinen Kontakt mehr.
Muss alles nicht so kommen. Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, dass ein Gerichtsverfahren kein Spaziergang wird.
Und du weißt nicht, ob sie dann völlig austickt.
Ich würde Dir raten, sie zu Elterngesprächen bei einer Erziehungsberatung zu bewegen. Das ist in ihrem Zustand vermutlich das Beste.