@ all
Was bringt es euch, was bringt es Jules und vor allem, was bringt es den Kindern, wenn ihr Jules Grundangst befeuert und zu einer Eskalation in seinem Haushalt beitragt?
Ich finde, ihr handelt gerade unverantwortlich, wenn ihr euer Wissen über Gerichtsverfahren anderer Leute ausbreitet, wo es nur für den Vater schlecht ausging. Selbst wenn Jules heute zum Anwalt ginge wären eine Gerichtsentscheidung noch viele, viele Monate in der Zukunft.
Ich halte es auch für unverantwortlich, der Frau die übelsten Krankheitsfolgen zu unterstellen und Jules dahingehend zu beraten, sich davor schützen zu müssen. Damit wird er dann für Außenstehende völlig irrational handeln, seinen Ängsten folgen und am Ende wird ihm noch das Sorgerecht entzogen.
Zitat von alleswirdbesser: Sollte es weiter eskalieren, erwähne eventuell dass du die Klinik , den Arzt oder die Familienhilfe über ihre Suiszidversuche informierst und dich beraten lässt in Hinsicht auf ihre Fähigkeit zur Kinderbetreuung,
Das ist einfach nur eine Drohung. Daraufhin wird sie eskalieren und ihre Befürchtung, dass Jules ihr größter Feind ist, wäre dann eine völlig nachvollziehbare, rationale Schlussfolgerung.
Zitat von PeterN: Aber eine andere Verhaltensweise lässt ihre Pathologie nicht zu.
Bist Du Arzt und sie Deine Patientin?
Darf ich dann auch anderen ein Verhalten zu Deinen Pathologien raten oder fändest Du das anmaßend, übergriffig und feindselig?
Zitat von So-isses: Hallo Pipi Langstrumpf, wusste garnicht, dass es dich in echt gibt!
"Nalf macht sich die Welt, widde, widde, wie sie Nalf gefällt".
Warum so herablassend-biestig.
Mein unter Psychosen leidendes, Substanzen missbrauchendes und die Kinder gefährdendes Co-Elternteil ist in einer Tagesklinik, unter Betreuung und kann seinem Sohn immer dann, wenn die Medikation gut eingestellt ist, ein guter Vater sein. Glaubst Du, das habe ich geschafft, indem ich auf meine Ängste gehört und ihn wie krankes Stück gefährliche Shaize behandelt habe und ihn in Stresssituationen zu verlässlichen Aussagen gedrängt habe.
Zitat von Wollie: .Stell dich hier aber auf einen eventuell längeren Kampf ein, welcher nicht unbedingt mit sauberen Mitteln geführt wird.
Und so entstand der kalte Krieg.
Bislang hat die Frau 7 Wochen gar nichts gemacht, was die Kinder gefährdet, nun 24 Stunden auch nichts. Dass sie die Kinder nicht schnell ins Krankenhaus fahren könnte, spricht dafür, dass Jules in der Nähe bleibt und vor allem eine Vertrauensbasis aufbaut, bei der sie ihn als erstes anrufen würde, wenn etwas mit den Kindern ist oder sie überfordert ist.
Wenn sie aber so klar ist, dass Jules in Gesprächen jedes ihrer Worte ernst nimmt, ist sie auch klar genug, zwei schlafende Kinder bis zum Morgen zu betreuen.
Zitat von alleswirdbesser: die Kinder einfach überlassen
Nein. Hätte ich wohl auch nicht gemacht.
Aber es macht einen Riesenunterschied, jemandem zu sagen, "Ich weiß nicht, ob Tavor Dich so schläfrig macht, dass Du vielleicht den Wecker überhörst und würde deshalb gerne hier im Wohnzimmer bleiben, falls mich jemand braucht. Ich halte mich aber aus allem raus, damit Du die Kinder ungestört genießen kannst und sie Dich. Sollte was sein, klopft einfach am Wohnzimmer an und ich komme dann helfen."
Oder ob man sagt, "Du bist ja nicht ganz zurechnungsfähig. Mit Dir kann man die Kinder nicht allein lassen. Und wenn Du Dich trennen willst, dann gehst Du und nicht ich und die Kinder bleiben bei mir."
Zitat von Golem: Bleib bei dir.... Ich wiederhole es.
Wie fühlst du dich damit?
Das braucht Raum. Solange du das nicht frei geben kannst, wird es dich auch lenken.
100%
Nur das bringt Jules weiter.
Zitat von Jules189: Für unsere Tochter wäre das gar kein Problem aber bei unserem Sohnemann mache ich mir da schon Gedanken. Er wird alleine mit der Trennung schon extrem zu kämpfen haben, da er sehr sehr sensibel ist und ich würde behaupten auch Verlustängste hat.
Jules, Pass hier bitte auf, dass Du die Kinder nicht zu Stellvertretern eurer erwachsenen Gefühle machst.
Ob ein Kind das Wechselmodell gut verkraftet, weiß man Imhof erst, wenn es passiert. Und muss dann eventuell nachsteuern. Denn Wechselmodell ist auch nicht gleich Wechselmodell. Es spielen so viele Faktoren rein, dass man nicht von "dem" Wechselmodell reden kann.
Zitat von So-isses: Wäre Jules die Frau in dieser Beziehung, würdet ihr alle hinter ihr stehen und dazu raten, sofort die Kinder zu schnappen und sie aus diesem gefährlichen Dunstkreis des Vaters zu bringen.
So ein Quatsch.
Was für Anzeichen siehst Du denn, dass Jules oder seine Frau gerade einen "gefährlichen Dunstkreis" haben?
Sie ist unter starken Beruhigungs- und Schlafmitteln. Das heißt, dass ihre Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist. Was die Suizidthemen angeht, müsste Jules mehr Angst um die Kinder haben, wenn sie kein(!) Beruhigungsmitteln bekäme.
Zitat von So-isses: Vielleicht fängt sie ja immer wieder zu reden an? Vielleicht geht es von ihr aus?
Dann ist es seine und in dieser Situation allein seine Aufgabe, sie zu beruhigen, ihr zu sagen, dass sich das alles finden wird, sie erst mal in Ruhe wieder ankommen soll, man irgendwann später mal in Ruhe darüber sprechen kann und sie erstmal wieder ihre Termine hier wahrnehmen und in den Alltag zurückfinden soll, bevor man große Entscheidungen trifft.
Das ist zumindest das, was ich(!) unter "in guten wie in schlechten Tagen" und ehrlicher Loyalität verstehe. Nur weil sich mein Partner trennt und schwer erkrankt ist, ist er nicht zum Abschuss freigegeben und darf überfordert werden, weil man selbst gerade Leidensdruck hat.
Wenn man das selbst nicht hinbekommt, dann zieht man sich zurück und ruft einen Freund, eine Freundin an, ob sie bitte über Nacht hier sein kann, um die Ex zu unterstützen.
Zitat von Jules189: bekräftigst meine Entscheidung.
Sie kann keine Entscheidung zu den Kindern ohne Dich fällen.
Aber auch Du kannst keine Entscheidung zu den Kindern ohne sie fällen. Die Frau ist nicht entmündigt.
Ich habe mittlerweile von meinem Co-Elternteil eine Generalvollmacht zu allen Entscheidungen über unser Kind ausgestellt bekommen. Damit könnte ich theoretisch sogar seinen Umgang unterbinden und mit dem Kind ins Ausland ziehen und ihm einen neuen Namen geben. Diese Vollmacht habe ich nur bekommen, weil ich immer fair und fürsorglich mit meinem Ex umgegangen bin und mich selbst auch in großer Not zurückhalten und meine Bedürfnisse zurückstellen konnte.
Unser Kind hat mitbekommen, dass es Papa immer Mal wieder nicht gut geht und er auch viele Wochen und manchmal Monate im Krankenhaus sein muss. Und dass Mama und Papa auch immer mal streiten (wenn ich ihn z.B. abweisen muss, weil er nicht kohärent genug ist, um das Kind mitnehmen oder bei uns sein zu können). Aber seinen Papa, den Helden, den Fels in der Brandung, den Menschen, den man sehr vermisst und sich gerne an ihn kuschelt und ihm das Gebastelte stolz zeigt, hab ich ihm nicht genommen.
Der. Fokus. Muss. Auf. Dem. Kind. Sein.
Zitat von alleswirdbesser: Und was sagst du zu ihren Plänen möglichst weit weg zu ziehen?
Genauso werthaltig wie ihre Pläne, die Nachmiete bei der Freundin anzutreten oder Jules Pläne beim Freund zu übernachten.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
In einer Familie, in der die Mutter aus einer psychosomatischen Klinik kommt, schon jahrelang psychisch auffällig ist, der Vater auch völlig entwurzelt ist und vor Aufregung zittert, keine enge Familie helfen kann, die Kinder klein sind, das Geld knapp und jetzt auch noch eine Trennung ausgesprochen wurde, würde ich persönlich nur von Tag zu Tag leben, dafür sorgen, dass Hilfe ins Haus kommt, es den Kindern gut geht, es auch beiden Eltern so gut wie möglich geht, und man weitere Probleme und Krisen so weit wie möglich vermeidet. Z.B. indem man dafür sorgt, dass niemand in den nächsten 14 Tagen irgendwelche weitreichenden Entscheidungen fällt.