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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

M
Zitat von Jules189:
Das habe ich ganz vorsichtig versucht aber wie glaube ich allen und auch mir klar ist, sagte sie direkt, ob ich Arzt oder ihr Therapeut wäre. Daher ...

Du hast es versucht, naja ich würde mich auch schwer tun wenn der Mensch dem ich vertraut habe und der mich betrogen hat sagt "such dir mal hilfe".
Sie hat es zwar abgeschmettert, was ja aber nicht heißt das sie es nicht tut.

#676


J
Das ist ja genau die Sorge, die ich habe. Dass sie aus Angst, die Kinder zu verlieren eine Art Good Cop Bad Cop Strategie fährt. Mit Falsch-Behauptungen versucht mich als den gefährlichen Mann darzustellen etc.
Wie gesagt, diese ganzen Widersprüche und ihr Ständiges Hin und Her von Fight-Mode zur ruhigen ‚ich möchte keinen Krieg mit dir‘ Stimmung machen mich irre, sodass ich nicht klar in Entscheidungen bin.

#677


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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M
Zitat von Jules189:
Das ist ja genau die Sorge, die ich habe. Dass sie aus Angst, die Kinder zu verlieren eine Art Good Cop Bad Cop Strategie fährt. Mit ...

Wissen ist macht, wenn die Foris dir zu schwammig sind, ruf eine Familienberatung an, es gibt noch andere Stellen ausser das JA.
Rede mit deinem Anwalt.
Aber aus der Angst heraus zu reden, zu handeln, evtl was zu sagen was man als Drohung verstehen könnte ist einfach nur unvorteilhaft und macht alles schlimmer.

x 1 #678


Waris07
Ich habe das Gefühl, hier kochen die Emotionen gerade sehr hoch – was bei dieser Geschichte absolut nachvollziehbar ist.
Es ist keine einfache Schwarz-Weiß-Situation, und je mehr man versucht, sie in klare Kategorien einzuordnen, desto komplexer wird es.

Wenn ich etwas Abstand einnehme, sehe ich vor allem zwei Menschen, deren Nervensysteme seit Wochen – wenn nicht schon seit Monaten – unter enormer Spannung stehen.

Zur Frau: Laut den Schilderungen bringt sie eine lange Leidensgeschichte mit, verschiedene Diagnosen und vor allem medikamentöse Behandlungen.
Offenbar gab es bislang keine kontinuierliche psychotherapeutische Begleitung, sondern primär eine hausärztliche Versorgung. Gerade bei komplexeren psychischen Belastungen kann das herausfordernd sein, weil Medikamente Symptome abmildern, aber tieferliegende Themen oft unberührt bleiben.

Eine Reha kann dann sehr viel auslösen. Dinge, die vielleicht lange überdeckt oder kompensiert waren, kommen plötzlich mit voller Wucht hoch – alte Verletzungen, Prägungen oder auch traumatische Erfahrungen.
Das ist selten ein sanfter Prozess, sondern häufig ein intensives inneres Durchgeschütteltwerden.

In so einer Situation jemanden kennenzulernen, bei dem man sich verstanden oder sicher fühlt, ist nicht ungewöhnlich. Gemeinsames Leid kann schnell Nähe entstehen lassen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Nähe langfristig tragfähig ist oder ins Körperliche übergeht – aber sie fühlt sich in dem Moment real und bedeutsam an.

Wenn sie dort für sich die Entscheidung getroffen hat, die Beziehung zu beenden, dann ist das ihre klare Position – und darauf besteht sie offenbar weiterhin.
Diese Entscheidung muss man nicht gutheißen, aber sie ist zunächst einmal zu respektieren.

Warum sie eine weitere stationäre Behandlung abgelehnt hat, wissen wir nicht. Vielleicht war es Überforderung, vielleicht Angst oder einfach das Bedürfnis, selbst wieder Kontrolle über ihr Leben zu haben.
Dass sie nun innerlich zerrissen, ambivalent und stark schwankend zurückkommt, überrascht mich daher nicht. Wer emotional so stark aufgewühlt wurde, ist selten stabil.

Gleichzeitig darf man nicht übersehen: Auch @Jules189 befindet sich seit Wochen in einem Ausnahmezustand. Schon vor der Reha war die Beziehung nicht frei von Spannungen.
Dann kam die plötzliche Distanz, neue Dynamiken, widersprüchliche Signale. Das kann auch einen psychisch stabilen Menschen massiv verunsichern.

Zu erwarten, dass er in dieser Situation dauerhaft ruhig, souverän und vollkommen reguliert bleibt, wäre zwar wünschenswert – aber menschlich gesehen sehr anspruchsvoll.
Auch sein Nervensystem dürfte unter erheblichem Stress stehen.

Es ist vollkommen legitim, dass er zuvor getroffene Entscheidungen – zum Beispiel, zu einem Freund zu gehen und dort zu übernachten – revidiert, wenn er merkt, dass die Umstände es erfordern.
Wenn sein Bauchgefühl ihm sagt, er sollte bleiben, weil er die Kinder in dem Zustand der Frau nicht allein lassen möchte, dann ist das sein gutes Recht.
Das bedeutet nicht, dass er aus Boshaftigkeit handelt, sondern dass er versucht, verantwortungsvoll und situationsgerecht zu reagieren.

Und genau hier liegt die Schwierigkeit: Zwei Menschen, beide verletzt, beide überfordert, beide mit eigenen Themen – und beide reagieren aus dieser Überlastung heraus.
In solchen Dynamiken gibt es selten einen klaren Schuldigen. Häufig entsteht vielmehr ein Kreislauf aus Triggern und Gegenreaktionen, der sich gegenseitig verstärkt.

Rücksichtnahme auf eine psychisch stark belastete Person ist wichtig. Gleichzeitig bedeutet Rücksichtnahme nicht, dass eigene Grenzen dauerhaft aufgegeben werden müssen.
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Mitgefühl zu zeigen, ohne sich selbst zu verlieren.

Und mitten in all dem stehen die Kinder. Ich gehe davon aus, dass beide Eltern sie lieben und ihr Bestes wollen – auch wenn ihre Perspektiven und inneren Zustände derzeit sehr unterschiedlich sind.

Vielleicht wäre es deshalb sinnvoll, weniger auf direkte Klärungsversuche im Zweiergespräch unter Hochspannung zu setzen und stattdessen einen neutralen, professionellen Rahmen in Betracht zu ziehen.

Wenn beide sich bereits wechselseitig als Bedrohung erleben, wird jedes Gespräch schnell zur nächsten Eskalation – auch wenn das niemand beabsichtigt.
Am Ende geht es weniger darum, wer Recht hat, sondern darum, wie wieder Stabilität entstehen kann – für beide und vor allem für die Kinder.
Und Stabilität entsteht selten im Modus der Eskalation.

Das ist meine Sicht der Dinge – ich schildere hier, wie ich die Situation aus meiner Perspektive verstehe.

x 7 #679


Ameise_78
Lügen bezüglich Suizid, Besäufnissen & Co sind in meinen Augen kein harmloser Scherz, wenn es in diesem Tenor weitergeht, würde ich das Jugendamt um Hilfe bitten.
Tatsächlich aus Angst um die Kinder.
Tatsächlich wirkt deine Frau - zumindest angesichts dieser Schilderungen - nicht so richtig zurechnungsfähig (ist mein Eindruck, angesichts dessen, was hier berichtet wurde) - und wären es meine Kinder würde ich da jemanden involvieren wollen, der sich das Ganze ansieht. Fachleute, vielleicht vom JA, die Hausbesuche machen und sich einen Eindruck davon verschaffen ob Not am Mann ist.

x 2 #680


Ameise_78
Zitat von Waris07:
Wer emotional so stark aufgewühlt wurde, ist selten stabil.

Das stimmt, aber nicht jeder der instabil ist spricht von Suizid und lügt bezüglich Suizidversuchen, Besäufnissen & Co...
Speziell das mit dem Suizid ist ja kein harmloser Scherz mehr.
Ich kenne Menschen, die Angehörige nach Suizid aufgefunden haben... nicht auszudenken, das würde Jules189s Kindern passieren.

x 3 #681


D
@Jules189

ich würde an deiner Stelle mit dem JA kurz schließen und alles genau erklären, wenn Gefahr in Verzug ist gibt es da Eilverfahren.
ich würde mich mit ihr nicht mehr Unterhalten bringt ja nichts, was wikchtig ist sagt sie dir nicht und auf blabla hätte ich keine Lust

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M
Zitat von Dudo:
@Jules189 ich würde an deiner Stelle mit dem JA kurz schließen und alles genau erklären, wenn Gefahr in Verzug ist gibt es da Eilverfahren. ich ...

Das hat der TE schon versucht und wie will er Gefahr in Verzug rechtfertigen?
Dann sagt er sie hat Selbstmord angedroht und sie sagt das habe ich nicht gesagt und schon steht aussage gegen Aussage.

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Ameise_78
Zitat von Dudo:
wenn Gefahr in Verzug ist gibt es da Eilverfahren.

Vor Allem auch Interventionen/Besuche zu Hause... wenn dem JA geschildert wird worum es geht, werden sie über die entsprechenden Möglichkeiten aufklären.

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alleswirdbesser
Zitat von Jules189:
Das ist halt auch so ein Thema. Ich habe gestern gesehen, dass sie eine genommen hat. Heute sagt sie mir, dass das nicht stimmt. Es sei eine Ibu ...

Ich habe das Gefühl, dass sie erst eine ehrliche ungefilterte Aussage macht, die der Wahrheit entspricht. Später die Situation einer dritten Person schildert, die sie dahingehend berät, dass man ihr daraus einen Strick drehen könnte. Es wird besprochen wie sie das wieder widerrufen könnte und so kommt dann zu den Aussagen danach.

#685


Ameise_78
@Mia83333 das JA hilft nicht nur bei "Gefahr in Verzug" sondern auch bei Krankheit/Überlastung eines oder beider Elternteile... das ist nicht so begrenzt. Aber es muss natürlich mit den betreffenden Stellen des JA geklärt werden, was möglich wäre.

#686


J
Zitat von Waris07:
Ich habe das Gefühl, hier kochen die Emotionen gerade sehr hoch – was bei dieser Geschichte absolut nachvollziehbar ist. Es ist keine einfache ...

Das finde ich sehr stark. Wir wollen nächste Woche zur Familienberatung. Eventuell ist das hier der erste Ansatz einer klaren Linie.

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alleswirdbesser
Zitat von Mia83333:
Also mir wurde beim Einwohnermeldeamt gesagt es geht nicht so ohne weiteres und selbst innerhalb des Kreises wollten sie bei mir eine schriftliche ...

So war es bei mir in dem einen Bundesland, in dem anderen hieß es - wo sollen die Kinder dann leben? Und wollten den Wisch gar nicht erst annehmen.

#688


J
Zitat von Ameise_78:
Lügen bezüglich Suizid, Besäufnissen & Co sind in meinen Augen kein harmloser Scherz, wenn es in diesem Tenor weitergeht, würde ich das ...

Das hatte ich auch schon mal vor aber ich befürchte, dass sie das dann als Kriegserklärung deutet.

#689


alleswirdbesser
Zitat von Mia83333:
Ausser die meldeämter agieren unterschiedlich? Aber das halte ich für eher unwahrscheinlich.

Doch, eigene Erfahrung, bin schon zwei mal umgezogen.

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