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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

Stella31
Zitat von Ameise_78:
Bitte sieh dich aber mal um wie es bei Fremdverliebtheit aussieht - am Handy kleben und die Kinder keines Blickes würdigen ist da absoluter Standard....

Sicher ist das Standard.
Aber in diesem Fall, der absolut kein Standard ist, ist es ein Nebenschauplatz!

x 1 #811


J
Zitat von Stella31:
Ich finde, dass der Vergleich sogar sehr gut passt.. Es wird doch mittlerweile des öfteren darauf hingewiesen, dass viele Menschen jemandem, der ein ...


Starke Worte. Vielen Dank. Ich merke halt, wenn ich meine Emotionen der Paar-Ebene zurückstelle, dass es dann in Bezug auf das Miteinander und die Eltern-Ebene besser läuft.

x 2 #812


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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Ameise_78
Zitat von Stella31:
Sicher ist das Standard. Aber in diesem Fall, der absolut kein Standard ist, ist es ein Nebenschauplatz!

Für Jules, ja. Das stimme ich zu.
Für die Kinder leider nicht...

x 1 #813


D
Zitat von Stella31:
Es wird doch mittlerweile des öfteren darauf hingewiesen, dass viele Menschen jemandem, der ein gebrochenes Bein hat, selbstverständlich nicht abverlangen, er soll einen 10km Lauf machen, aber hat wer Depressionen, die man eben nicht gleich so offensichtlich sieht, soll der sich bitte nicht so anstellen und am besten noch einen dreifachen Salto machen.


das Verlangt ja keiner, nur bei ausgesprochener Trennung wird man nicht mehr Betüdelt, egal ob gebrochener Fuß oder Psychische Probleme

Zitat von Stella31:
Und hat ungefähr das aufgegriffen, um zu verdeutlichen, wie wenig hier im Forum von manchen Verständnis aufgebracht wird, für den enormen Druck, der auf der NF durch ihren Klinikaufenthalt auf sie eingewirkt hat.

von wem will sie Verständnis erwarten, von dem Partner von dem sie sich getrennt hat, den sie andauernd Anschreit, wenn ihr was nicht passt und das ganze am Rande vom Escalieren ist, wenn der sich nicht im Griff hat.

x 2 #814


D
Zitat von Jules189:
Viel über meine Fehler aber es hatte sich nicht so angefühlt, als ob sie jetzt dabei ist mich schlecht zu machen. Nein, es war eine anständige Selbstreflektion auf Augenhöhe.

aha, alles nur deine Schuld

x 1 #815


Scheol
@Dudo
Zitat:
von wem will sie Verständnis erwarten, von dem Partner von dem sie sich getrennt hat, den sie andauernd Anschreit, wenn ihr was nicht passt und das ganze am Rande vom Escalieren ist, wenn der sich nicht im Griff hat.

Dir brechen drei verschiedene Menschen den Arm über Jahre.

Dann kommt Person X und dem vertraust du. Und irgendwann bricht die Person X den Arm , und danach nochmals.

Würdest du mit Person X ruhig und verständnisvoll sprechen ?

x 1 #816


D
@Scheol

ich habe 2 Scheidungen hinter mir bei der ersten ist alles gelaufen wie es soll, bei der Zweiten probierte meine EX mit aller gewalt mir sämtliche Prügel vor die Beine zu Werfen, wenn sie nicht ihren Willen durchsetzen konnte, mit haltlosen Anschuldigungen bzgl. Gewalt, die es nie gegeben hat, hätte nur noch gefehlt das sie mich als Kinderschänder Verleumdet hätte, weil ich ihrer Meinung nach die Kinder nur sehen dürfte, wenn sie es will.

mit der habe ich kein einziges Wort mehr Gesprochen, vor Auszug, weil sie peranent Belogen hat und haben alles RA und Gerichte erledigt

x 3 #817


Scheol
Zitat von Dudo:
@Scheol ich habe 2 Scheidungen hinter mir bei der ersten ist alles gelaufen wie es soll, bei der Zweiten probierte meine EX mit aller gewalt mir sämtliche Prügel vor die Beine zu Werfen, wenn sie nicht ihren Willen durchsetzen konnte, mit haltlosen Anschuldigungen bzgl. Gewalt, die es nie gegeben hat, hätte nur ...

Ich habe es vermute das du schlechte Erfahrung gemacht hast. Das merkt man oft wie du schreibst.

auf was ich aber hinauswollte ist der Umstand das die Frau hier , 3 mal sehr schlechte Erfahrung gemacht hat im Leben und der TE selbst noch zwei mal mit dem fremdgehen in die selbe Wunde geschnitten hat, und sie deshalb vermutlich nicht ruhig und entspannt bleiben kann.

x 2 #818


Wulf
Zitat von Jules189:
Es fällt halt sehr schwer, denn sie war und ist ja auch irgend wo mein Lieblingsmensch der letzten 11 Jahre

gewesen ist. 😔

Zitat von Jules189:
Das mit den Profis ist ja so ne Sache. Alle ‚Profis‘ in den letzten 1,5 bis 2 Jahren haben ja sehr viel falsch gemacht. Jetzt hat sie erst in knapp 2,5 Monaten eine Anschluss-Therapie (Psyrena) und in zwei Wochen will sie dann schon wieder zu dieser Frau für ein Wochenende fahren. Also wirkliche Profis sind derzeit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil.

Du kennst effektiv nur die Auswirkungen auf deine NF und ihre daraus resultierenden Wesensveränderung.
Ist ihre Sache, d.h. du kümmerst dich max. darauf, daß sie als Mutter ihre Sache wahrnehmen kann.

Zitat von Nalf:
Sind alles nur Tipps von "Veteranen". Du findest mit Deinen Kids einen eigenen Weg, Geborgenheit und Sicherheit zu schaffen. Du schaffst das!

👍

Zitat von Dudo:
Ruhe kehrt erst ein, wenn sie von Außen die Türe schließt

Joar, dauert noch. Hoffentlich bald, hoffentlich nutzt Jules ihre weitere temporäre Abwesenheit, sich regenerieren zu können.

Zitat von Jules189:
Starke Worte. Vielen Dank. Ich merke halt, wenn ich meine Emotionen der Paar-Ebene zurückstelle, dass es dann in Bezug auf das Miteinander und die Eltern-Ebene besser läuft.

"Ist mir egal" -> Wenn deine NF irgendwas macht, löst das in dir irgendeine Emotion aus? Wut/Hass/Enttäuschung?
Du wirst selber merken, daß es immer schwächer werden wird. Bis auch der Punkt erreicht ist, an dem gar nichts mehr ist.
Keinerlei Emotion, Sie ist die Mutter eurer Kinder.
Erliege aber nicht der Hoffnung, daß daraus wieder ein "euch" entsteht.
Du scheinst auf einen guten emotionalen Weg zu kommen. 👍

x 2 #819


N
Jules1989

erstmal meinen allergrößten Respekt für Deine Leistung gestern.
Dass Du es geschafft hast, Deine ganze Familie so zu co-regulieren, dass sie auf einen Ausflug gehen konnten und Deine Frau nicht Dir gegenüber den starken Mann markieren musste, sondern sich Dir gegenüber eingestehen konnte, dass sie bei zwei Kindern draußen auf Unterstützung angewiesen sein könnte, ist schon ein richtig dickes Brett, dass Du da trotz sämtlicher eigener Verletzungen, Unsicherheiten und Ausgelaugtheit durchbohrt hast.
Kannst richtig stolz auf Dich sein!

Und dass Du dann trotz aller Trauer und Unsicherheit den Ausflug auch so gut hinbekommen hast, hat eurer Elternebene richtig gut getan, auch wenn es Deine Trauer um die Vergangenheit und Zukunft nochmal richtig angefacht hat.

Hast Du heute die Gelegenheit (oder kannst sie schaffen) Dich zu regenerieren?
Gestern bist Du einen emotionalen Marathon gelaufen. Eine Sporteinheit, ein Spaziergang an der frischen Luft ohne Kinder oder ein langes heißes Bad können helfen, die Stresshormone abzubauen. Achte definitiv auch auf Dich, gerade nach derartig erfolgreichen Minenfeldläufen, die viel Kraft kosten.

Zitat von Jules189:
Ich merke halt, wenn ich meine Emotionen der Paar-Ebene zurückstelle, dass es dann in Bezug auf das Miteinander und die Eltern-Ebene besser läuft.

Schön, dass Du da dieselbe Erfahrung machen kannst, die ich auch (nur nicht so schnell wie Du) machen konnte.

Zitat von Jules189:
Viel über meine Fehler

Ich bin erstmal bei Stella und finde es auch nicht ideal, sowas vor den Kindern zu besprechen. Selbst wenn die hinten schlafen, bekommen sie stets mehr mit, als einem lieb ist.
Auf der anderen Seite ist niemand perfekt und ein ruhiges Gespräch zwischen den Eltern zu einem nicht kindgerechten Thema ist wesentlich besser als dickluftiges Schweigen im Auto.
Also hier nicht für volle Punktzahl, sondern "nur" 9 von 10 Zwinkerndes Gesicht

Wie wäre es, wenn Du uns gegenüber und im Selbstgespräch nicht mehr von "meinen Fehlern" sprichst, sondern von "meinem Unvermögen".
Du hast weder eine therapeutische Ausbildung, noch könntest Du jemals der Therapeut sein, außerdem hattest Du mir der Firma und einer kranken Frau auch ganz eigene Belastungen.
Dass Du dabei nicht erkannt hast, dass ein Seitensprung bei Deiner Frau aufgrund der Vorschäden nicht das gleiche ist wie ein Seitensprung zu Lasten jeder anderen Frau, ist doch völlig normal. Shaize und bedauerlich, klar, aber eben auf Unwissenheit basierend. Du bist wahrscheinlich der, der sich am meisten in den A. beißt, dass Du Deiner Frau genau in die wundeste Stelle gehauen hast und damit ihre gesamte Vergangenheit sehr präsent in eure Ehe reingezogen hast. Wenn Du damals gewusst hättest, was Du heute weißt, hättest Du sicherlich ganz anders gehandelt. Deshalb würde ich den Ausdruck "mein damaliges Unvermögen" verwenden.
Andere Bezeichnungen machen was mit der inneren Einstellung und den Lösungsmöglichkeiten, die sich ergeben.

Ich finde, Du machst das alles außergewöhnlich gut und klingst wieder mehr bei Dir als in den vergangenen Tagen.

Motto des Tages: Schwimmen wie ein Korken auf dem Wasser.


@Ameise_78
Zitat von Ameise_78:
Ich selbst stand schon mehrfach

Jedes Kind ist anders. Und jeder Erwachsene auch.
Von sich auf andere zu schließen ist menschlich, führt aber auch immer wieder zu Enttäuschungen, weil andere nicht so reagieren wie man selbst (es erwartet hat).

Jules kann jetzt an einzelnen Fakten festhalten und im völlig berechtigten Entsetzen darüber stecken bleiben und dicht machen.

Oder er kann den Wahnsinn an sich vorüberziehen lassen wie einen Tornado, sich nicht von ihm mitreißen lassen oder gegen ihn ankämpfen, sondern sich dafür entscheiden, für sich und die Kinder ein seelisch sicheres Haus zu bauen, das der Tornado nicht umwehen kann, und aus dieser Warte nur zu beobachten, was draußen an Wetter (= Handlungen der Frau) noch passiert, ohne es persönlich zu nehmen. Scheint die Sonne, kann man offen bleiben und es annehmen. Weht der Wind, zieht man sich ins Haus zurück und wird zum Beobachter. Solange das Haus (= die eigene Psyche und die eigene Grundbedürfnisbefriedigung) solide steht, braucht man das Wetter nicht zu fürchten.

@Dudo, klar kann man sich ins Haus zurückziehen und die Rollos runterziehen und das Wetter draußen ignorieren und ablehnen. Aber durch die gemeinsamen Kinder, die immer wieder fragen werden, ob die Sonne wieder scheint und sie mal raus dürfen, kann man das Wetter nicht ganz und auf Dauer ignorieren.
Und wenn man mit etwas Schönwettertanzen es sogar hinbekommt, dass die Sonne häufiger scheint als der Wind aufzieht, lohnt sich meines Erachtens der Tanz, sofern man genug Kraft dafür hat.

x 4 #820


D
@Scheol

aber ich bin nicht der Typ der Krawall macht,kannst nicht Reden, drehe ich mich um und Gehe

#821


D
@Nalf

irgend wann wird es escalieren, keiner lässt sich ewig Anbrüllen, wenn er Fragen stellt, bringt das was, am wenigsten den Kindern.

wenn man Gespräche führen kann soll man es tun, aber auf Augenhöhe, sonst ist es Sinnlos und sollte Gerichte bemühen

#822


Stella31
@Nalf deine Beiträge lese ich immer wieder sehr gerne.
Du hast eine sehr angenehme Art, alles auf den Punkt zu bringen. Und du beleuchtest beide Seiten, ohne auf einer davon herumzuhauen und nach drastischen Maßnahmen zu rufen.
Das hat Substanz, Tiefe und Wohlwollen!
Das schaffen manche Mentoren hier nicht so, wie ich finde.
Auch wenn das OT ist, wollte ich das mal anmerken.

x 2 #823


alleswirdbesser
@Nalf ganz tolle Tipps für den Alltag liebe @Nalf und sicher für viele Eltern wertvoll.

Nur mit dem Freifahrtschein für nichts tun und nur am Handy hängen hadere ich extrem. Sie wollte die Trennung, wie würde es denn ausschauen, wenn Jules nicht mehr für sie und die Kinder da wäre? Eine Trennung hat ja mehr Konsequenzen als nur zu sagen, dass es zu Ende ist. Natürlich hat sie Glück, dass Jules noch da ist und sich um alles kümmert, aber das kann auf Dauer nicht funktionieren.

x 3 #824


N
@alleswirdbesser

Wenn man mal aus der Situation rauszoomt, hat, so beknackt das klingt, Jules Frau ihm mit der ausgesprochenen Trennung einen Gefallen getan.

Hätte sie ihn nicht von sich weggestoßen und sich nur in sich gekehrt und mit den (vermutet) frisch aufgekochten Traumata wieder nach Hause gekommen, hätte sich Jules wie die vergangenen Jahre schon um Kompensation bemüht. Er hätte weiterhin versucht, das normale Leben aufrecht zu erhalten, während seine Frau wieder und wieder abschmiert. Seine Grenze des Erträglichen wäre weiterhin Tag für Tag verschoben worden, bis er irgendwann dann Mal selbst im Nervenzusammenbruch, in der Panikattacke, im Bandscheibenvorfall oder mit Bluthochdruck im KH landet.

Indem sie die Trennung ausgesprochen hat, war ihm ein "weiter so, irgendwann geht's bestimmt bergauf" während die Familie in den Abgrund schlittert, nicht mehr möglich. Er "durfte" endlich das loyale Kaschieren und Kompensieren ihres Zustands aufgeben und hat mit der Trennung die Erlaubnis bekommen, sich primär um sich und die Kinder zu kümmern. Und das ist, wenn man alle 4 betrachtet, ein Segen.

Ja, es tut verdammt weh, betrogen zu werden, ausgetauscht zu werden, die Familie zerbrechen zu sehen und keine/n Partner/in mehr zu haben.
Aber bei der Not, die gerade herrscht, ist das letztlich erstmal nur ein Nebenkriegsschauplatz.

Mit oder ohne Trennung/Fremdverlieben wäre gerade zwischen den beiden keine innige Partnerschaft möglich. Mit oder ohne Trennung/Fremdverlieben wäre seine Frau mental nicht in der Lage, arbeiten zu gehen oder einen Haushalt zuverlässig zu führen.
Mit oder ohne Trennung/Fremdverlieben ginge es den Kindern gerade nicht gut.

Vielleicht kann ich es nur deshalb als so nebensächlich sehen, weil auch mein im wahrsten Wortsinne verrückter Ex mir inmitten monatelang auftretender Schübe irgendwann seine neue 6uelle Neigung "offenbarte", die so erkennbar ein Versuch war, sich neu zu erfinden, an einen neuen Menschen dranzuhängen, um sich von diesem aus dem alten Leben ziehen zu lassen und alles, was bislang schief gelaufen und zu monströs war, um es zu bearbeiten, mit seinem "alten Ich" zurück zu lassen, dass ich Jules Frau als "newly gleichgeschlechtlich" und angeblich fremdverliebt nicht wirklich ernst nehmen kann und es für völlig verschwendete Energie halte, wenn Jules sich mit diesem (meiner Meinung nach) Symptom des Gesamtzustands seiner Frau auseinandersetzen wollte.

Dieser (in meinen Augen) Fluchtversuch seiner Frau in ein neues, unbeflecktes Leben hätte auch eine neue Religion sein können, wenn der Missbrauch mit einer Religion verknüpft gewesen wäre. Hier war der Missbrauch aber durch engste Beziehungen, Sexualität mit Männern und Schwangerschaft verknüpft. Also spaltet sie diese Bereiche von ihrer Person ab und heraus kommt die neue Jules-Frau, die jetzt gleichgeschlechtlich ist, allein wohnen will und nie Kinder wollte. Ich sehe das als mentale Notwehr ihrer Psyche. Und dazu gibt es imho keinen Freifahrtschein, sondern nur blankes Erstaunen bei der Beobachtung, wozu der menschliche Geist fähig ist, wenn er maximal unter Druck gerät.

x 9 #825


A


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