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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

Ameise_78
Zitat von Nalf:
Ich wiederhole mich: Die Frau hat nicht genug Kraft für eine zweite Maschine Wäsche,

Verstehe was du meinst... und ja.
Nur: da sie Jules nicht mehr als Partner möchte und sich getrennt hat, bräuchte sie dringend andere Lösungen dafür.

Natürlich kann und soll Jules sie nicht rauswerfen, das ist ja keine Frage - aber sie müsste sich um andere Hilfe bemühen, wenn sie nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, mit Jules aber nicht mehr sein will.

Diese Situation, ihr Betreuer und Pfleger zu sein obwohl sie ihn nicht mehr will, wird ihn sonst auf Dauer kaputtmachen. Er geht ja bereits auf dem Zahnfleisch...

Und das wäre ohne so kleine Kinder auch nochmal ein ganz anderes Thema.

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Fenjal
Der Te sollte diese Person ignorieren, denn offensichtlich interessiert die sich noch nicht einmal für die eigenen Kinder.
Trägt nichts zur Versorgung bei.
Also, warum sollte man hier dieser Person hinterherlaufen, Erklärungen für ihr Verhalten suchen? Sie hat sich mehr als freigeschwommen.

Aktion, Wohnung, Job, Betreuungsplätze, nicht rechts, nicht links, geradeaus, ja, man muss beißen, na und?
Es geht auch um etwas, diese Person würde mir nicht mehr quer kommen.

#887


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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Ameise_78
Zitat von Balu85:
Auch sie kann sich da doch Hilfe holen....Freunde, Bekannte, Familie usw. Ob der TE genug "Kraft" für alles hat wird ja auch nicht groß hinterfragt. Ist jetzt halt so, er muss weil die Frau....
Fakt ist doch, das so wie es jetzt ist. Es kein Zustand für beide ist.

Ganz ehrlich: das wäre schon schwierig, wenn es hier keine Trennung gäbe und das Paar versuchen würde, seine Probleme gemeinsam zu lösen.

Aber in dieser Lage von Jules zu erwarten, dass er nicht nur sein gebrochenes Herz + die Kinder (und den Haushalt usw.) stemmt sondern auch noch die Verlasserin ist etwas viel verlangt.

Und ich bin mir relativ sicher, dass das andersherum niemand von einer frisch verlassenen Frau und Mutter fordern würde, die sich komplett um die Kinder und alles übrige kümmern müsste.

x 2 #888


N
Zitat von alleswirdbesser:
Und genau aus dem Grund würde ich an Jules Stelle sie nicht mehr wie eine Partnerin mitversorgen, sondern komplett aussteigen.

Warum glaubst Du, dass er sie aktuell mitversorgt?

Und wie sieht das "komplett aussteigen" aus?
Sie hat kein Einkommen, er bezieht vermutlich Kranken- oder Insolvenzgeld.
Wenn er ihr sagt, dass sie sich jetzt einen eigenen Kühlschrank ins Schlafzimmer stellen soll und die Wäsche getrennt wird, ist sie morgen beim Anwalt und verlangt Trennungsunterhalt.

Was hat er dann gewonnen? Außer mehr Konflikte auf engstem Raum.


Zitat von Balu85:
Auch sie kann sich da doch Hilfe holen...

Schreibt sie hier?
Haben wir (beratenden) Einfluss auf sie?
Hat Jules noch beratenden oder fordernden Einfluss auf sie?
Oder wird sie sich eher ihren Rehafreunden zuwenden, sobald Jules auf Konfrontation geht?
Und werden die Verständnis für Jules Frau haben oder sie zur Rechenschaft ziehen?


Zitat von Ameise_78:
Diese Situation, ihr Betreuer und Pfleger

Ist er das?
Der Rat ist doch, ihr aus dem Weg zu gehen und sich nicht in Gespräche verwickeln zu lassen bzw. sie selbst zu beginnen. Wo betreut und pflegt er denn?


Zitat von Ameise_78:
Und ich bin mir relativ sicher, dass das andersherum niemand von einer frisch verlassenen Frau und Mutter fordern würde, die sich komplett um die Kinder und alles übrige kümmern müsste.

Hast Du eine Ahnung. Es wird ganz selbstverständlich erwartet. Gerade von Müttern. Jeder verheiratete Ex hat das Recht, im Trennungsjahr in der Ehewohnung zu bleiben und Trennungsunterhalt zu verlangen.
Ich kenne so viele Frauen, die genau diese Situation erlebt und durchgestanden haben. Es ist hart, aber machbar. Wenn man sich selbst zu Gunsten der Kinder zurücknehmen und sich selbst Hilfe von außen holen und leisten kann.

Motto des Tages:
Gib mir Gelassenheit, zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann. Und Kraft, zu ändern was ich ändern kann. Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

#889


Fenjal
Zitat von Balu85:
Naja...wenn man keine Ahnung hat was Familienberatungsstelle oder Erziehungsberatungsstelle

Wenn man den eigenen Nachwuchs, nur mit einer Familienhilfe irgendwie händeln kann, hat man allerdings offensichtlich ganz viel Ahnung.
2 Maschinen Wäsche bringen nicht ausser Atem, sorry.
Man kann natürlich andere für sich die Arbeit machen lassen, richtig.
Dann sollte man allerdings auch entsprechend honorieren und nicht zusätzlich belasten.

Zitat von Nalf:
Und Kraft, zu ändern was ich ändern kann.

Völlig richtig und genau das sollte den Te motivieren, diese Person außen vor zu lassen.
Wenn er das kapiert hat, sie ihm nicht mehr quer kommt, wird er Power bekommen.
Denn wenn sich die Sache dreht und das wird sie, ist Erschöpfung ein Fremdwort.

x 1 #890


G
Zitat von Jules189:
Heute Morgen haben wir noch einmal gesprochen und haben uns darauf verständigt, dass wir jetzt ein für alle Mal die auf Eltern-Ebene arbeiten.

Das ist wirklich ein toller Vorsatz.
Leider nicht realistisch. Gefühle lassen sich nicht gut unterdrücken. Sie kommen sowieso hoch.
Sie sagen also immer Hallo.
Die Absicht allein ohne konkrete Handlungen und Veränderungen wird nichts ändern. Auch nicht an eurer Dynamik.
Es menschelt zwischen euch.
Zitat von Jules189:
Ich werde mich komplett zusammenreißen, damit meine Gefühle für sie nicht mehr überhand nehmen.

Das ist ebenfalls ein toller Vorsatz.
Siehe oben.

Man kann sich nicht zusammen reißen.
Eure Gefühle brauchen Raum und Co Regulation von Außen.
Aktive Unterstützung den Alltag zu meistern.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und wieder zerstört.

Alles braucht seine Zeit und auch ein Aktives hinsehen.

Die Anteile zum Schutz sind aktiv und die sie oft besonders hartnäckig.

x 2 #891


Ameise_78
Zitat von Nalf:
Ich kenne so viele Frauen, die genau diese Situation erlebt und durchgestanden haben.

Ich kenne wirklich viele geschiedene und getrennte Frauen, gerade in der Generation meiner Mutter, und auch in meiner eigenen. (Bin selbst Scheidungskind und die Scheidung meiner Eltern war alles andere als friedlich und einfach)
Aber dass erwartet wurde, dass die Frauen sich neben Kindern und allem noch längere Zeit um die Verlasser kümmern... nein, habe ich so tatsächlich nie mitbekommen.
Ich persönlich fand es schon immer das Letzte, dass von Frauen erwartet wurde, dass sie sich selbstverständlich zu 100% um die Kinder kümmerten und sehe hier insgesamt kleine Fortschritte. (Die meisten Väter machen heute sehr viel mehr, und das ist sehr positiv, vor Allem für die Kinder.)

Abgesehen davon verstehe ich diese Diskussion nicht:
Hier kommen verschiedene Ratschläge für Jules - und einer davon war und ist, auf eine räumliche Trennung hinzuarbeiten... nicht mehr und nicht weniger.
Ein Rat, der hier in jedem Trennungsthema gegeben wird und der hier ein wenig Brisanz hat, da die Lage zwischen dem ehemaligen Paar so angespannt und schwierig ist.
Es nützt niemandem, wenn Jules selbst behandlungsbedürftig wird, denn dann gibt es keinen mehr, der sich um die Kinder kümmern kann.

x 1 #892


Fenjal
Zitat von Ameise_78:
Hier kommen verschiedene Ratschläge für Jules - und einer davon war und ist, auf eine räumliche Trennung hinzuarbeiten... nicht mehr und nicht weniger.

Und das ist völlig richtig.
So jemanden täglich im Nacken sitzen zu haben, der sich um nichts kümmert, ganz im Gegenteil noch zusätzlich stresst, ist eine Zumutung.

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Ameise_78
Zitat von Fenjal:
der sich um nichts kümmert, ganz im Gegenteil noch zusätzlich stresst,

@Jules189 wie sind denn die Pläne deiner Frau..? Habt ihr darüber noch gesprochen, bzw. hat sie dir mitgeteilt, was sie tun möchte..?

Vielleicht diskutieren wir ja um des Kaisers Bart und sie überlegt bereits selbst wie sie besonders schnell woanders unterkommen könnte..?

(Schließlich will sie die Trennung, nicht Jules189 - ihm wäre ja Recht, wenn seine Frau als seine Partnerin im Hause bliebe, falls ich das richtig verstanden habe, aber da sie das ja nicht möchte und bereits wegen einer Single-Wohnung überlegt hat, ist es vielleicht ja gar nicht ihr Plan, diese Situation noch lange so fortzuführen..?)

x 2 #894


Balu85
Zitat von Nalf:
und verlangt Trennungsunterhalt.

wenn er auch kein Einkommen hat dürfte der überschaubar ausfallen.
Zitat von Nalf:
Schreibt sie hier?
Haben wir (beratenden) Einfluss auf sie?

Nein, aber sie ist dennoch ein erwachsener Mensch. Und notfalls kann der TE auch seine Grenze zum Selbstschutz abstecken. Niemand hat gesagt das er sie mit einem Fußtritt vor die Tür setzen soll.
Wenn sie Single gewesen wäre und in so eine Situation geraten würde, hätte es sie sich auch Hilfe suchen müssen.
Zitat von Fenjal:
Wenn man den eigenen Nachwuchs, nur mit einer Familienhilfe irgendwie händeln kann, hat man allerdings offensichtlich ganz viel Ahnung.

Ich sag ja, du hast keine Ahnung was da gemacht wird. Das hat mit "Nachwuchs händeln" nicht wirklich etwas zu tun.
Zumal solche Stellen auch erste Maßnahmen sind bevor irgendwas über die Familiengerichte läuft. Da geht es in der Regel auch viel um organisatorische Dinge und Abläufe. Kann man ein wenig als eine "neutrale" Partei betrachten wenn es bei den Eltern keine Einigung gibt. Wobei neutral nicht ganz richtig ist. Im Fokus solcher stellen ist das Wohlergehen der Kinder.
Das diese auch psychologischen Beistand MIT anbieten (vermutlich nicht alle) liegt in der Natur der Sache. Denn Kinder, besonders kleine haben noch keine Werkzeuge um mit sowas umzugehen.

x 3 #895


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
ist sie morgen beim Anwalt und verlangt Trennungsunterhalt.

Und wovon soll dieser bezahlt werden? Wo nichts zu holen ist, ist nichts zu holen.

x 2 #896


S
Zitat von Nalf:
Ich wiederhole mich: Die Frau hat nicht genug Kraft für eine zweite Maschine Wäsche, soll aber eurer Meinung doch bitte einsehen, dass sie am besten innerhalb von drei Tagen einen Auszug durchgeplant haben und in kürze umgesetzt haben sollte, weil sie sich ja getrennt hat.

Ich wiederhole mich ebenfalls: DAS ist nicht Jules Problem und nicht seine Aufgabe.
Er muss schon mit dem Schmerz der Trennung leben, muss damit leben, für all ihren Schmerz allein verantwortlich gemacht zu werden.
Er braucht alle Kraft um selbst nicht zu zerbrechen, und dann verlangdt fu noch, dass er sich um sie kümmert und Rücksicht nimmt? Ernsthaft? Das ist selbstzerstörerisch

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alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Der Rat ist doch, ihr aus dem Weg zu gehen und sich nicht in Gespräche verwickeln zu lassen bzw. sie selbst zu beginnen. Wo betreut und pflegt er denn?

Na das hat ja super funktioniert gestern. Und genau darum geht es ja. Es kann auf Dauer einfach nicht funktionieren. Außer Jules betreibt Selbstaufgabe bis er in der Klinik landet.

x 2 #898


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Warum glaubst Du, dass er sie aktuell mitversorgt?

Das was ich gelesen habe, deutet nicht darauf hin, dass sie einkaufen geht, sich Essen zubereitet, ihre Wäsche macht und nicht nur ein Mal, Müll rausbringt usw.

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M
Zitat von alleswirdbesser:
Das was ich gelesen habe, deutet nicht darauf hin, dass sie einkaufen geht, sich Essen zubereitet, ihre Wäsche macht und nicht nur ein Mal, Müll ...

Zumal ein mitversorgen beim Einkauf ja schon nicht ausbleibt. Ich glaube nicht das die beiden sich jeweils 2 Pakete Brot und Butter kaufen. Es wird sich sicherlich genommen was da ist.
Caritas hilft auch beim ausfüllen der Anträge bezüglich Wohngeld und wenn kein Geld für die Miete da ist, helfen sie sogar das ein Eilantrag gestellt wird, so dass man nicht ohne was dasteht

#900


A


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