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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

T
Zitat von Balu85:
das Volumen was durch abgenutzte Bremsklötze und Scheiben "mehr" notwendig ist gibt der Ausgleichbehälter her.
Aber das geschieht auch nicht innerhalb von 2 Tagen.

dazu kommt, dass sich auch Wasser und Luft im Bremskreislauf befinden, deshalb sollte das auch irgendwann ersetzt werden, sonst wird die Bremse zu weich.
Dazu braucht man jemanden der die Bremse drückt, bis die alte Flüssigkeit raus ist und man das Entlüftungsventil zugedreht hat. Und irgendjemand sollte auch Bremsflüssigkeit nachfüllen, also im Ausgleichsbehälter. Danach gibt es ein Siegerbier, gute Mucke und ne Kippe. Ein transparenter Entlüftungsschlauch ist da sehr hilfreich. Ich nehme immer den, der bei der Batterie dabei war, zum Entlüften. Der passt perfekt.

#931


S
Zitat von Blind-Meg:
Ja, Jules ist am Rande seiner Kräfte. Die Ex ist aber über ihre Kräfte hinaus und da springen 2 Kinder rum. Entsprechend sollte Jules vor allem eins machen:

Auf sich selbst gucken, und nein sagen. Damit er nicht auch noch über seine Kräfte geht.

x 1 #932


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Wenn Jules sich entscheidet, seiner Ex mit den Reifen zu helfen und damit dazu beiträgt, dass die ganze Situation für alle (auch die Kinder) ...

Nur ein Gedanke - ihr wird die Möglichkeit genommen Schritt für Schritt zu lernen auf eigenen Beinen zu stehen, unabhängig zu werden und das Leben einer getrennten Frau so ganz langsam anzugehen. Wenn Jules noch die meiste Arbeit im Haus verrichtet und sich um die Kinder kümmert, könnte sie wenigstens in solchen Sachen anfangen autonom zu werden. Wie hilft es ihr weiterhin zu 100% abhängig zu bleiben (außer ihrem Ausflug zum Kurschatten), um dann später von 0 auf 100 mit allem allein dazustehen? So hätte sie jetzt die Chance ihr Leben ohne Jules in kleinen Schritten zu lernen und zu organisieren. Aber wie gesagt nur ein Gedanke einer Alleinerziehenden, die von heute auf morgen allein dastand.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass nach 10 Mal Helfen und bei einer Absage von Jules würde es eskalieren, denn so führt der Weg dahin, dass sie alle Ammehmlichkeiten ihre Leben mit Jules weiterhin als selbstverständlich betrachten wird und bei seinem ersten Nein sehr ungemütlich reagieren würde. Abgrenzung jetzt fände ich persönlich besser als irgendwann, wenn die Hilfe zur Selbstverständlichkeit wird, spätestens dann ist Jules der Buhmann und kein Schatz.

x 2 #933


Scheol
Zitat von Ameise_78:
Ja, offensichtlich..? Sie hat sich auf der Reha in eine Frau verliebt…..ß

Die Frau aber nichts von ihr will.

#934


Ameise_78
Zitat von Scheol:
Die Frau aber nichts von ihr will.

Das hatte ich anders verstanden..?
Ich dachte der schwu.le Bekannte wollte nichts von ihr..?
Zudem sagte @Jules189, er wisse nicht, was da stimmt, weil sie zuerst so und dann anders sagte..?

Aber ist das denn überhaupt relevant..? Die NF sagte sie will die Trennung und ist verliebt in jemand anderen. Wie das im Detail erwidert wird oder nicht (der Kontakt scheint in jedem Fall eng zu sein), ist ja im Endeffekt nicht Jules Angelegenheit.

#935


G
Zitat von alleswirdbesser:
Abgrenzung jetzt fände ich persönlich besser als irgendwann, wenn die Hilfe zur Selbstverständlichkeit wird, spätestens dann ist Jules der Buhmann und kein Schatz.

Abgrenzung und Nein sagen muss man lernen.
Wenn es Sinn macht.
@Jules189 muss herausfinden welcher Anteil hier ja sagt oder Nein sagen sollte.
Er hat nicht den Auftrag ihr zur Selbständigkeit zu verhelfen.
Er darf ihr den Raum lassen, selbst etwas zu lernen.

Ich sehe das immer auch Differenziert.
Hilfe zur Selbsthilfe ist wichtig Selbstwirksam zu sein.

Manchmal kann man etwas nicht selber und Hilfe anzunehmen ist vollkommen in Ordnung.
Sie zu gewähren natürlich auch.
Es kommt drauf an, was man fühlt.
Ist es ausgeglichen oder nicht?
Ist ein geheimer Wunsch nach Anerkennung und vielleicht Liebe noch da und aktiv?

Oder aber ganz einfach. Er macht das, weil ihm Reifenwechseln Spaß macht.

Für wen macht er das?

x 1 #936


alleswirdbesser
Ich erinnere mich zu gut an mein erstes Problem mit dem Auto, nachdem der Ex weg war. Bis dahin kümmerte er sich um beide Autos. Tja, es war eine Kleinigkeit, heute undenkbar, damals ging für mich die Welt unter - die Scheibenwischer waren kaputt und ich merkte es erst als ich beim richtig starken Regen mit den Kindern vom Schwimmunterricht nach Hause fuhr. Ich sah nichts mehr und musste anhalten. Was tat ich? Ich machte den Ex rund. Autos waren seine Zuständigkeit, also hätte er die Dinger zeitnah wechseln können. Also bat ich ihn nicht sonderlich freundlich mir zu helfen. Und da zog er mir sofort den Zahn, was meinen Anspruch bezüglich seiner Hilfe anging. Er hat es komplett verweigert. Also bin ich selbst zum ATU, kaufte die Dinger und bat den Verkäufer später um Hilfe, weil ich das nie gemacht habe. Ging alles problemlos. Das war eine sehr positive Erfahrung für mich, ab da an wusste ich mir zu helfen. Von meinem neuerlichen Unfall weiß der Ex gar nichts, wir reden nicht über solche Dinge. Und ja, er hat mir schnell gezeigt wo es lang geht. Und ja ich hatte den Anspruch er habe zu helfen. Und er setzte mir eine Grenze und es machte Klick bei mir. Anders hätte ich weiter gemacht, da ich der Meinung war er muss es doch für mich tun. Ich muss nicht erwähnen wie peinlich mir das ist, heute, aber so war es damals. Deshalb schreibe ich es hier. Was ganz ganz Peinliches aus dem Nähkästchen.

x 2 #937


Blind-Meg
Zitat von Balu85:
Und meiner Ansicht nach sollte Jules, da wo es möglich ist eben diese Grenze ziehen.

Ja, deiner Ansicht. Jules hat aber anscheinend seine eigene Ansicht. Es steht keinem von uns hier zu, über sein eigenes Empfinden hinweg zu urteilen, wie viel Hilfe zu viel ist. Er hat nirgends geschrieben, dass er die Bitte seiner Ex gern abgelehnt hätte oder ihr eigentlich nicht hätte helfen wollen. Das kann er doch wohl selber entscheiden.

x 1 #938


Blind-Meg
Zitat von So-isses:
Auf sich selbst gucken, und nein sagen. Damit er nicht auch noch über seine Kräfte geht.

Würde er wohl tun, wenn es so weit wäre, oder? Woher meinst du zu wissen, wie weit seine Kräfte reichen?

#939


Blind-Meg
Zitat von alleswirdbesser:
So hätte sie jetzt die Chance ihr Leben ohne Jules in kleinen Schritten zu lernen und zu organisieren.

Ich denke nicht, dass dafür jetzt die richtige Zeit ist. Die Frau steht doch noch völlig neben sich.

x 3 #940


S
Zitat von Blind-Meg:
Würde er wohl tun, wenn es so weit wäre, oder? Woher meinst du zu wissen, wie weit seine Kräfte reichen?

Ich meine das nicht zu wissen. Ich gebe das zu bedenken. Es wird ihm geraten, ihr den Hintern zu flatieren, da das deeskalierend sei. Und ich empfehle, eine Grenze zu ziehen um sich zu schützen.

x 2 #941


Ameise_78
Zitat von Blind-Meg:
Ja, deiner Ansicht. Jules hat aber anscheinend seine eigene Ansicht. Es steht keinem von uns hier zu, über sein eigenes Empfinden hinweg zu urteilen,

Warum tust du es denn dann..?
Er schrieb, dass er entgegen seinen inneren Gefühlen gehandelt hätte, um den Frieden zu wahren.
Das ist an sich nicht falsch/ok, aber eben nur solange es für ihn funktioniert und er nicht selbst zusammenklappt.
Das darf man zu bedenken geben und der TE kann für sich selbst entscheiden, was er daraus macht und wie weit er sich schützen möchte oder muss.

x 2 #942


G
Zitat von alleswirdbesser:
Also bat ich ihn nicht sonderlich freundlich mir zu helfen. Und da zog er mir sofort den Zahn, was meinen Anspruch bezüglich seiner Hilfe anging. Er hat es komplett verweigert. Also bin ich selbst zum ATU, kaufte die Dinger und bat den Verkäufer später um Hilfe, weil ich das nie gemacht habe. Ging alles problemlos. Das war eine sehr positive Erfahrung für mich, ab da an wusste ich mir zu helfen.

Es geht oft um Macht. Die Ausübung erzeugt auf der anderen Seite Ohnmacht.

Ohnmacht aktiviert Muster. Auch der Anpassung.
Eine Überlebensstrategie.
Wenn man spürt hilflos zu sein, fühlt man ohnmacht.
Das gibt dem anderen Macht. Kontrolle.
Er bestimmt die Regeln, nach denen es zu laufen hat.
Wer Macht hat, will sie nicht teilen.
Sondern halten. Dazu wird auch Gewalt genutzt.
Seelische Gewalt. Wer ohnmächtig ist, ist leichter zu Kontrollieren.
Es entsteht ein Machtgefälle.

Hilfsbedürftigkeit ist leider ein Problem was nur zu gern ausgenutzt wird.

Man merkt es wie Hilfe gegeben oder gefordert wird.

Kompliziert wird es.
Wenn die Hilfsbedürftigen (Opfer) einen Retter suchen.
Dann ist der Retter Hilfsbereit und wird vielleicht ausgenutzt.

Diese Hilfsbereitschaft führt zu Ohnmacht.
Denn das Opfer nutzt Methoden zur emotionalen Kontrolle.

Schuldgefühle. Der Retter gibt mehr.
Ein Ungleichgewicht entsteht und so ist das Opfer eigentlich der Täter und der Retter eigentlich das Opfer. Fühlt sich aber Schuldig weil er der Retter sein will aber das Opfer macht ihn zum Täter.

Manipulation über Schuldgefühle.

Es ist nicht immer gleich die dunkle Triade.

Manchmal auch nur erlernte Muster von denen die es wirklich waren. Die echten Täter.

Dann sind diese Dynamiken Überlebensstrategien. Diese führen in der Regel zu Trauma in Beziehungen.

Hierbei ist nicht das Einzelereignis also mal schlagen entscheidend.

Sondern die psychische Manipulation ein serielles Trauma.

Es muss nicht immer so dramatisch sein.
Es sind Modelle.
Nicht alles führt zu Trauma. Das Erleben ist individuell.

Ein Befreiungsschlag daraus, ist Selbstwirksamkeit.
Die Erfahrung ohne Kontrolle und Macht eines anderen Handeln zu können.
Das macht glücklich. Es sind korrigiernde Erfahrungen.

Und...man fühlt sich frei.

Aber wichtig! Von Außen ist das kaum zu erkennen. Sehr schwierig und nur wenn man um diese Muster weiß.

Daher sollte echte Hilfe für einen Menschen sein. Ihn zu ermächtigen unabhängig zu sein.
Selbstwirksam.

x 1 #943


Ameise_78
Zitat von Blind-Meg:
Woher meinst du zu wissen, wie weit seine Kräfte reichen?

Und du weißt es woher..? 🤔
Niemand hier sagt, er solle streiten, seine Ex bestrafen oder sonstiges. Wozu sollte das auch dienen..? Das würde den TE ja nicht glücklicher machen, und die Kinder ebenfalls nicht.

Der Punkt, um den es manchen geht, ist doch ein ganz anderer.
Der TE wirkt selbst ausgebrannt, überlastet, ziemlich fertig. Und voller Hoffnung, dass seine NF es sich doch nochmal anders überlegt.
Das kann schnell nach hinten losgehen und der TE klappt zusammen, wenn er realisiert, dass wirklich keine Hoffnung mehr besteht.
Ich finde diese Situation ganz schwierig! Frauen wird in vergleichbarer Lage sofort geraten "sich zu schützen", um auf den Beinen zu bleiben, für einen Mann gelten andere Regeln.
Nun gut. Das darf aber jeder sehen wie er möchte und dementsprechend auch dazu sagen was er/sie möchte solange es nicht gegen die Forumsregeln oder die Netiquette verstößt.

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alleswirdbesser
Zitat von Blind-Meg:
Ich denke nicht, dass dafür jetzt die richtige Zeit ist. Die Frau steht doch noch völlig neben sich.

Wann ist denn der richtige Zeitpunkt, wenn die Trennung ausgesprochen wurde? Du meinst, dass kranke Menschen sich trennen dürfen, aber weiterhin alle Vorteile einer Partnerschaft beanspruchen dürfen bis sie irgendwann soweit sind diese nicht mehr zu brauchen? Und die verlassenen sollen da brav mitmachen , weil der Verlasser krank ist? Und das während der Verlasser schon ganz offiziell Tage und Nächte bei seiner neuen Liebe verbringt? Würde mir das jetzt jemand empfehlen, würde ich in einer Trennung leben, hätte ich ihm was erzählt, bin halt erfahren genug. Ich würde nach einer Trennung nichts mehr tun, was mir schaden würde. Und das wäre die Fortsetzung der partnerschaftlichen Verhältnisse auf meine Kosten und parallel laufender Liebschaft.

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A


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