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Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

M
Zitat von Jules189:
Kleiner Nachtrag. Mit ein Grund warum ich ihr helfe, ist diese Abwertung- und Idealisierungssache. Ich habe halt die Hoffnung, dass ich dadurch von ...

Falls es noch nicht erwähnt und du noch nicht drauf hingewiesen wurdest:

Nach der Idealisierungsphase würde die Abwertungs- und Abschussphase kommen. Es bringt dir also nix. Aber ich kann dich verstehen, es benötigt Zeit ,um aus dem Kreislauf heraus zu kommen.

x 1 #991


PapaEmeritus
@Mada

Von der Abwertungsphase gibt‘s leider auch kein zurück mehr. Vielleicht noch bisl Hoovering, aber das Spiel wiederholt sich nur, es ändert sich nicht.

#992


A


Völlig unerwartete Trennung nach 11 Jahren /Borderline?

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Blind-Meg
Zitat von Golem:
Bindungstrauma ist an sich keine Diagnose.
Sondern eher eine Situation oder Situationen.

Die Folgen sind das was man angehen kann.

Dafür braucht man aber erst recht keine besondere Qualifikation. Das ist therapeutisches Alltagsgeschäft.

#993


Golem
@Blind-Meg

Wie du meinst.

https://gedankenwelt.de/die-besten-ther...-traumata/

x 1 #994


Blind-Meg
@Golem
Es mag hilfreich sein, einen Therapeuten aufzusuchen, der Erfahrung in der Behandlung von Traumata hat. Aber für all das ist keine gesonderte (Zusatz-) Ausbildung erforderlich.

#995


Golem
@Blind-Meg
Das sie nicht erforderlich ist. Stimmt.

In Deutschland dürfen nur approbierte Psychotherapeuten Menschen mit psychischen Störungen behandeln.

Trauma ist komplex. Wer Menschen sicher unterstützen will, braucht eine anerkannte Zusatzqualifikation, inklusive Praxis, Supervision und Selbsterfahrung. Ohne das ist das Risiko für falsche oder schädliche Behandlung möglich.

Ich würde es immer vorher prüfen und für wichtig erachten, dass dies vorhanden ist.

x 1 #996


J
Zitat von Golem:
Hey danke dir. Ich wundere mich gerade. Die Diagnostik ging sehr schnell?! Oder wie lange bist du in Therapie? Ist das ein Therapeut mit Trauma ...


Guten Morgen, ja es ist ein auf Trauma / Tiefentrauma spezialisierter Psychologe mit knapp 30 Jahren Erfahrung. Wir hatten jetzt drei Sitzungen a 60 Minuten, ich musste viele Fragen beantworten und alles mir bekannte aus meiner Kindheit erzählen. Und es gab in meiner frühestens Kindheit aber auch später leider ein paar sehr einschneidende Erlebnisse. Und am Ende sagt er, dass ich Bindungstrauma habe. Aber in den kommenden Wochen gehen wir hier noch tiefer rein.

Das mit der Integration statt loslassen finde ich enorm stark. Hast du dazu ein Buch gelesen oder hast du das für dich selber entdeckt? Falls es ein Buch dazu gibt, dann wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mir sagen könntest wie es heißt.
Denn ich habe keine Ahnung, wie ich das umsetzen könnte.

x 2 #997


J
Zitat von Ameise_78:
Sehr gut!👍 Das ist ein gutes Zeichen, dass sie dadurch auch wieder Verantwortung für die Kinder übernehmen konnte/wollte. Es ...


Mit ‚normaler Alltag‘ ist gemeint, wenn sie wirklich auf sich alleine gestellt wäre, was sie ja möchte.
Derzeit ist es so, dass ich den Großteil des Haushaltes und der Kinder übernehme. Also so, als ob sie noch in der Reha wäre.
Klar, sie macht auch Dinge aber noch verhältnismäßig wenig.
Dazu kommt der ganze Papierkram bei ihr wegen Scheidung, ALG, Nachbehandlung usw. Das wirft sie teilweise schon sehr aus der Bahn, siehe Freitag.
Ich glaube, dass sie sich das alles etwas zu leicht vorstellt, wenn sie in Zukunft alleine ist. Also ich meine das keineswegs respektlos aber in der heutigen Zeit ist es alleine halt echt schwer geworden. Sie möchte sich nahezu komplett alleine um die Kinder kümmern, wohlgemerkt muss unser Sohn wahrscheinlich auch zur Therapie, dann möchte sie ihren Lebensunterhalt alleine verdienen, und muss sich dabei noch um ihre Baustellen kümmern.
Und hier meine ich einfach, und das kenne ich von unseren 11 Jahren halt nun mal. Am Anfang hat sie super viel Energie und will alles durchziehen aber auf halber Strecke hörte sie dann immer auf. Das war in der Vergangenheit auch bei vielen Dingen so.

#998


J
Zitat von alleswirdbesser:
Ist das umgekehrt auch passiert? Ansonsten ganz dünnes Eis Ich denke allerdings ich bin hier kein guter Ratgeber, da ich dir nicht in die Richtung ...


Meinst du damit, ob ich ihr aufrichtig zugehört habe?

#999


J
Zitat von Mada:
Falls es noch nicht erwähnt und du noch nicht drauf hingewiesen wurdest: Nach der Idealisierungsphase würde die Abwertungs- und Abschussphase ...


Ah ok. Ich dachte immer, dass man auch wieder idealisiert werden kann und dass es dann lange gut geht.

#1000


C
Zitat von Jules189:
Ich dachte immer, dass man auch wieder idealisiert werden kann und dass es dann lange gut geht.


Ich dachte bislang, es sei gar nicht gesichert, ob sie Borderline hat?

Nur Vermutungen, untermauert von User Ferndiagnosen im Thread.

Gehst du jetzt davon aus, dass sie Borderline hat und versuchst sie darüber wieder zurück zu bekommen?


Was deine Verlustänngste angehen. Die scheinen schon ungewöhnlich stark. Klar, dass irgendwas in der Kindheit war. Da findet sich immer irgendwas, wenn man es so will.

Fakt ist jedoch, du bist jetzt in der Echtzeit. Da nützt dir rumwühlen in der Vergangenheit nichts.

Strategien zur momentanen Krisenbewältigung wären da vermutlich sinnvoller.

Auch zu deinem eigenen Schutz. In aufwühlenden Zeiten sollte nicht tiefer gebohrt werden.
Stabilisierung ist das erste Mittel der Wahl.
Welche Psyche soll sonst sowas schaffen? Du kommst ja schon in der Situation mit ihr nicht klar.

Mag ja sein, dass er 30 Jahre Erfahrung hat. Doch weißt du, was aus seinen Patienten geworden ist?

Bleib kritisch.

x 2 #1001


Blind-Meg
Zitat von Golem:
Trauma ist komplex. Wer Menschen sicher unterstützen will, braucht eine anerkannte Zusatzqualifikation, inklusive Praxis, Supervision und Selbsterfahrung. Ohne das ist das Risiko für falsche oder schädliche Behandlung möglich.

Leider immer noch falsch. Man kann auch ohne das eine gute Traumatherapie bekommen, und man kann genauso bei einem zusatzqualifizierten Therapeuten auf die Nase fallen.
Fortbildungspflicht besteht sowieso für alle immer. Supervision kann man nehmen, wenn man meint es zu brauchen, tut aber kaum einer. Ist auch meistens nicht nötig. Selbsterfahrung findet im Hinterkopf sowieso statt, wenn jemand als Therapeut nicht nur auswendig gelernte Sprüche abspult. Und eine Praxis ist obsolet, denn irgendwo finden die Sitzungen ja statt und zwar nicht im Wohnzimmer des Behandlers.

Wer als Therapeut Trauma sicher behandeln möchte, braucht vor allem 2 Dinge: eine gute Beziehung zum Patienten und das Vertrauen in die ausgewählte Methode.

Wieso genau diskutieren wir eigentlich darüber, wo doch Bindungstrauma keine Diagnose ist und auch beim TE keine Hinweise auf eine (k)PTBS vorliegen?
Irgendwelche Bindungsthemen hat wohl der Großteil der Bevölkerung, und damit wären wir wieder beim therapeutischen Alltagsgeschäft.

#1002


S
@Jules189
Zitat:
Das mit der Integration statt loslassen finde ich enorm stark. Hast du dazu ein Buch gelesen oder hast du das für dich selber entdeckt? Falls es ein Buch dazu gibt, dann wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mir sagen könntest wie es heißt.

Verena König „ Bin ich traumatisiert“ ist zu empfehlen.

Ist ein Spiegel Bestseller geworden.

Das zweite Buch von ihr heißt „Trauma und Beziehung“.

https://www.verenakoenig.de/buecher/bin...matisiert/








Das anfangen und nicht zu Ende führen von ihr , nennt sich Prokrastination , die aufschieberitis.

Das hier im jetzt ist sicher als wenn sie Dinge fertigstellen würde , dann müsste sie andere neue ( unbekannte ) Dinge angehen. Das macht den Menschen unbewusst Angst und sie verharren im hier und jetzt. ( das nicht gelebte Leben durch traumatische Erfahrung ).

x 1 #1003


Golem
@Blind-Meg
Zitat von Blind-Meg:
Leider immer noch falsch. Man kann auch ohne das eine gute Traumatherapie bekommen, und man kann genauso bei einem zusatzqualifizierten Therapeuten auf die Nase fallen.

Richtig. Man kann auch ohne Fortbildung eine Traumatherapie bekommen.
Ich habe explizit geschrieben, dass ich dir Recht gebe. Das eine Fortbildung nicht notwendig IST.
Es aber durchaus EMPFOHLEN ist, eine zu haben.
Daher habe ich mich richtig geäußert.

Zitat von Blind-Meg:
braucht vor allem 2 Dinge: eine gute Beziehung zum Patienten und das Vertrauen in die ausgewählte Methode.

Da stimme ich dir vollkommen zu.

Jedoch ist das Wissen um das richtige Anwenden einer Therapie schon wichtig.
Damit wird aus meiner Sicht die Gefahr eine Retraumatisierung minimiert.

Bei komplexen Traumafolgen geht es nicht um Bauchgefühl, sondern um nachweislich wirksame, störungsspezifische Verfahren und fachliche Qualitätssicherung.

Fazit:
Fakt: Keine Fortbildung zwingend notwendig.
Meinung: Sinnvoll um die Therapiemethoden richtig auszuwählen und anzuwenden.

x 1 #1004


J
Zitat von Casey:
Ich dachte bislang, es sei gar nicht gesichert, ob sie Borderline hat? Nur Vermutungen, untermauert von User Ferndiagnosen im Thread. Gehst du jetzt ...

Dankeschön, gute Worte. Ich muss mir dann immer wieder die Worte ,im Hier und Jetzt‘ und ‚bleib In deiner Mitte‘ laut sagen.

Ja, ich durfte den Reha-Bericht tatsächlich lesen. Neben der kPTBS, einer schweren Depression ist auch eine ‚Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ‘ aufgeführt.

Und ja, ich habe sehr starke Verlust-Ängste. Ich kenne die Gründe aus meiner Vergangenheit dafür aber ich dachte halt nur, dass es ein Trauma ist.

x 2 #1005


A


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