Zitat von jaqen_h_ghar:Nachdem ich mir jetzt diesen Faden aus purem Interesse mal durchgelesen hab, sollst Du noch ein paar Anmerkungen kriegen
Hey,
erstmal vielen Dank für die Mühe!
Weitestgehend gehe ich mit deiner Zusammenfassung konform, also erstmal danke nochmal zunächst für deine Beurteilung.
Zunächst mal muss ich da meinen Tiefpunkt schildern beziehungstechnisch.
Der war zuvor, also etwas mehr als ein Jahr vor der Dame in der es in meinem Thread ging.
Vor über einem Jahr hatte ich quasi die Prime meiner Verhaltensmuster bzgl. Abhängigkeiten , der Sehnsucht nach Zuneigung , für die ich mehrmals im Übermaß meine Grenzen verlassen habe , welche ich teilweise nicht mal kannte.
Zum Thema pathologisieren:
Da weiß ich wo bei mir der Hammer hängt, mein Einwand war eher darauf bezogen, nicht bei der Dame aus dem Thread anzusetzen, denn dafür war die Geschichte zu kurz und hat mir nochmal aufgezeigt, wo ich mich selber nochmal selbst betrachten muss.
Zum Thema Selbstbetrachtung:
Dadurch , dass ich beruflich vollkommen überlastet war blieb mir dafür schlussendlich kaum Luft .
Frustration, Erschöpfung , Dauerstress, sich ständig zum Wohle anderer zurücknehmen müssen.
Um bspw. danach nach 5 durchgearbeiteten Nächten wieder nur damit beschäftigt zu sein wieder irgendwie in die Spur zu kommen um für den nächsten Arbeitsblock, sprich für andere fit zu sein.
Wo bleibe da am Ende ich?
Der es ja nötig hat Zeit für sich selbst zu haben?
Mein Entschluss mich beruflich zu verändern ist also nicht der Versuch etwas zu übertünchen , sondern gleichwohl das schaffen einer Basis, Rahmenbedingungen mit der ich an mir weiter arbeiten kann.
Ich bin jemand mit einem höheren Ruhebedürfnis, das musste ich bspw. auch erstmal so entdecken .
Zum Thema Abhängigkeit:
Die letzten 1,5 Jahre habe ich bereits einen enormen Schritt gemacht und kenne meine Bedürfnisse und Grenzen deutlich besser.
Und ich kann es besser umsetzen.
Genauso ist mir bewusst , dass ich gewisse Abhängigkeiten mein Leben lang in mir tragen werde und das macht mich auch aus .
Aus mir wird niemand mehr , der zu 100% den Gedanken lebt , dass ein Partner nur ein schöner Zusatz ist und man jederzeit gerade alleine in der Spur bleibt.
Das bin ich nicht und das ist auch in Ordnung.
Die Frage ist nur wie ich damit deale, auch in Zusammenhang mit den Wunden die eben geblieben sind (Alk, Gewalt, Vernachlässigung, Verlust).
Und um dort eine friedliche und ruhige Zeit mit mir zu haben benötige ich geregelte Strukturen.
Die habe ich jetzt.
Genauso wie bei dir sind insbesondere meine Beiträge zum Thema Abhängigkeit immer ein Stück weit meine eigene Baustelle die da tippt .