Antilope
Gast
Ich meine und meinte nie, dass man sich von Wünschen und Träumen verabschieden soll.
Aber das, was ich mir da vorstellte war aus einer Situation heraus, in der ich zutiefst unglücklich und wenig bei mir selbst war.
Und ja, es waren Hollywoodträume: wie wir toll Reisen zusammen machen, abends auf der Terrasse sitzen und Wein trinken, ich glücklich schwanger bin, wir einen tollen Oldtimer kaufen und Wochenendtouren machen, ein Halbzeitjob im Ausland irgendwo am Strand vielleicht ...So stellte ich mir das vor. Arbeitslos, verschuldet und verheiratet und eine Affäre, die mich nie liebte war die Realität.
Es hat mir aber auch gezeigt, was mir in meiner Ehe fehlt(e): Leidenschaft, Unbeschwertheit und Spontanität.
Und heute weiß ich: WENN ich den Job im Ausland zum Beispiel als Ziel anvisiert hätte: es wäre nicht mehr als eine Flucht gewesen und nach spätestens einem Jahr wäre ich unglücklich gewesen und hätte meine Familie vermisst. Nach dem Abnehmen der rosa Brille hätte ich wahrscheinlich doch meinen Mann vermisst. Und das Geld für den Oldtimer lieber für eine neue Küche ausgegeben.....
Wenn man hinter dem Vorhang den schnellen Blick durch den Spalt auf dieses andere, mögliche Leben wirft... Ja, dann scheint es glitzernd und verlockend. Aber zieh mal den Vorhang ganz hoch....
