Zitat von Arnika: Naja, statisch gesehen ist es wohl unwahrscheinlicher, dass eine Ehe Jahrzehnte bis zur Grube hält, als dass aus einer Affäre eine Beziehung wird.
Dem widerspricht die KI Recherche:
"1. Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Ehe „bis dass der Tod euch scheidet“ hält?
Nach den aktuellsten Destatis-Zahlen lag die sogenannte zusammengefasste Scheidungsziffer 2025 bei 284 Scheidungen je 1.000 Ehen. Vereinfacht bedeutet das: Wenn das derzeitige Scheidungsverhalten konstant bliebe, würden ungefähr 28 % der Ehen irgendwann geschieden. Rund 72 % würden also nicht durch Scheidung enden.
Das ist nicht exakt gleichbedeutend mit „72 % leben glücklich verheiratet bis zum Tod“ – darin stecken auch dauerhaft getrennte Paare, die sich nie scheiden lassen. Aber als statistische Näherung kann man sagen:
Ehe endet durch Scheidung: ca. 28–30 %
Ehe bleibt rechtlich bis zum Tod bestehen: grob 70 %Interessant ist außerdem, dass die oft gehörte Aussage „jede zweite Ehe wird geschieden“ für Deutschland inzwischen schlicht falsch ist. Selbst am historischen Höchststand 2004 lag die rechnerische langfristige Scheidungswahrscheinlichkeit bei etwa 42,5 %.
2. Wie wahrscheinlich wird aus einer Affäre tatsächlich eine Beziehung?
Hier muss ich eine verbreitete Zahl korrigieren: Im Internet liest man ständig Dinge wie „nur 3 % der Affären werden Beziehungen“, „nur 5 % heiraten ihren Affair Partner“ oder „75 % dieser Beziehungen scheitern“. Für solche präzisen Prozentsätze gibt es keine belastbare große Bevölkerungsstudie, aus der man sie seriös ableiten könnte.
Die Forschung kann aber ziemlich gut etwas anderes zeigen: Wenn aus einer Affäre tatsächlich eine Partnerschaft entsteht, hat diese im Durchschnitt schlechtere Voraussetzungen als eine Partnerschaft, die nicht auf diese Weise begonnen hat.
Die Affair-Partner-Beziehungen zeigten durchschnittlich:
weniger Commitment,
weniger Vertrauen,
geringere Beziehungszufriedenheit,
mehr Eifersucht,
und mehr erneute sexuelle bzw. romantische Untreue.
Auch eine Längsschnittstudie über zwei aufeinanderfolgende Beziehungen fand einen bemerkenswerten Effekt: Menschen, die in einer Beziehung untreu gewesen waren, hatten in der nächsten Beziehung ein etwa dreifach erhöhtes Risiko, erneut fremdzugehen. Das bedeutet natürlich keineswegs „einmal Fremdgeher, immer Fremdgeher“, aber statistisch ist das Verhalten deutlich weniger unabhängig voneinander, als man vielleicht vermuten würde.
Ich würde die seriöse Aussage deshalb eher so formulieren:
Von 100 Affären werden vermutlich nur eine Minderheit überhaupt zu einer dauerhaften, öffentlich gelebten Partnerschaft. Wie groß diese Minderheit genau ist, können wir wissenschaftlich nicht sauber auf „5 %“, „10 %“ oder „20 %“ festnageln.Und unter denjenigen, die tatsächlich zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine langfristig stabile Beziehung niedriger als bei vergleichbaren Paaren, deren Beziehung nicht durch Untreue begonnen hat
Deshalb würde ich die Wahrscheinlichkeitskette ungefähr so lesen
Von 100 verheirateten Menschen mit einer Affäre:
100 haben eine Affäre
nur ein Teil trennt sich deshalb überhaupt vom Ehepartner
von diesen wird wiederum nur ein Teil tatsächlich mit der Affärenperson zu einem regulären Paar
und diese Paare haben anschließend ein erhöhtes Trennungs- und Untreuerisiko gegenüber anders entstandenen Paaren.
Eine wissenschaftlich saubere Aussage wie
Zitat:„Von 100 Affären enden exakt 7 in einer Beziehung, von diesen sind nach 5 Jahren noch 2 zusammen“ kann ich dir nicht liefern. Wer das behauptet, suggeriert eine Datenlage, die es so nicht gibt.
Was man aber ziemlich sicher sagen kann, ist:
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine langjährige Ehe bestehen bleibt, ist erheblich größer als die Wahrscheinlichkeit, dass eine Affäre erst zur neuen Partnerschaft wird und diese anschließend langfristig stabil bleibt."