Zitat von EhemannmitKind:
gefühle? mein kopfkino läuft den ganzen tag. manchmal verlangt meine tochter nach einer familienaktion und ich vertröste sie dann. dann kuschelt sie sich wieder eng an mich und wir genießen beide die situation.
es ist schön, toll, papa zu sein und ich werde immer der papa bleiben, nur kann ich leider nicht sagen, einschätzen wie meine frau unsere getrennte zukunft sieht.
sie äußert sich nicht ... sagt nichts ... es herrscht schweigen.
heute waren wir bei der trennungsberatung, eine info. auf der 15min hinfahrt haben wir kein wort gewechselt, auf der rückfahrt ebenfalls nicht.
hallo EmK
ja, es ist sehr schwierig in dieser situation, in der die eigenen gefühle berg- und talfahrt spielen, ein kind liebevoll umsorgt, angeleitet und geführt werden will und nebenher die vergangenheit bearbeitet, die gegenwart bewältigt und für die zukunft geplant wird.
deine frau zeigt dir jetzt auch ihre andere seite, eine seite, die dir bisher noch verborgen blieb - weil ihr bisher noch nicht in so einer situation gewesen seid.
auch das muss erstmal verdaut werden, wie vieles andere auch....
klar, sie übergibt dir jetzt die verantwortung, es zeigt ihre schwäche, konflikten aus dem wege zu gehen. sie hätte ja die möglichkeit gehabt dir ihren "unfrieden" über einige dinge mitzuteilen, so hättet ihr daran arbeiten können und möglicherweise lösungen gefunden. sie hat das einfach so hingenommen und dich im glauben gelassen alles ist in ordnung, ich könnte mir vorstellen durch diesen Anderen jetzt im hintergrund ist ihr einiges klarer geworden, das erzeugt frust - den sie an dir so ablädt, sie läßt dich "auflaufen" aber es ist ihr eigenes - sie projeziert ihrs auf dich ...
du brauchst diesen schuh nicht anziehen ..
sie ist blind für sich selbst, ich vermute, sie will mit diesen aktionen versuchen ihr gewissen zu erleichtern.
eine trennung verändert das bisherige leben für alle beteiligten,
wir könnten einen weg finden, der es für alle möglich macht so unbeschadet wie möglich aus dieser situation herauszukommen, die bestmögliche lösung für alle zu finden.
an erster stelle steht eure gemeinsame tochter
und ich bin sicher, dass du es so lenken kannst, dass alles zu ihrem wohle geschehen kann, das wird dich viel kraft und nerv kosten.
notfalls auch mit hilfe vom jugendamt oder anwalt, das wird die zeit zeigen, wenn du siehst wie es läuft und ob dein kind weiter so gut wie möglich ver- und umsorgt wird.
sicherheit für das kind ist wichtig - es braucht seine ordnung.
ich wünsche dir viel kraft!