"Trennung von heute auf morgen" nicht möglich? Doch! Ich habe es auch erlebt. Und hätte es vorher niemals für möglich gehalten. Man bekommt einen Grund genannt, wie auch hier, der Mangel an ausreichenden Gefühlen.
Was aber, wenn das bis gestern (vermeindlich?) noch alles da war?
Was, wenn bis zum Vortag TATEN vorhanden waren, die dich niemals hätten ahnen lassen, dass die Gefühle nicht reichen?
Da bei mir mit der Trennung auch der totale Kontaktabbruch erfolgt ist, hatte ich keine Möglichkeit, im Nachhinein noch irgendwelche Fragen zu stellen. Die kann und konnte ich mir nur selbst beantworten. Es sind und bleiben aber meine Interpretationen.
Grundsätzlich sehe ich es so, dass eine Trennung, egal wie plötzlich, angenommen und akzeptiert werden muss. Es ist eine freie Entscheidung, die jedem jederzeit zusteht. Aber es gibt schon Unterschiede darin, WIE eine Trennung erfolgen kann.
Ich selbst habe auch schon verlassen. Es war ein Prozess an dessem Ende die Erkenntnis stand, dass ICH nicht genügend Gefühle habe. Aber (und der Umgang zwischen diesem damaligen Partner und mir war bei weitem nicht so liebe- und respektvoll wie der zu meinem letzten) ich habe mich mit ihm ganz ruhig hingesetzt und versucht, so nachvollziehbar wie möglich zu erklären, warum ich den gemeinsamen Weg nicht mehr gehen möchte.
Das heißt nicht, dass mein (Ex)Partner das in diesem Moment ja dann auch genauso sehen und empfinden muss. Das ist mir schon klar. Aber auch wenn ich mich in diesem Moment GEGEN ihn ausgesprochen habe, habe ich das mit so viel Respekt und Anstand wie möglich versucht, zu vermitteln. Das kann leider nicht jeder.
@CZ007
Auch wenn die Art und Weise nicht nachahmungswert war, und auch wenn du in diesem Moment die Entscheidung so nicht getroffen hättest, du kannst nun nichts anderes mehr tun, als die Trennung zu akzeptieren. Es war ihre Entscheidung, sie hat ihre Gründe und ein Recht, diese so zu treffen. Vorwürfe bringen niemals etwas, weder in einer solchen Situation, noch in einer anderen im Leben. Wenn du Fragen hast und die Möglichkeit, diese zu stellen, dann stelle sie ihr. Wenn du dir durch die Bekundung, es "täte ihr leid" (was sie durchaus ehrlich meinen könnte

) veräppelt fühlst, dann sag ihr das. Aber alles so ruhig und sachlich wie möglich. Nochmal, es ist ihr Recht, sich zu trennen. Die Empathie und Feinfühligkeit, mit der das passiert, ein Geschenk.