Zitat von Deejay:Das sehe ich nicht so. Angenommen, sie macht ganz ladylike keine solche "proletenhafte Aktion", indem sie "hysterisch dazwischen ...
Hi!
Irgendwann letztes Jahr hatte ich ein Erlebnis mit einem befreundeten Mann. Wir kennen uns schon länger, verstehen uns gut, es ist ein wohlwollendes, freundschaftliches Miteinander, ohne romantische Ambitionen meinerseits.
Wir hatten uns zum Kaffeetrinken verabredet. Als wir später an der Kasse standen, wollte ich bezahlen, schließlich war er in meinem Ort zu Besuch. Doch er hielt mich zurück, fast entschieden, und sagte: „Nein, auf gar keinen Fall, das möchte ich gerne übernehmen. Bitte lass mich.“
Ich war kurz überrascht, dann habe ich gelächelt und gesagt: „In Ordnung, wenn es dir wichtig ist, dann natürlich.“
Er hat sich sichtlich darüber gefreut. Und es war so klar spürbar: Es ging ihm nicht um eine Geste mit Hintergedanken oder Anspruch, sondern einfach um Wertschätzung, um Freundlichkeit.
Ich hätte ihn genauso eingeladen ohne irgendeine Erwartung. Manchmal möchte man einfach einem Menschen etwas Gutes tun. Einen Kaffee, ein Stück Kuchen, ein Stück Zeit.
Ich glaube, wir dürfen wieder lernen, Gesten anzunehmen und zu schenken, ohne sofort zu vermuten, dass etwas dahintersteckt.
Freundlichkeit ist keine Währung mit Gegenleistung.
Sie ist Ausdruck von Menschlichkeit.
Denn letztlich ist es doch so: Das Wertvollste, was wir einander schenken können, ist unsere (Lebens-) Zeit, unsere aufrichtige Aufmerksamkeit. Alles andere ist nur Beiwerk.
Genießt den Tag und eine freundlich entspannte Runde Kaffee/Tee/Kakao für jede/n die/der mag!